UN-Aktuell Stadt & Land

DGVN bei der Habitat-III-Konferenz

Vom 17. – 19. Oktober findet die Habitat-III-Konferenz zu nachhaltiger Urbanisierung in Quito statt. Sie ist die erste große Implementierungs-konferenz der Vereinten Nationen nach der Verabschiedung der neuen Nachhaltigkeitsziele und dem Erfolg der COP21-Klimaverhandlungen. Sie ist der Startpunkt für die „New Urban Agenda“, die in umfangreichen Verhandlungen und Konsultationen weltweit in den vergangenen Jahren ausgearbeitet wurde.

Start der New Urban Agenda in Quito 

Als 1976 Urbanisierung das erste Mal mit der Habitat I Konferenz auf die internationale Ebene rückte, lebten gerade einmal 37,9 Prozent der Weltbevölkerung in Städten. Alarmiert von rapide ansteigenden Migrationsbewegungen in Städte weltweit, wurde eine nachhaltige, urbane Entwicklung als internationale Herausforderung erkannt. Heute leben bereits 54,5 Prozent aller Menschen in Städten. Bis 2050 könnten es sogar 80 Prozent sein. 

Wem gehört die Stadt?

Auf der Habitat-I-Konferenz, wurde vor allem über die mit Urbanisierung verbundenen Risiken diskutiert. Heute, 40 Jahre später, steht das Potenzial wachsender Städte im Mittelpunkt. In Städten pulsiert das Leben. Sie sind Orte der Innovation und Kreativität, der Kultur und Kunst, der Erholung und Erschöpfung, sie sind bunt und lebendig. Aber sie sind auch Orte von Armut und Elend, Anonymität und Ausgrenzung, von wachsendem Verkehr und Umweltverschmutzung. Städte sind der Lebensmittelpunkt von immer mehr Menschen. Deshalb gilt: Wir müssen die Zukunft unserer Städte aktiv und vorausschauend gestalten.

Think Global, Act Local!

Vom 17. – 19. Oktober findet die Habitat-III-Konferenz zu nachhaltiger Urbanisierung in Quito statt. Sie ist die erste große Implementierungskonferenz der Vereinten Nationen nach der Verabschiedung der neuen Nachhaltigkeitsziele und dem Erfolg der COP21. Sie ist der Startpunkt für die „New Urban Agenda“, die in umfangreichen Verhandlungen und Konsultationen weltweit in den vergangenen Jahren ausgearbeitet wurde. Die New Urban Agenda ist ein (Policy-)Rahmen, um Potentiale in Städten zu entdecken und zu entfalten, um global voneinander zu lernen, Herausforderungen gemeinsamen anzugehen und um Best-Practice-Beispiele auszutauschen. Ganz nach dem Motto „think global – act local“.

Die DGVN ist in Quito vor Ort und wird live aus der ecuadorianischen Hauptstadt berichten – auf der DGVN-Website, auf Facebook und Twitter.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Manfred Konukiewitz

    ›Istanbul + 5‹ Menschliche Siedlungen: Sondertagung der Generalversammlung

    Menschliche Siedlungen: Sondertagung der Generalversammlung – Beteiligung der Kommunen – Prozedurale Innovation durch ›themenbezogenen Ausschuß‹ – Recht auf angemessene Unterkunft – Überprüfungsaufgabe unerledigt. mehr

  • Friederike Bauer

    Habitat II

    Habitat II: ›Erklärung und Agenda von Istanbul‹ - Zukunft der Städte - Unverbindliche Absichtserklärungen und förderliche Strategien - Keine neuen Mittel (29). mehr

  • Annika Lenz

    UN-Basis-Informationen 53 Vereinte Nationen und Stadtentwicklung