DGVN-Nachrichten

Ehrenmedaille der DGVN an Brahimi und Schülergruppe

Irak-Beauftragter und Außenminister Fischer sprechen am 8. Juli in München

Berlin, 30. Juni 2004. Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) wird am Donnerstag, den 8. Juli 2004, in München die Dag-Hammarskjöld-Medaille an den Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Irak, Lakhdar Brahimi, verleihen. Ein weiterer Preis zur Anerkennung zivilgesellschaftlichen Engagements für die Weltgemeinschaft geht an die
Heidelberger Schülergruppe „Aktion Völkerrecht“. Bundesaußenminister Joschka Fischer hält die Laudatio. Die Bayerische Staatsministerin der Justiz, Frau Dr. Beate Merk, wird ein Grußwort für die Landesregierung sprechen.

Brahimi erhält den Preis vor allem für seinen Einsatz in Afghanistan und seine als „Brahimi Report“ bekannt gewordene Initiative zu den UN-Friedensmissionen. Der gebürtige Algerier gilt schon lange als der Mann für alle Fälle von UN-Generalsekretär Kofi Annan. Er begann seine UN-Karriere in Krisengebieten in Zaire, dem Jemen, Liberia und Südafrika. Seine reichhaltigen
Erfahrungen, aber auch Enttäuschungen prägten die Studie zur Reform der UN Friedensmissionen, die in Fachkreisen „Brahimi Report“ genannt wird. Die Heidelberger Schülergruppe „Aktion Völkerrecht“ hat sich anlässlich des Irak-Krieges zusammengefunden, um das Gewaltmonopol des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zu unterstreichen. Die Schüler haben bis heute über 17.000 Unterschriften zur Stärkung der Vereinten Nationen gesammelt und damit einen bereits 69 Meter langen symbolischen Schutzwall für das Völkerrecht errichtet.

Die Dag-Hammarskjöld-Medaille wird seit 1977 von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen für herausragende Verdienste um die Förderung der Lösung der Weltprobleme durch das System der Vereinten Nationen verliehen. Bisherige Preisträger waren u. a. Prinz Sadruddin Aga Khan, Robert S. McNamara, Gro Harlem Brundtland und Tadeusz Mazowiecki.

Über die Veranstaltung kann berichtet werden. Akkreditierungen sind aufgrund des begrenzten Platzangebotes erforderlich.