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Wilfried Lemke erneut zum UN-Sonderberater für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden berufen

Wilfried Lemke während einer Konferenz in Gwangju/Südkorea 2014

Wilfried Lemke während einer Konferenz in Gwangju/Südkorea 2014

Wilfried Lemke ist für ein weiteres Jahr UN-Sonderberater für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden. Dies verkündeten die Vereinten Nationen am vergangenen Montag. Der ehemalige Erfolgsmanager des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen und frühere Senator für Wissenschaft und Entwicklung der Hansestadt Bremen bekleidet das Ehrenamt schon seit 2008. Es wurde 2001 vom ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan ins Leben gerufen.

Als UN-Sonderberater gehört es zu Lemkes Aufgaben, einen besonderen Fokus auf Armutsreduktion, Bildung, Gleichberechtigung der Geschlechter, Prävention von Krankheiten wie HIV/Aids, Nachhaltigkeit, Inklusion von Menschen mit Handicaps, Friedensförderung und Konfliktlösung durch Sport zu legen. Darüber hinaus repräsentiert er die Vereinten Nationen auf globalen Sportevents und trägt dazu bei, den Dialog, die Zusammenarbeit und die Partnerschaft zwischen den UN und ihren Mitgliedsstaaten, nationalen und internationalen Sportverbänden, zivilgesellschaftlichen Akteuren, der Wissenschaft und den Medien zu verbessern.

Lemke zeigte sich glücklich über Wiederberufung

Lemkes Reaktion auf die erneute Berufung durch Ban Ki-moon lässt darauf schließen, dass ihm das Amt sehr am Herzen liegt: Er zeigte sich sehr geehrt, weiterhin das Vertrauen des UN-Generalsekretärs und der gesamten UN-Familie genießen zu dürfen. Nach dem Jahr 2014, in dem viele sportliche Großereignisse, wie die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien sowie die Olympischen und Paralympischen Spiele in Russland stattfanden, folgt nun ein Jahr, das die Schlussphase der Millennium Development Goals (MDGs) einläutet und in dem die Staatengemeinschaft sich auf neue Ziele für nachhaltige Entwicklung einigen muss. Dem wiedergewählten Sonderberater zufolge können sportliche Aktivitäten durch ihre starke Symbolwirkung einen Beitrag zum Erreichen der neuen Ziele leisten. 

Vorangehen mit positivem Beispiel: die Youth Leadership Camps

Neben vielen weiteren Aktivitäten der UN-Organisation für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden (UNOSDP) zeugt das durch Lemke ins Leben gerufene Projekt der Youth Leadership Camps davon, auf welche Weise das im Sport enthaltene Potenzial für Frieden, Entwicklung und Integration positiven Einfluss nehmen kann: Engagierte junge Leute, die sich der Arbeit im Bereich des Sports im Dienste des Friedens verschrieben haben, erhalten durch das Projekt theoretische und praktische Unterstützung sowie Tipps, um ihre Vorhaben in der Heimat voranzutreiben und als MultiplikatorInnen wirken zu können.

Die DGVN gratuliert Willi Lemke zu seiner Wiederberufung und wünscht ihm zukünftig viel Erfolg bei seiner wertvollen Arbeit.

 

Thore Nottelmann

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