Journalistenreise

Journalisten- und Multiplikatorenreise nach Genf und Dhaka/Bangladesch

Neben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) fördert auch das UN-Entwicklungsprogramm UNDP bessere Arbeitsbedingungen in Bangladesch/UN-Photo

Neben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) fördert auch das UN-Entwicklungsprogramm UNDP bessere Arbeitsbedingungen in Bangladesch/UN-Photo

Um einen Beitrag zu einem differenzierteren Bild über die weltweiten Aufgaben und Herausforderungen der Vereinten Nationen zu leisten, bietet die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) im Januar 2016 eine einwöchige Informations- und Recherchereise an. Die Reise führt an den UN-Standort Genf und nach Dhaka (Bangladesch) und damit in zwei Städte, die hervorragende Anschauungsmöglichkeiten für die Aufgaben der internationalen Gemeinschaft im UN-Rahmen bieten.

 
Würdige Arbeitsbedingungen  – Ein drängendes Thema
Nicht erst seit dem Einsturz  einer Textilfabrik in Bangladesch im April 2013, bei dem über 1100 Menschen starben, ist die Debatte um würdige und sichere Arbeitsplätze ein wichtiges Thema globaler entwicklungspolitischer Aktivitäten. Auch in Deutschland steht es mittlerweile weit oben auf der politischen Agenda und ist ein Kernelement zahlreicher Initiativen. Im Abschlussdokument des Rio+20-Gipfels über nachhaltige Entwicklung im Jahr 2012 erhielt „decent work“, also (menschen-)würdige Arbeitsbedingungen, ein eigenes Kapitel. Würdige Arbeit wird darin als zentrales Ziel herausgestellt. Zurecht, denn sie ist Voraussetzung und Antriebsfaktor für nachhaltige Entwicklung. Im Rahmen der Vereinten Nationen ist vor allem die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) für diese Themen zuständig.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon mit Sheikh Hasina, Premierministerin der Volksrepublik Bangladesch/UN-Photo
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon mit Sheikh Hasina, Premierministerin der Volksrepublik Bangladesch/UN-Photo

Programm und Reisezeitraum
Die Reise findet vom 21.1.-28.1.2016 statt. Vorgesehen ist die Zusammenkunft in Genf am 21.1.2016, so dass das Programm vor Ort am Morgen des 22.1.2016 beginnen wird. Am 24.1.2016 steht der Weiterflug nach Dhaka, die Hauptstadt Bangladeschs, an. Am 28.1.2015 geht es zurück nach Deutschland.*


*geringe Abweichungen der Flüge können sich terminbedingt noch ergeben.

Genf ist nicht nur Sitz der Internationalen Arbeitsorganisation sondern– neben New York – auch wichtiger Sitz der UN insgesamt. In Ergänzung zu Gesprächen mit hochrangigen ILO-Vertreterinnen und Vertretern soll deshalb auch Gelegenheit bestehen, weitere Handlungsfelder und Institutionen, wie beispielsweise den Menschenrechtsrat, kennen zu lernen. Wie kann „Mainstreaming“ von würdiger Arbeit stattfinden? Welche Menschenrechtsstandards gelten? Wie kann man würdige Arbeit messen und welche Rolle spielt sie für nachhaltige Entwicklung und das Erreichen internationaler Entwicklungsziele? Dies sind Fragen, zu denen in Genf außerordentliche Expertise, kundige und interessante Gesprächspartner sowie Informationen aus erster Hand angeboten werden können. Der zweite Teil der Reise steht im Zeichen der Praxis. Seit dem Einsturz der Textilfabrik in Sabhar 2013 gilt Bangladesch als trauriges Sinnbild für unsichere und unwürdige Arbeitsplätze besonders in der Textilverarbeitungsindustrie. Zwar hat sich seit dem Unglück einiges getan, was Arbeitsschutz- und Sicherheitsmaßnahmen oder fairere Löhne angeht. So hat die Regierung unter Premierministerin Sheikk Hasina in Bangladesch einen nationalen Handlungsplan ins Leben gerufen, der eine sichere und nachhaltige Bekleidungsindustrie schaffen soll. Was sich konkret verbessert hat und welche Rolle die Vereinten Nationen in diesem Rahmen spielen wird bei zahlreichen Projektbesuchen im Fokus stehen. Die Vereinten Nationen, neben der ILO unter anderem auch Agenturen wie UNDP oder das Stadtentwicklungsprogramm UN-Habitat, arbeiten vor Ort in vielen Projekten zum Thema würdige und sichere Arbeit. Zudem gibt es auch einige interessante Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, deren Besuch ebenfalls sehr lohnenswert ist.

