Zeitschrift VEREINTE NATIONEN aktuell

Terrorismusbekämpfung und die Vereinten Nationen

UN-Soldaten untersuchen die Folgen des Anschlags auf eine Basis im malischen Timbuktu

Die Standorte der MINUSMA geraten immer wieder ins Visier terroristischer Anschläge. UN-Soldaten untersuchen die Folgen des Anschlags auf eine Basis im malischen Timbuktu am 3. Mai 2017. Das Attentat hatte den Tod eines liberianischen UN-Soldaten und weitere Verletzte zur Folge. UN PHOTO: SYLVAIN LIECHTI

UN-Generalsekretär António Guterres meint es ernst: Die Schaffung eines neuen Büros der Vereinten Nationen für die Bekämpfung des Terrorismus unter der Leitung eines Untergeneralsekretärs ist ein wichtiger Schritt, um dem globalen Phänomen des Terrorismus möglichst kohärent zu begegnen. Präventive Maßnahmen sollen dabei eine noch größere Rolle spielen als bisher. Wie es um die bisherigen Bemühungen der UN bei der Terrorismusbekämpfung steht, analysieren die Autorinnen und Autoren in Heft 4/2017 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN.

Bei der Terrorismusbekämpfung werden trotz einiger Reformen die Menschenrechte immer noch stark eingeschränkt. Zu dieser Bilanz kommt Christian Kreuder-Sonnen, der sich die bisherige Sanktionspraxis des Sicherheitsrats näher anschaut. Des Weiteren zeigt Hartmut Behr die strategischen und politischen Entwicklungen auf, die die UN mit ihren zahlreichen institutionellen Reformen seit dem 11. September 2001 vorgenommen haben. Die UN-Friedenssicherung sei dagegen kein geeignetes Instrument, um den Terrorismus zu bekämpfen, argumentiert John Karlsrud in seinem Beitrag. Vor diesem Hintergrund warnt Siobhan O’Neil in ihrem Standpunkt vor dem Missbrauch bestimmter Begrifflichkeiten, die beispielsweise Kinder als Terroristen stigmatisieren können.

Zum Heft 4/2017

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