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Mai 2011

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

Sehr geehrte Damen und Herren,

zahlreiche UN-relevante Themen wurden in den letzten Wochen intensiv diskutiert.

Im Sicherheitsrat gibt es erneut einen Vorstoß, um endlich ein Signal gegen die Gewalt der syrischen Regierung zu setzen. Großbritannien, Frankreich, Portugal und Deutschland bereiten laut Medienberichten eine Resolution vor, mit der die syrische Regierung für die blutige Unterdrückung der Zivilbevölkerung verurteilt werden soll. Ob sie zustande kommt oder an einem Veto scheitert, ist offen.

Noch immer ist in den Medien die Cholera-Epidemie in Haiti gegenwärtig, die nun bereits seit Mitte Oktober 2010 andauert und das Land nach dem verheerenden Erdbeben erneut vor große Herausforderungen stellt. Vier internationale Wissenschaftler präsentierten im Mai einen Untersuchungsbericht zu den Ursachen des Seuchenausbruchs, aus dem hervorgeht, dass in Haiti stationierte UN-Truppen mitverantwortlich für die Pandemie sind.

Ein im Rahmen der gerade zu Ende gegangenen Plenarsitzung des Weltklimarats (IPCC) in Abu Dhabi angenommener Sonderbericht hält im günstigsten Fall einen Anteil von 77% erneuerbarer Energien an der weltweiten Energieerzeugung bis zum Jahr 2050 für möglich. Vor dem Hintergrund der in Deutschland und Europa aktuell laufenden Ausstiegsdebatten aus der Atomenergie sind diese Berechnungen von nicht zu unterschätzender Tragweite.

Ihre Aufmerksamkeit möchten wir auf zwei DGVN-Mittagsgespräche der Reihe „Globale Politik“ lenken: Mit Botschafter Wolfgang Ischinger erwartet die DGVN am 6. Juni 2011 wieder einen hochrangigen Gesprächspartner. Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz wird zur Neuausrichtung der europäischen Außenpolitik sprechen. Das Mittagsgespräch am 6. Juli 2011, bei dem Teilnehmer der DGVN-Studienreise nach Sudan referieren werden, beschäftigt sich mit den Chancen und Risiken des neu entstehenden Staates sowie mit dessen Beziehungen zum Nordsudan.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

Ihre Online-Redaktion

Menschliche Sicherheit | 28.05.2011

Kinder in bewaffneten Konflikten

UN-Sonderbeauftragte zu Gast bei der DGVN

Die Vereinten Nationen befassten sich in den letzten Jahren zunehmend mit dem Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten. Als höchste Repräsentantin auf diesem Gebiet tritt die Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs Radhika Coomaraswamy weltweit dafür ein, die Rekrutierung von Kindersoldaten, die Tötung und den sexuellen Missbrauch von Kindern zu bekämpfen. Der jährliche Bericht des UN-Generalsekretärs zu Kindern und bewaffneten Konflikten dokumentiert diese Gewalttaten und prangert die Täter öffentlich an.

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Menschenrechte | 26.05.2011

Unternehmen in der Verantwortung bei der Einhaltung der Menschenrechte - OECD und UN entwickeln ihre Leitsätze weiter

Anlässlich des 50. Jahrestages der OECD wurden am 25. Mai 2011 in Paris die überarbeiteten Leitsätze der OECD für multinationale Unternehmen in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgestellt. Die aktuelle Überarbeitung beinhaltet ein eigenes Kapitel über die menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen. Weitere wichtige Kodizes sind der von Kofi Annan initiierte Globale Pakt und diverse Konventionen der International Labour Organization.

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Politik & Gesellschaft | 23.05.2011

Brasiliens Urwälder durch Abholzung und Klimawandel akut gefährdet

Titelseite der StudieNachdem 2010 deutlich weniger Regenwaldflächen in Brasilien zerstört worden waren als in den Jahren zuvor, keimte die Hoffnung auf, den Raubbau stoppen zu können. Aber seit einigen Monaten nimmt das Tempo der Waldvernichtung wieder sprunghaft zu. Im März und April stieg die Abholzung nach offiziellen Angaben auf das Fünffache des Vorjahreswertes. Um so beunruhigender ist eine neue Studie über Ursachen und Auswirkungen von Regenwaldzerstörung und Klimawandel in Brasilien.

Vereinte Nationen & int. Organisationen | 16.05.2011

Weltklimarat IPCC beschließt Reformen und untersucht erneuerbare Energien

Die diesjährige IPCC-Plenarsitzung fand in Abu Dhabi statt, Foto: IPCCDer Weltklimarat IPCC hat bei seiner 33. Plenarsitzung in Abu Dhabi vom 10.-12. Mai 2011 Konsequenzen aus der internationalen Debatte über Irrtümer in Berichten der Klimafachleute und dem ungeschickten Umgang der IPCC-Leitung mit diesen Fehlern gezogen. Die Vertreterinnen und Vertreter der 194 IPCC-Mitgliedsstaaten verabschiedeten außerdem einen Sonderbericht zur Rolle der erneuerbaren Energien bei der Vermeidung des Klimawandels und befassten sich mit dem Thema Feuchtgebiete und Klimawandel. 

