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DGVN-Newsletter, Dezember 2011

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

Sehr geehrte Damen und Herren,

UN-Friedenssicherung, Klimawandel, Menschliche Entwicklung - ein breites Themenspektrum beschäftigte die Arbeit der DGVN in den vergangenen Wochen. Speziell die internationale Peacekeeping-Konferenz am 7. November, aber auch der Human Development Report, den die DGVN in deutscher Sprache herausgegeben hat, stießen auf großes Publikumsinteresse, ähnlich wie die weltweit beobachtete UN-Klimakonferenz von Durban. Doch auch die Gremien der DGVN waren in Bewegung. Auf der Mitgliederversammlung am 3. Dezember 2011 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Detlef Dzembritzki ist neuer DGVN-Vorsitzender.

Im kommenden Jahr werden von den Vereinten Nationen zwei wichtige Themen in den Fokus gestellt: 2012 ist sowohl das Internationale Jahr der Genossenschaften, als auch das Internationale Jahr der nachhaltigen Energie für alle.

Über diese und viele weitere Ereignisse berichten wir in diesem Newsletter. Eine anregende Lektüre, angenehme Weihnachtstage und alles Gute für das neue Jahr wünscht Ihnen,

Ihre Online-Redaktion

Internationales Jahr der Genossenschaften 2012

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften ausgerufen. Die Generalversammlung begründete ihren Beschluss in Resolution 64/136 damit, dass „Genossenschaften in ihren verschiedenen Formen die breitestmögliche Mitwirkung aller Menschen an der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung fördern, zu einem wichtigen Faktor dieser Entwicklung werden und zur Beseitigung der Armut beitragen“.

Internationales Jahr der nachhaltigen Energie für alle 2012

Auf Beschluss der UN-Generalversammlung (Resolution 65/151) ist 2012 außerdem auch das "Internationale Jahr der nachhaltigen Energie für alle" (International Year of Sustainable Energy for All) - anlässlich der Rio +20 Konferenz und aufgrund der Bedeutung nachhaltiger Entwicklung. 1,5 Milliarden Menschen weltweit leben ohne Stromversorgung, entweder weil diese nicht verfügbar ist oder weil sie diese nicht bezahlen können. Der Zugang zu nachhaltiger, sauberer Energie ist dabei ein Schlüssel, um diesen Menschen zu langfristiger, dauerhafter und nachhaltiger Entwicklung zu verhelfen, die weltweite Armut konstant zu bekämpfen und die Milleniumsentwicklungsziele zu erreichen.

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Detlef Dzembritzki neuer DGVN-Vorsitzender

Deutsche UN-Gesellschaft wählt neuen Vorstand

Der bisherige Stellvertretende Vorsitzende, das ehemalige Mitglied des Deutschen Bundestages, Detlef Dzembritzki, wurde zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) gewählt. Dies geschah im Rahmen der 31. DGVN-Mitgliederversammlung am 3. Dezember 2011 in Hamburg. Dzembritzki übernimmt den Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Bruha (Hamburg), der nicht mehr kandidierte.

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Verfügbare Mittel effizienter nutzen oder Ausweitung des westlichen Engagements?

Internationale UN-Peacekeeping-Konferenz in Berlin

Die Arbeitsteilung zwischen Truppenstellern und Geldgebern im UN-Peacekeeping war eines der Hauptthemen bei der internationalen Konferenz "What Role for the Troop Contributing Countries?" am 7. November 2011 im Auswärtigen Amt. Neben dem ehemaligen UN-Untergeneralsekretär für Friedenssicherungseinsätze, Alain Le Roy, sprachen Vertreter des Auswärtigen Amtes, des deutschen Bundestages, Pakistans, Nigerias und verschiedene Wissenschaftler über die Zukunft der UN-Friedenssicherung, die Schutzverantwortung und Herausforderungen in der Zusammenarbeit innerhalb der multinationalen Streitkräfte.

weiterlesen auf unserem Portal frieden-sichern.de


UN-Bericht fordert globale Finanzmarktsteuer zur Zukunftssicherung

Der Bericht über die menschliche Entwicklung 2011 ("Human Development Report"), in der deutschen Ausgabe herausgegeben von der DGVN, liefert wichtige neue Beiträge, zum weltweiten Dialog über das Recht der heutigen und der künftigen Generationen auf ein gesundes und erfülltes Leben. Er zeigt, dass Nachhaltigkeit unauflöslich mit Gerechtigkeit verbunden ist – mit Fragen zu Fairness, sozialer Gerechtigkeit und besserer Lebensqualität.

