Zeitschrift VEREINTE NATIONEN aktuell

Kleine Staaten, große Politik?

Welchen Stellenwert hat die Mitgliedschaft in den UN für kleine Staaten? Können sie die eigenen Interessen dort wirkungsvoller durchzusetzen als in anderen Foren? Oder sehen sich diese Staaten von den großen Mitgliedstaaten an den Rand gedrängt? Diesen Fragen gehen im aktuellen Heft 2/2012 drei Beiträge nach. Günther Unser hat in seinem Beitrag die UN-Politik der drei deutschsprachigen Länder Österreich, Schweiz und Liechtenstein untersucht. Er kommt zu dem Schluss, dass sich die kleinen Staaten auf einige wenige Politikfelder beschränken und mit anderen kleinen Staaten zusammentun müssen, um ihre Interessen durchzusetzen. Wenn sie dies aber tun, können sie in diesen Bereichen überproportional Einfluss nehmen. Johannes Varwick und Jana Windwehr kommen bei ihrer Analyse der UN-Politik der nordischen Staaten zu ähnlichen Ergebnissen, sehen sogar einen noch größeren Zusammenhalt innerhalb dieser sehr homogenen Gruppe der ›Freunde der UN‹. Helmut Volger hat die Einflussmöglichkeiten der nichtständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat seit Ende des Ost-West-Konflikts untersucht. Auch sie konnten ihren Einfluss und Status schrittweise erhöhen.

Zur aktuellen Krise in Syrien schlägt Ekkehard Griep in seinem Standpunkt einen Optionen-Mix für das Handeln der UN vor.

Zum aktuellen Heft 2/2012.