UN-Aktuell Nachhaltigkeit

Große Vision für eine bessere Welt

Auf dem Bild sieht man das Logo des Sustainable Development Solutions Network - SDSN

SDSN-Logo

Nachhaltige Entwicklung gilt als die Leitidee für die soziale und wirtschaftliche Zukunft unseres Planeten. Die Vereinten Nationen stehen im Zentrum der aktuellen Diskussion um nachhaltige Entwicklungsziele für alle Länder. Doch „es fehlt eine übergreifende Vision, die das Streben nach Wohlstand und Entwicklung, den Abbau sozialer Ungleichheiten und einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt vereint“, meint Jeffrey D. Sachs, Leiter des 2012 unter der Schirmherrschaft des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon gegründeten Netzwerks für nachhaltige Entwicklungslösungen (Sustainable Development Solutions Network - SDSN) der Vereinten Nationen. Das Netzwerk will diese Lücke schließen.

Das erklärte Ziel des unabhängigen und innovativen Netzwerkes ist es, praktische Lösungen für nachhaltige Entwicklung auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene zu initiieren und zu fördern. Das Netzwerk mobilisiert Universitäten, Forschungszentren, Privatunternehmen und die Zivilgesellschaft in allen Teilen der Welt, um konkrete Projekte vor Ort zu unterstützen.

Auf dem Text sieht man Jeffrey D. Sachs, Leiter des Sustainable Development Solutions Network (SDSN)
Jeffrey D. Sachs, SDSN-Leiter

Jeffrey D. Sachs, renommierter Ökonom sowie Direktor des Earth Institutes an der Columbia Universität, der zusammen mit Ex-Generalsekretär Kofi Annan die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen wesentlich entwickelt hat, betont die Neuartigkeit des Netzwerkes, das Wissenschaft, Zivilgesellschaft und die Privatwirtschaft zusammen an einen Tisch bringt.
Das SDSN versucht auch politischen Einfluss zu nehmen, indem es

  • inhaltliche Unterstützung sowie Beratung des High-Level-Panel (HLP) zur Post-2015-Agenda tätigt;
  • im Netzwerk zwölf thematischen Gruppen zu den Kernfragen nachhaltiger Entwicklung aufbaut;
  • die Konzeption und Umsetzung von „Solution Initiative“, die einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten können, verfolgt;
  • den Aufbau regionaler SDSN-Netzwerke zur Unterstützung praktischer Lösungsansätze auf regionaler Ebene verfolgt.

Aktuell unterstützt es z.B. Projekte in Gebieten der Subsahara, welche die Energieversorgung in der Region sichern sollen. Dafür werden innovative Technologien und Geschäftsmodelle entwickelt, um den Ausbau der Infrastruktur und den Energiezugang der Menschen vor Ort voranzutreiben. Auch die Mega-City Rio de Janeiro steht vor großen infrastrukturellen Herausforderungen. Nicht nur werden mehr Wohnmöglichkeiten für die ständig wachsende Bevölkerung benötigt, es muss auch ein langfristiges und vor allem nachhaltiges Konzept für Transportmöglichkeiten innerhalb der Stadt entwickelt werden. Das Netzwerk engagiert sich hier, indem es unter anderem eine Fahrrad-Initiative unterstützt.  

Inken Gärtner

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