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Extraausgabe März 2011 |
Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)Sehr geehrte Damen und Herren, Der Krieg in Libyen und die anschwellenden Flüchtlingsströme, die Atomkatastrophe in Fukushima, aber auch der eskalierende Konflikt in der Elfenbeinküste - die Ereignisse auf internationaler Ebene überschlagen sich in den letzten Tagen und immer wieder steht die UN im Fokus. Vor allem der Streit um die Führung der Libyen-Kommandoaktion, die der UN-Sicherheitsrat erlaubt hat um Gaddafis Menschenrechtsverbrechen zu stoppen, offenbart ein Manko in der 66jährigen UN-Geschichte besonders deutlich: Die UN besitzen nicht ein Gewehr oder Kampfflugzeug, um selbst Sanktionen durchzusetzen, geschweige denn haben sie direkte Verfügungsgewalt über Eingreiftruppen – die starken UN-Mitgliedstaaten wollten es so. Und nun, nach dem die USA im Libyen-Krieg keine Führungsrolle mehr übernehmen wollen, zeigt sich dieses Vakuum in aller Schärfe. Wie geht es weiter? Wie ist die Isolierung Deutschlands durch seine Enthaltung bei der Libyen-Resolution einzuschätzen? Diese Themen greifen wir auf. Mit Informationen, Meinungen von Experten und Kurzanalysen zu den aktuellen Konflikten, insbesondere zur Rolle der UN. Die Extraausgabe des DGVN-Newsletters informiert über die aktuellen Topthemen auf „Frieden-sichern.de“ - besuchen Sie das kürzlich gestartete Online-Themenportal der DGVN. Herzliche Grüße Libyen: Mandat zum Schutz der Zivilbevölkerung, Resolution ermächtigt nicht zum Regimewechsel
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat mit der Annahme der Resolution 1973 vom 17. März "eine historische Entscheidung getroffen", wie Generalsekretär Ban Ki moon in seiner Presseerklärung vom selben Tage eindrücklich formuliert hat. Die DGVN weist jedoch darauf hin, dass das Mandat des Sicherheitsrates strikt auf den Schutz der Zivilbevölkerung beschränkt ist. Es ermächtigt nicht zu einem Militäreinsatz, dessen eigentliches Ziel nicht humanitärer Natur ist, wie insbesondere der Regimewechsel in Libyen. Die DGVN weist auch auf die Notwendigkeit hin, dass die Maßnahmen letztlich den Schutz der Menschen in Libyen bewirken müssen und nicht zusätzliches, unverhältnismäßiges Leid unter der Zivilbevölkerung nach sich ziehen dürfen. "Ich schäme mich für die Haltung meines Landes"
Eingreifen in Libyen, aber wie?Ist die internationale Gemeinschaft in der Pflicht einzugreifen? Die Antwort kann nur ein eindeutiges Ja sein. Die entscheidende Frage ist jedoch: Wie denn genau? Lesen Sie einen aktuellen Gastbeitrag von Hans-Georg Ehrhart vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg. Historische Resolution des UN-Sicherheitsrates
Die Resolution stärkt außerdem ein Waffenembargo, das der Rat im vergangenen Monat verfügt hatte und bestätigt das Einfrieren von Vermögenswerten lybischer Politiker sowie die Möglichkeit der Strafverfolgung vor dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC). "Absolute Ignoranz"
Prominenter Besuch am DGVN-Stand
ImpressumOnline-Redaktion: Ricarda Höhne, Ulrich Keller, Dr. Alfredo Märker. V.i.S.d.P.: Dr. Beate Wagner, DGVN-Generalsekretärin Probleme mit der Darstellung? An- und Abmeldung: Copyright:
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