Vorgestellt wurde er am 2. November 2011 auf einer Pressekonferenz mit UNDP-Vertreterin Eva Jespersen und Erhard Eppler. Der Bericht präsentiert auch die aktuelle Weltrangliste der Länder nach ihrem Entwicklungsstand.

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Bericht zum Nachlesen und in Kurzfassung


UN-Klimakonferenz: Kompromiss in letzter Minute

Nicht alle Delegierten und Beobachter bewerteten das Ergebnis von Durban positiv, aber erleichtert waren sie alle. Nach eineinhalb Tagen Verhandlungsverlängerung konnten doch noch gemeinsame Beschlüsse gefasst werden. Bis 2015 soll eine neue internationale Klimavereinbarung verabschiedet werden. „Wir kamen mit Plan A hierher, und wir haben dieses Treffen mit Plan A beendet, um unseren Planeten für die Zukunft unserer Kinder und unserer zukünftigen Enkelkinder zu bewahren.“

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"Die Welt kann nicht auf die USA warten"

UNEP-Direktor Achim Steiner propagiert Wandel zur kohlenstoffarmen, ressourceneffizienten Green Economy

Bei der dritten Climate Lecture der TU Berlin am 14. November 2011 gab sich der Direktor des Umweltprogramms der UN (UNEP), Achim Steiner, hinsichtlich der Bekämpfung des Klimawandels insgesamt sehr optimistisch. Er zeigte auf, dass sich Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf der einen, sowie Wirtschaftswachstum und Entwicklung auf der anderen Seite nicht ausschließen, dass neues Wirtschaften Wachstum und Entwicklung sogar begünstigen und verstärken. Auf Staaten, die Chancen des Klimaschutzes leugnen, könne die Welt nicht warten.

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Freiwilligenarbeit braucht Anerkennung

UN-Bericht über die Lage der Freiwilligenarbeit in der Welt 2011

In Entwicklungsländern leisten Freiwillige wichtige Beiträge zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele. Aber auch in Deutschland engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich, zum Beispiel in der Kinder- und Altenbetreuung. Auf die Bedeutung ihres Engagements weist der erste "Bericht über die Lage der Freiwilligenarbeit in der Welt 2011" hin, erstellt anlässlich des "Internationalen Tages der Freiwilligen" am 5. Dezember.

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DGVN-Dissertationspreis verliehen

Dr. Benjamin Stachursky für seine Forschung über Frauenrechte in Ägypten und Iran ausgezeichnet

Am 2. Dezember 2011 lud die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) zur Verleihung des zweiten DGVN-Dissertationspreises ein, mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Frauenrechte und Revolution in Ägypten“. Dr. Benjamin Stachursky wurde mit seiner an der Universität Potsdam eingereichten Arbeit: „The Promise and Perils of Transnationalisation: A Critical Assessment of the Role of NGO Activism in the Socialisation of Women’s Human Rights in Egypt and Iran“ für seine herausragende Forschung im Bereich Vereinte Nationen geehrt.

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Die Vereinten Nationen - eine lernfähige Organisation?

Der ständige Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen, Dr. Peter Wittig, diskutierte mit Prof. Dr. Michael Brzoska und den Buchautoren Philipp Rotmann und Stephan Mergenthaler anlässlich der Vorstellung ihres neuen Buchs, ob die Vereinten Nationen aus ihren Erfahrungen im Peacekeeping gelernt haben. Botschafter Wittig unterstrich die Problematik der „neuen Interventionsfreudigkeit“ des Sicherheitsrats, die zu einem Overstretch des Peacekeeping in der Welt geführt habe. Aufgrund von Mängeln in der Ausstattung und Rekrutierung von UN-Missionen ginge die Schere zwischen den ambitionierten Mandaten der Missionen und ihrer tatsächlichen Erfüllung immer weiter auseinander. Die Bilanz der Lernprozesse im Bereich UN-Peacekeeping fiel insgesamt gemischt aus.

