Migration

Integration – nicht nur eine Anpassung der Minderheit

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Der Mediendienst Integration bietet eine neue Plattform der Information und Diskussion. <a href="https://mediendienst-integration.de/">https://mediendienst-integration.de/</a>

Jeder fünfte Einwohner Deutschlands hat einen Migrationshintergrund, in deutschen Redaktionen hingegen nur jeder 50. Journalist. Diese Diskrepanz begünstigt, dass bisweilen ein verzerrtes Bild von Migranten konstruiert wird. Deshalb wurde der „Mediendienst Integration“ ins Leben gerufen und wird von der Projektleiterin Ferda Ataman und ihre Kollegin Rana Göroglu betreut.

Bei der Auftaktveranstaltung der Initiative am 27. November 2012 in Berlin stellte die Gastrednerin Gesine Schwan ihr Verständnis von Integration dar, das auch das Verständnis der Initiatoren dieses Projektes wiedergibt: „Integration ist eine ständige Aufgabe für alle Teile der Gesellschaft und nicht die Anpassung einer Minderheit in eine vermeintlich homogene Mehrheitsgesellschaft.“ Für Marianne Krüger-Potratz vom „Rat für Migration“ sollte Integration als gesamtgesellschaftlicher Veränderungsprozess verstanden werden: „Wir sollten diesen stattfindenden kulturellen Wandel medial begleiten, einfach um klarzustellen, dass es ihn tatsächlich gibt.“

Ein Angebot nicht nur für Journalistinnen und Journalisten

Der „Mediendienst Integration“ ist ein Serviceportal für Medienschaffende und andere Interessierte und bieten aktuelle Informationen zu Migration, Integration und Asyl in Deutschland. Die Journalistinnen des Dienstes arbeiten eng mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen. Ziel des Mediendienstes ist es, einen Paradigmenwechsel zu fördern und deutlich zu machen, dass Einwanderung und Vielfalt als gesellschaftliche Normalität zu sehen sind. Probleme und Kontroversen werden dabei nicht verschwiegen, sondern sollen als Anlass für die Suche nach adäquaten Lösungen dienen.

Der „Mediendienst Integration“ ist ein Projekt des „Rates für Migration“, eines bundesweiten, interdisziplinären Zusammenschlusses von Migrationsforscherinnen und -forschern aus Bereichen wie Politik, Jura, Geschichte, Bildung, Ethnologie und Islamwissenschaft.

Der Dienst soll zur Versachlichung der Debatte beitragen, indem schnell und zuverlässig Daten, Fakten und kompetente Ansprechpartner vermittelt werden. Auch sollen spannende Studien, Umfragen und Untersuchungen vorstellgestellt werden. Der „Mediendienst Integration“ befindet sich im Aufbau, bietet aber schon jetzt eine Fülle von Informationen und Diskussionsanstößen.

(Frank Kürschner-Pelkmann)