Journalistenreise DGVN-Nachrichten

Nachhaltiger Tourismus für Entwicklung - Journalistenreise nach Madrid und Marokko

Atlasgebirge, Tafraout, Marokko.

In der deutschen Medienlandschaft spielen entwicklungspolitische Fragestellungen der Vereinten Nationen meist eine untergeordnete Rolle, da sie allzu häufig durch Krisen und Konfliktbedingte Themen verdrängt werden. Um einen Beitrag zu einem differenzierteren Bild über die weltweiten Aufgaben und Herausforderungen der Vereinten Nationen zu leisten, bietet die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) in regelmäßigen Abständen Informations- und Recherchereisen für Journalistinnen und Journalisten an.

Angesichts des von der UN-Generalversammlung ausgerufenen Internationalen Jahres des Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung führt die nächste Journalistenreise der DGVN Ende August 2017 vom deutschen UN-Standort Bonn aus zum Sitz der Welttourismusorganisation nach Madrid sowie nach Marokko. An allen Orten werden unterschiedliche Aspekte von Nachhaltigkeit und Tourismus beleuchtet sowie die Potenziale, welche nachhaltiger Tourismus zu Entwicklung und zur Umsetzung der globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung der  Vereinten Nationen leisten kann. Dabei wird auch auf die Gefahren von Tourismus für Umwelt- und Klimaschutz hingewiesen und der Frage nachgegangen, was nachhaltigen Tourismus auszeichnet.

Chancen und Risiken für Entwicklung

Kaum eine andere Branche birgt so viele Chancen und Risiken für Nachhaltige Entwicklung wie der Tourismus. Laut UNWTO kommt er für etwa 10% des globalen Bruttosozialprodukts auf, während die Anzahl der Reisenden weltweit stetig weiter wächst. Somit ist Tourismus auf der einen Seite bereits heute weltweit für etwa jeden elften Job verantwortlich und ermöglicht es Menschen, einen Lebensunterhalt zu verdienen und der Armut zu entkommen. Auf der anderen Seite, profitieren von großen Tourismusprojekten selten die örtlichen Bevölkerungen. Zudem kann Tourismus, der nicht nachhaltig betrieben wird, gravierende Auswirkungen auf Menschenrechte, Klima und Umwelt haben.

Wie also sehen nachhaltige Tourismusprojekte aus? Welchen Beitrag können sie zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zur Umsetzung der Ziele für Nachhaltige Entwicklung leisten? Welches Engagement leisten die Vereinten Nationen? Und wie können Menschen in Deutschland nachhaltig verreisen? Diesen und weiteren Fragen wird die Journalistenreise an den verschiedenen Zielorten und in Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Vereinten Nationen, aus Praxis, Regierung und Zivilgesellschaft nachgehen.

Reisezeitraum und Programm

Die Reise findet vom 31. August 2017 – 6. September 2017 (+/- 1 Tag) statt und beginnt mit einem eintägigen Besuch auf dem Campus der Vereinten Nationen in Bonn, wo sich verschiedene UN-Institutionen mit nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz beschäftigen und eine Einführung in die Thematik erfolgt.

Von Bonn aus führt die Reise zunächst zum Sitz der Welttourismusorganisation (UNWTO) nach Madrid. Die UNWTO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und verfolgt das Ziel der Entwicklung eines verantwortlichen, nachhaltigen und universell zugänglichen Tourismus. Nach Gesprächen mit UNWTO-Vertreterinnen und -Vertretern erfolgt die Weiterreise nach Marokko.

In Marokko sind der Besuch von nachhaltigen Tourismusprojekten unter anderem in Marrakesch sowie Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der marokkanischen Regierung, der deutschen Botschaft, der Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen in der marokkanischen Hauptstadt Rabat geplant. Marokko versteht sich als Vorreiter für nachhaltigen Tourismus in der Region und verfolgt einen strategischen Reformprozess der Branche, um sie in Einklang mit den unterschiedlichen Zielen der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung zu bringen. Dabei wird das Land auch vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt.

Genauere Angaben zu den Flügen folgen und Abweichungen der Flüge können sich terminbedingt noch ergeben. Alle Flüge werden kompensiert.

Zielgruppe

Teilnehmen können insgesamt sechs Personen. Im Fokus der Ausschreibung stehen Journalistinnen und Journalisten, die für etablierte regionale Printmedien tätig sind. Radiojournalisten und freie Mitarbeiterinnen können sich ebenfalls bewerben, insofern sie eine Abnahme ihrer Medienbeiträge sicherstellen können.  

Reisestipendium und Kosten 

Die Kosten der Reise (Flüge, Unterbringung/Frühstück sowie Transfer- und weitere programmbezogene Kosten vor Ort) werden von der DGVN aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernommen. Weitere Kosten des Aufenthalts – z.B. für Mahlzeiten oder sonstige im Zusammenhang mit der Reise entstehende Kosten (Impfungen etc.) – müssen von den jeweiligen Heimatredaktionen, Arbeitgebern oder den Reisenden getragen werden. Da die DGVN nicht als Reiseveranstalter im Sinne des §§ 651a ff. BGB anzusehen ist, akzeptieren alle Reisende gegenüber der DGVN jeglichen Haftungsausschluss.

Bewerbung und Bewerbungsfrist

Sollten Sie als verantwortliche/r Leiter/in eines regional etablierten Mediums Interesse an der Teilnahme haben, freuen wir uns über eine schriftliche Bewerbung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Ihrem festen Redaktionsstamm. Der Bewerbung beizufügen ist ein Motivationsschreiben mit einer Auflistung möglicher journalistischer Beiträge im Nachgang der Reise sowie 

  • drei Arbeitsproben,
  • ein tabellarischer Lebenslauf,
  • eine Einverständniserklärung des Arbeitgebers/Mediums, den Mitarbeiter/die Mitarbeiterin für die Dauer der Reise freizustellen und die journalistischen Beiträge in Folge der Reise zeitnah zu veröffentlichen.

Die Bewerbung kann postalisch oder per E-Mail an Herrn Oliver Hasenkamp (hasenkamp@dgvn.de) übersendet werden. Die Bewerbungsfrist endet am 9. Juli 2017. Über die Auswahl der Reisenden entscheidet die DGVN. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

VERLÄNGERUNG BEWERBUNGSFRIST: Die Bewerbungsfrist wurde verlängert und endet am 17. Juli 2017, 12:00.

 

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne per E-Mail oder telefonisch unter 030-259375-11 zur Verfügung. Weitere Informationen – auch zu unseren zurückliegenden Journalistenreisen – finden Sie außerdem unter www.dgvn.de/veranstaltungen/journalistenreisen/

Kontakt:

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.
Zimmerstraße 26/27
D-10969 Berlin
Tel:  (030) 25 93 75-11
Fax: (030) 25 93 75-29
E-Mail: hasenkamp@dgvn.de
Web: www.dgvn.de