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Es hat sich unheimlich viel getan

Südsudan, der jüngste, aber zugleich auch einer der ärmsten Staaten der Welt, wurde am 9. Juli dieses Jahres gegründet – begleitet von enormen Herausforderungen und Hoffnungen. Die Einbeziehung von Frauen auf allen Ebenen und die Stärkung ihrer Rechte und Partizipationsmöglichkeiten stellt dabei laut UN ein wesentliches Entwicklungsmaß dar. Wie sieht die Situation von Frauen vor Ort knapp ein halbes Jahr nach der Staatsgründung aus? Aus Südsudan berichtet Anne Kerlin.

 


Fotostrecke zum Welttoilettentag 2011

Ohne Toiletten, Abwasserentsorgung und angemessene Hygiene leiden viele Menschen unter Krankheiten, die leicht zu vermeiden wären. Fäkalien sickern ins Grundwasser und führen zu Durchfallerkrankungen, die die Leistungsfähigkeit der Menschen beeinträchtigen. Eine der Organisationen des WASH-Netzwerks, die sich für den Ausbau der Sanitärversorgung einsetzen, ist "Women in Europe for a Common Future (WECF)". Im Kaukasus und in Osteuropa baut WECF zusammen mit Partnern vor Ort so genannte "Trockentrenntoiletten" (Urine Diverting Dry Toilets, UDDT).

Erfahren sie mehr auf unserem Portal Menschliche-Entwicklung-Staerken.de


Zeitschrift Vereinte Nationen

Das aktuelle Heft 6/2011, mit Jahresinhaltsverzeichnis, beinhaltet ein ausführliches Interview mit dem ehemaligen UN-Untergeneralsekretär für Friedenssicherungseinsätze, Alain Le Roy. Weitere Themen der Ausgabe sind u.a. die Generalsanierung des UN-Amtssitzes in New York, UN Women und das Vermächtnis von Dag Hammarskjöld. 


Blaue Reihe - Blickpunkt Libanon

Aktuelle Beiträge zu Konfliktursachen und
Konfliktlösungen

Diese Ausgabe der BLAUEN REIHE beleuchtet aktuelle Fragen des Libanon und des dortigen UN-Engagements vor dem Hintergrund der Erfahrungen, die auf der Studienreise des DGVN-Landesverbands Bayern (25. September bis 2. Oktober 2010) gewonnen wurden.

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UN Basis-Informationen Nr.40: Menschenrechte und Vereinte Nationen

Der Schutz der Menschenrechte ist eine der zentralen Aufgaben der Vereinten Nationen (UN). Diese aktualisierte und interaktive Ausgabe der UN-Basis-Informationen beschäftigt sich mit den grundlegenden internationalen Rechtsinstrumenten der Menschenrechte und gibt einen Überblick über die menschenrechtlichen Akteure und Zusammenhänge im Rahmen der Vereinten Nationen.

UN-Basis-Info Nr. 40:  Menschenrechte und Vereinte Nationen - Druckversion

Interaktive Version


Jetzt auch als Druckfassung erhältlich: Nr.44: Die Vereinten Nationen und der Nahost-Konflikt

Seit Bestehen der Vereinten Nationen befasst sich die Weltorganisation intensiv mit dem Konflikt im Nahen Osten. Keine andere Region hat sie über mehr als sechs Jahrzehnte stärker beschäftigt. Mit zahlreichen Friedensinitiativen haben sich die UN in der Krisenregion immer wieder engagiert. Dazu gehört der Einsatz tausender Blauhelm-Soldaten. Die Vielzahl der sich zum Teil wiederholenden Resolutionen und die lange Dauer des ungelösten Konflikts aber machen deutlich, dass der Einfluss der UN nur begrenzt ist.Die Basis-Information enthält einen historischen Abriss des Nahost-Konflikts und liefert Hintergund zu allen wichtigen aktuellen Fragen über die Krisenregion.

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Impressum

Online-Redaktion: Ulrich Keller, Dr. Alfredo Märker, Jean Mikhail
V.i.S.d.P.:  Dr. Beate Wagner, DGVN-Generalsekretärin

Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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