Presseinformationen

Deutsche UN-Gesellschaft erklärt Klimapolitik zur präventiven Sicherheits- und Friedenspolitik

29. DGVN-Mitgliederversammlung tagte in Leipzig, geschäftsführender Vorstand bestätigt

Die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) haben am vergangenen Wochenende auf ihrer 29. Hauptversammlung in Leipzig eine Erklärung zur „Klimapolitik als präventive Sicherheits- und Friedenspolitik“ verabschiedet. Darin heißt es u.a.: „Bei der Anpassung an die vom Klimawandel verursachten Lasten sollten die Industrieländer auch im Lichte ihrer historischen Verantwortung gegenüber den Entwicklungsländern größtmögliche Solidarität zeigen. Die DGVN fordert eine schnelle Erhöhung der Mittel für die durch den Klimawandel verursachten Anpassungsleistungen. Die DGVN tritt dafür ein, dass im Rahmen des UN-Systems ein Klimawandel-Folgen-Fonds eingerichtet wird.“ Die vollständige Erklärung der DGVN findet sich hier.

Neben der Verabschiedung der Klimaresolution standen in Leipzig die Vorstandswahlen und die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages (siehe Bild) mit dem Jungen UNO-Netzwerk (JUNON) im Mittelpunkt. JUNON ist ein bundesweiter Zusammenschluss von über 20 Gruppen junger Menschen, die sich mit den Vereinten Nationen befassen.

Die Wahlen bestätigten Prof. Dr. Thomas Bruha, Völkerrechtler aus Hamburg als Bundesvorsitzenden. Detlef Dzembritzki, SPD-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Unterausschuss Vereinten Nationen im Deutschen Bundestag, und Ekkehard Griep, Berlin bleiben stellvertretende Vorsitzende. Weitere Mitglieder des neuen DGVN-Vorstands sind der Bundestagsabgeordnete Winfried Nachtwei (Die GRÜNEN), der nordrhein-westfälische Landesminister Armin Laschet (CDU), Prof. Dr. Manuel Fröhlich, Jena, Dr. Wolfgang Münch, Nikosia, Dr. Christian Tams, Kiel, Sabine Birken, Münster, und Astrid van der Merwe, Berlin. Ana Dujic, Berlin, bleibt ebenfalls im Vorstand und zugleich Schatzmeisterin der DGVN.
Die DGVN versteht sich als Bindeglied zwischen den Vereinten Nationen und der deutschen Öffentlichkeit. Sie besteht seit 55 Jahren und verfolgt das Ziel, eine breite gesellschaftliche Basis für die Politik der Weltorganisation zu schaffen und das Bewusstsein für die Tätigkeiten der Vereinten Nationen zu schärfen.

Protokoll der Mitgliederversammlung vom 8.12.2007

  
Pressekontakt:
Dr. Beate Wagner, Generalsekretärin, 030-259375-20

 

Am Vorabend der Mitgliederversammlung fand in der Leipziger Börse eine Podiumsdiskussion zur deutschen UN-Politik statt. Die Dokumentation finden Sie hier.