DGVN-Nachrichten

Nachruf: Dr. Ruprecht Paqué (1924–2016)

Dr. Ruprecht Paqué

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) trauert um Dr. Ruprecht Paqué, der am 25. November 2016 verstorben ist.

Von Paqué ging die Initiative zur Gründung eines Dienstes aus, wo verschiedene Kerndokumente der Vereinten Nationen in eine einheitliche deutsche Sprachfassung übersetzt und eine Festlegung der UN-Terminologien für den deutschen Sprachraum reguliert werden. Im Jahr 1975 erfolgten die Verabschiedung der Resolution der Generalversammlung 3355 (XXIX) und damit die Einrichtung des Deutschen Übersetzungsdienstes der Vereinten Nationen. Auf Vorschlag des Auswärtigen Amtes durfte Paqué diesen von 1975 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1985 im New Yorker UN-Sekretariat aufbauen und leiten. Seit der Gründung bis heute leistet der Deutsche Übersetzungsdienst als einziger Nicht-Amtssprachendienst der Vereinten Nationen Übersetzungsarbeit, deren Breitenwirkung sich nur schwer bemessen lässt.

Seine Liebe zur deutschen Sprache beschäftigte den Philosophen auch nach seiner Pensionierung weiter: In zahlreichen Aufsätzen unter anderem in der Zeitschrift Vereinte Nationen und bei Vorträgen informierte er zum Thema „Deutsch in der UN“. Paqué beschäftigte sich darüber hinaus mit dem Studium des altindischen Sanskrit.

Die DGVN bedauert den Tod von Dr. Paqué, dem durch seinen unermüdlichen Einsatz mit dem Deutschen Übersetzungsdienst für die Vereinten Nationen ein Meilenstein für Deutschland in seiner Arbeit mit den Vereinten Nationen gelungen ist.