Zeitschrift VEREINTE NATIONEN aktuell

Flüchtlingszahlen vervierfacht

António Guterres sitzt vor einer Tafel in einem Klassenraum und spricht freudig mit syrischen Flüchtlingskindern im Beeka Valley, Libanon, im März 2014.

António Guterres mit syrischen Flüchtlingskindern im Beeka Valley, Libanon, im März 2014. Foto: UNHCR/A. McConnell

In den letzten vier Jahren hat sich die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen weltweit vervierfacht – auf die heutige Rekordzahl von knapp 60 Millionen. Weil Dauerkrisen wie Syrien und Irak und anderswo nicht gelöst werden, sind immer mehr Menschen gezwungen, ihre Heimatländer zu verlassen. Im aktuellen Heft 4/2015 der Zeitschrift Vereinte Nationen spricht der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen António Guterres im Interview unter anderem über die Ursachen des dramatischen Anstiegs der Flüchtlingszahlen, den gravierenden Mangel an Ressourcen und die dringende Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Asyl- und Migrationsstrategie. Guterres: „Wir haben nicht mehr die Mittel, um wenigstens ein Mindestmaß an Schutz und Unterstützung bieten zu können, den die Menschen benötigen“.

In weiteren Beiträgen bilanziert unter anderem Harald Müller die gescheiterte Überprüfungskonferenz des nuklearen Nichtverbreitungsvertrags vom Mai 2015, kommentieren Michael Brzoska und Götz Neuneck das erfolgreiche Atomabkommen mit Iran und bewertet Birgit Lode die Erfolgsaussichten der Klimakonferenz in Paris.

Zum Heft VN 4/2015

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