DGVN-Nachrichten

DGVN am Tag der Vereinten Nationen in Bonn

DGVN-Mitglieder am Bonner Stand. Photo/DGVN

Die in Bonn ansässigen 18 UN-Sekretariate und andere international tätige Einrichtungen wie die DGVN stellten sich den Besucherinnen und Besuchern vor. Das Fest zum Tag der Vereinten Nationen findet jeweils an einem Samstag in zeitlicher Nähe zum 24. Oktober, dem eigentlichen „Geburtstag“ der UN, auf dem Bonner Marktplatz statt.

Am Vorabend des Festes fand das traditionelle „Bonner UNO-Gespräch“ statt. Dieses Jahr hielt den Vortrag Prof. Dr. Meinhard Miegel zum Thema „Von der Konsum- zur Wohlstandskultur“. Grußworte sprachen der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, der Direktor des Instituts für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen Prof. Dr. Jakob Rhyner, sowie der Vorsitzende des DGVN-Landesverbands Nordrhein-Westfalen Dr. Thomas Weiler.

In seinem Vortrag spann Miegel, Vorstandsvorsitzender des Denkwerks Zukunft – Stiftung kulturelle Erneuerung, einen weiten Bogen von der Steinzeit zur Gegenwart. Der Mensch sei damals wie heute als homo rapax auf Raubzügen unterwegs gewesen. Während dieses Verhalten über die Jahrtausende noch verträglich war, bedroht es heute den Planeten. Die Konsumkultur, die sich seit den siebziger Jahren in der westlichen Welt und seit einigen Jahren auch in anderen Teilen der Welt ausgebreitet hat, sei schlicht räuberisch und damit zerstörerisch. 

Dr. Meinhard Miegel, Jürgen Nimptsch, Dr. Thomas Weiler, Prof.Dr. Jakob Rhyner (von links). Photo/Stadt Bonn

Miegel gibt viele Beispiele, die das dramatische Ausmaß der Ausbeutung der planetaren Ressourcen verdeutlichen. Er plädiert für ein neues Verständnis von Wohlstand, weg vom rein materiellen hin zu mehr immateriellen Wohlstand: „Wirklicher Wohlstand ist Freude an der Natur, der Kunst, dem Schönen, dem Lernen: Das sind menschengemäße Häuser und Städte mit Straßen und Plätzen; das ist ein intelligentes Verkehrssystem und gelegentliche Stille“, so Miegel.

Lesen Sie hier die Rede im Volltext.