Journalistenreise

Leben und Überleben im vermeintlichen Urlaubsparadies? - Journalistenreise zu UN-Projekten auf den Malediven

Über 1,2 Millionen Menschen besuchen jährlich die Urlaubsresorts des 1192 Inseln umfassenden Staates Malediven. Sie erfahren selten etwas von dem Alltagsleben der 350 000 Malediver auf den rund 200 bewohnten Inseln, deren Leben ein harter Existenzkampf gegen die Naturgewalten und den durch den Menschen verursachten Klimawandel ist. Das Leben und Überleben auf den Inseln ist abhängig von dem Zustand des Meeres. Fischfang und Tourismus sind die Haupteinnahmequelle und sichern den Lebensunterhalt vieler Menschen.

Durch Landerosion und einen steigenden Meeresspiegel sind die Menschen gefährdet, den Boden unter ihren Füßen zu verlieren und als Klimaflüchtlinge ihre Heimat verlassen zu müssen. Die Malediven sind einer der ersten Staaten, die das Pariser Übereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen im Jahr 2016 ratifiziert haben. Welche Vorkehrungen werden auf den Inseln getroffen, um ihre bis zu 1,5 m über dem Meeresspiegel liegenden Inseln zu schützen, Trinkwasser zu sichern, Landwirtschaft zu betreiben, Flora und Fauna zu erhalten?

Seit mehr als 30 Jahren arbeiten die Vereinten Nationen mit ihren Organisationen (u.a. UNDP, UNICEF, UN Women, ILO, UNFPA, WHO) gemeinsam mit der Regierung des islamischen Staates zusammen. Leitmotiv der Zusammenarbeit ist die im September 2015 von den UN-Mitgliedstaaten verabschiedeten Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs).

Die Reise soll beleuchten, vor welchen Herausforderungen der Inselstaat steht und welche Maßnahmen die Vereinten Nationen gemeinsam mit ihren Partnern in den Ministerien, der Zivilgesellschaft sowie mit internationalen Expertinnen und Experten verfolgen, um die natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch und Tier zu erhalten, die SDGs zu erreichen und Entwicklung voranzubringen und „niemanden zurückzulassen“. Welchen Beitrag können sie zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zur Umsetzung der Ziele für Nachhaltige Entwicklung leisten? Was wurde erreicht und wo ist mehr Engagement der internationalen Gemeinschaft gefordert? Diesen und weiteren Fragen wird die Journalistenreise in Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Vereinten Nationen, Regierung und Zivilgesellschaft sowie in spannenden Projektbesuchen nachgehen.

Journalistenreisen der DGVN

In der deutschen Medienlandschaft spielen entwicklungspolitische Fragestellungen der Vereinten Nationen meist eine untergeordnete Rolle, da sie allzu häufig durch Krisen und konfliktbedingte Themen verdrängt werden. Um einen Beitrag zu einem differenzierteren Bild über die weltweiten Aufgaben und Herausforderungen der Vereinten Nationen zu leisten, bietet die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) in regelmäßigen Abständen Informations- und Recherchereisen für Journalistinnen und Journalisten an.

Reisezeitraum und Programm

Die Reise findet vom 19. April bis 25. April 2018 (+/- 1 Tag) statt. Zunächst führt die Reise auf die Hauptstadtinsel Malé. Von dort aus wird die Reise per Inlandsflug auf das südliche Laamu Atoll zur Projektbesichtigung fortgesetzt. Im Mittelpunkt der Reise werden Gespräche mit UN-Mitarbeiterinnen und -mitarbeitern sowie Entwicklungsexpertinnen und -experten stehen, überdies erfolgen Besuche und Gespräche mit betroffenen Menschen und politischen Mandatsträgern. Genaue Angaben zur Reiseplanung folgen. Abweichungen der Flüge und der genauen Reiseplanung können sich aus organisatorischen Gründen noch ergeben.

Zielgruppe

Teilnehmen können insgesamt sechs Personen. Im Fokus der Ausschreibung stehen Journalistinnen und Journalisten, die für etablierte regionale Printmedien tätig sind. Radiojournalisten und freie Mitarbeiterinnen können sich ebenfalls bewerben, insofern sie eine Abnahme ihrer Medienbeiträge sicherstellen können.

Reisestipendium und Kosten

Für die Mitreisenden fällt ein Eigenbeitrag in Höhe von 300€ an, der von den jeweiligen Heimatredaktionen, Arbeitgebern oder den Reisenden übernommen werden kann. Die darüber hinausgehenden Kosten der Reise (Flüge, Unterbringung/Frühstück sowie Transfer- und weitere programmbezogene Kosten vor Ort) werden von der DGVN aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernommen. Weitere Kosten des Aufenthalts – z.B. für Mahlzeiten oder sonstige im Zusammenhang mit der Reise entstehende Kosten (Impfungen etc.) – werden nicht übernommen. Da die DGVN nicht als Reiseveranstalter im Sinne des §§ 651a ff. BGB anzusehen ist, akzeptieren alle Reisende gegenüber der DGVN jeglichen Haftungsausschluss.

Bewerbung und Bewerbungsfrist - 12. Februar 2018

Sollten Sie als verantwortliche/r Leiter/in eines regional etablierten Mediums Interesse an der Teilnahme haben, freuen wir uns über eine schriftliche Bewerbung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Ihrem festen Redaktionsstamm. Der Bewerbung beizufügen ist ein Motivationsschreiben mit einer Auflistung möglicher journalistischer Beiträge im Nachgang der Reise sowie

  • drei Arbeitsproben,
  • ein tabellarischer Lebenslauf,
  • eine Einverständniserklärung des Arbeitgebers/Mediums, den Mitarbeiter/die Mitarbeiterin für die Dauer der Reise freizustellen und
  • die journalistischen Beiträge in Folge der Reise zeitnah zu veröffentlichen.

Die Bewerbung kann per E-Mail an Monique Lehmann (lehmann@dgvn.de) übersendet werden. Die Bewerbungsfrist endet am 12. Februar 2018. Über die Auswahl der Reisenden entscheidet die DGVN. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne per E-Mail oder telefonisch unter 030-259375-10 zur Verfügung. Weitere Informationen – auch zu unseren zurückliegenden Journalistenreisen – finden Sie außerdem unter www.dgvn.de/veranstaltungen/journalistenreisen/


Kontakt:

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.
Zimmerstraße 26/27
10969 Berlin

Tel: (030) 25 93 75-10
Fax: (030) 25 93 75-29
E-Mail: lehmann@dgvn.de
Web: www.dgvn.de