Presseinformationen

Zum Attentat auf das UN-Hauptquartier in Bagdad

Schwerer Schlag für die UN und den Irak
Erklärung der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen

Berlin, 20.8.2003. Mit großer Trauer und Bestürzung hat der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) auf den verheerenden Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad am gestrigen Tag reagiert. Der Vorsitzende Wolfgang Ehrhart erklärte heute: „Wir verurteilen die Tat aufs Schärfste. Wir sind schockiert zu sehen, dass die Vereinten Nationen, die im Irak im Rahmen einer Friedens- und Wiederaufbaumission arbeiten, Ziel einer solchen terroristischen Gewaltaktion geworden sind.“ Die DGVN betrauert den Tod des UN-Sonderbeauftragten Sergio Vieira de Mello und der anderen Opfer dieses feigen Anschlages und unterstützt UN-Generalsekretär Kofi Annan in dem Wunsch, die Täter einer gerechten Strafe zuzuführen.

Der Mord an de Mello bedeutet einen schweren Verlust für die Vereinten Nationen. Der Brasilianer war über 30 Jahre an herausragender Stelle für die UN tätig: in mehreren Friedensmissionen, als Vertreter des Hohen Flüchtlingskommissars, Nothilfekoordinator, UN-Sonderbeauftragter für den Kosovo und Ost-Timor und seit kurzer Zeit als UN-Hochkommissar für Menschenrechte.

Die DGVN begrüßt die schnelle Erklärung der Weltgemeinschaft, weiterhin Verantwortung im Irak übernehmen zu wollen und das Land auf dem Weg eines friedlichen Wiederaufbaus und bei der Wiedererlangung der Selbständigkeit zu unterstützen. Eine starke Rolle der Vereinten Nationen im Irak ist heute wichtiger denn je: Der Anschlag war nicht nur ein Anschlag gegen die Vereinten Nationen sondern auch gegen den Friedens- und Wiederaufbauwillen der irakischen Bevölkerung.