Energiefragen & Treibhausgase | 16.05.2011

Klimaverträgliches Wirtschaften ohne Atomenergie

Titelseite des GutachtensKlimaschutz und eine Energiewende sind ohne Atomkraft möglich. Zu diesem Ergebnis ist der „Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) in einem Gutachten gekommen, das er der Bundesregierung am 7. April 2011 übergab. Es wurde also vor der Atomkatastrophe in Japan erarbeitet. Die Fachleute plädieren in ihrem Gutachten „Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ für einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien.

Menschenrechte | 26.05.2011

Weltweite Diskriminierung Homosexueller angeprangert

UN-Hochkommissarin fordert Achtung der Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und transgeschlechtlichen Personen  

Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, hat weitverbreitete Menschenrechtsverletzungen gegenüber homosexuellen und transgeschlechtlichen Personen scharf kritisiert.

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DGVN-Nachrichten | 12.05.2011

"Migration als Chance": DGVN stellt neueste Multimedia-DVD vor

Am Samstag, den 07. Mai 2011 stellte Generalsekretärin Dr. Beate Wagner am Rande der Filmvorführung "Climate Refugees" von Michael Nash die neueste Multimedia-DVD der DGVN mit dem Titel "Migration als Chance" vor.

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Millenniums-Entwicklungsziele | 16.05.2011

UN-Konferenz: Zahl der am wenigsten entwickelten Länder halbieren

Kinder in Haiti durchsuchen den Müll der Stadt auf Brauchbares; wie in Haiti sind auch in anderen LDCs die Kinder besonders gravierend von Elend und Hunger betroffen, Foto Logan Abassi/UN Photo„In die am wenigsten entwickelten Länder zu investieren, ist eine Chance für alle“, betonte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zur Eröffnung der UN-Konferenz für die am wenigsten entwickelten Länder in Istanbul vom 9.-13. Mai 2011. Solche Investitionen seien eine Chance für die Befreiung der Menschen von Armut, Hunger und Krankheit, für eine stabilere Welt und für kluge wirtschaftliche Aktivitäten. An der UN-Konferenz nahmen etwa 9.000 Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen, Unternehmen, Medien und der Zivilgesellschaft teil. Es war die vierte dieser Konferenzen, die alle zehn Jahre stattfinden.

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Humanitäre Hilfe | 12.05.2011

UN Truppen mitverantwortlich für Cholera-Ausbruch in Haiti

UN-Truppen in Haiti sind für die Ausweitung der Cholera mitverantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon eingesetzte Expertenkommission. Mangelnde hygienische Verhältnisse im MINUSTAH-Camp hatten eine rapide Verbreitung der Viruskrankheit im Inselstaat zur Folge.

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Zeitschrift VEREINTE NATIONEN aktuell | 14.04.2011

Die humanitäre Hilfe vor großen Herausforderungen

Das schwere Erdbeben, der Tsunami und der Reaktorunfall – diese dreifache Katastrophe, die Mitte März 2011 Japan heimgesucht hat, rief einen komplexen humanitären Notstand hervor. Mindestens 11.000 Personen kamen dabei ums Leben, Tausende von Menschen gelten als vermisst und rund 250.000 Menschen wurden obdachlos. 20 Millionen Menschen waren im August 2010 von der Flutkatastrophe in Pakistan betroffen, und das Erdbeben Anfang 2010 in Haiti ließen den Karibikstaat ins Chaos versinken.
Heft 2/2011 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN beschäftigt sich mit den Problemen und Chancen internationaler humanitärer Hilfe.

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DGVN-Nachrichten | 13.04.2011

UN und G-20: Konkurrenz, Kooperation oder Konvergenz?

Was zeichnet eine effektive Global Governance aus und welche Rolle spielen dabei die Vereinten Nationen und die G-20? Dazu äußerte sich der Präsident der 65. UN-Generalversammlung, Dr. Joseph Deiss, im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung von DGVN und Friedrich-Ebert-Stiftung am 6. April in Berlin. Angesichts der mangelnden Legitimität der G-20 hob er Stärken, aber auch Schwächen der UN hervor und plädierte abschließend für die Vereinten Nationen: "Ich kämpfe mit Begeisterung für die UN und ihre Stärkung!"

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Veranstaltungsbericht | 07.04.2011

„Der Irre mit der Bombe?!“ - DGVN-Mittagsgespräch zu Nordkorea

Dieser Titel des Magazins DER SPIEGEL über Kim Jong-il, dem nordkoreanischen Regierungschef, sei völlig irreführend, das stellte Sebastian Harnisch gleich zu Beginn seines Vortrags klar. Vor rund 50 Zuhörenden aus Wissenschaft und Politik wagte der Heidelberger Professor nicht nur einen Versuch der Erklärung der neueren innen- und außenpolitischen Entwicklungen Nordkoreas, sondern auch eine Einschätzung des Krisenmanagements durch den UN-Sicherheitsrat.

Impressum

Online-Redaktion: Ulrich Keller, Dr. Alfredo Märker, Isabelle Unger

V.i.S.d.P.:  Dr. Beate Wagner, DGVN-Generalsekretärin

Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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