Die ILO ist die älteste Sonderorganisation der Vereinten Nationen, sie wurde bereits 1919 gegründet und hat ihren Sitz in Genf.
Die ILO ist die älteste Sonderorganisation der Vereinten Nationen, sie wurde bereits 1919 gegründet und hat ihren Sitz in Genf.

Zielgruppe

Teilnehmen können insgesamt sechs Personen. Im Fokus der Ausschreibung stehen Journalistinnen und Journalisten die für etablierte regionale Printmedien tätig sind. Desweiteren können sich Verantwortliche aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit in Gewerkschaftseinrichtungen oder von Arbeitgeberverbänden um die Teilnahme an der Reise bewerben. Hierfür stehen zwei Plätze zur Verfügung.

Reisestipendium und Kosten

Die Kosten der Reise (Flüge, Unterbringung/Frühstück sowie Transfer- und weitere programmbezogene Kosten vor Ort) werden von der DGVN aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernommen. Weitere Kosten des Aufenthalts – z.B. für Mahlzeiten oder sonstige im Zusammenhang mit der Reise entstehende Kosten (Visum, Impfungen etc.) – müssen von den jeweiligen Heimatredaktionen, Arbeitgebern oder den Reisenden übernommen werden. Da die DGVN nicht als Reiseveranstalter im Sinne der §§ 651a ff BGB anzusehen ist, akzeptieren alle Reisenden gegenüber der DGVN jeglichen Haftungsausschluss.

Bewerbung und Bewerbungsfrist

Für Journalistinnen und Journalisten:

Sollten Sie als verantwortliche/r Leiter/in eines regional etablierten Mediums Interesse an der Teilnahme haben, freuen wir uns über eine schriftliche Bewerbung von Mitarbeiter/innen aus Ihrem festen Redaktionsstamm. Der Bewerbung beizufügen ist

  • ein Motivationsschreiben mit einer Auflistung möglicher journalistischer Beiträge im Nachgang der Reise
  • drei Arbeitsproben
  • ein tabellarischer Lebenslauf
  • eine Einverständniserklärung des Arbeitgebers/Mediums, den Mitarbeiter/die Mitarbeiterin für die Dauer der Reise freizustellen und die journalistischen Beiträge in Folge der Reise zeitnah abzudrucken.


Bewerberinnen und Bewerber aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit von Arbeitgeberverbänden oder Gewerkschaften fügen der Bewerbung bitte bei:

  • ein Motivationsschreiben mit einer Auflistung möglicher Anknüpfungspunkte und Integrationsmöglichkeiten der Inhalte in Ihr Programm zur Weitervermittlung an Dritte
  • Beispiele bisher geleisteter Öffentlichkeitskampagnen 
  • einen tabellarischen Lebenslauf
  • eine Einverständniserklärung des Arbeitgebers, den Mitarbeiter/die Mitarbeiterin für die Dauer der Reise freizustellen und die Inhalte der Studienreise oder andere Aktivitäten der Vereinten Nationen im Bereich Nachhaltigkeit, Entwicklung und würdige Arbeitsbedingungen öffentlichkeitswirksam zu verarbeiten und zu präsentieren.

Die Bewerbung kann postalisch oder per E-Mail an Herrn Dr. Alfredo Märker (maerker@dgvn.de ) übersendet werden. Die Bewerbungsfrist endet am 25. Oktober  2015. Über die Auswahl der Reisenden entscheidet die DGVN. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.


Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne per E-Mail oder telefonisch unter 030-259375-23 zur Verfügung. Weitere Informationen – auch zu unseren zurückliegenden Journalistenreisen – finden Sie außerdem unter www.dgvn.de/veranstaltungen/journalistenreisen/


Kontakt:


Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.
Zimmerstraße 26/27
D-10969 Berlin
Tel: (030) 25 93 75-24
Fax: (030) 25 93 75-29
E-Mail: maerker@dgvn.de
Web: www.dgvn.de

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