Zeitschrift VEREINTE NATIONEN aktuell

Der Schutz von Kulturerbestätten

Der IS veröffentlichte Bildmaterial von der Zerstörung einzelner Kulturgüter in Syrien wie dem Tempel des Baal-Schamin in Palmyra im August 2015.

Die Terrororganisation Islamischer Staat/Da’esh (IS) kontrolliert seit Sommer 2013 weite Gebiete in Syrien und Irak und terrorisiert die dortige Bevölkerung, deren Lage sich weiterhin dramatisch verschlechtert. Unzählige Menschen fliehen vor den bewaffneten Auseinandersetzungen in ihrer Heimat, vor Gewalt, Zerstörung und der Hungersnot. Neben dem menschlichen Leid verantwortet der IS die Sprengung antiker Bauwerke, wie zum Beispiel dreier berühmter Grabtürme in der antiken syrischen Oasenstadt Palmyra. In Heft 1/2016 der Zeitschrift Vereinte Nationen zeigt Sabine von Schorlemer in ihrem Beitrag auf, inwieweit die gezielte Zerstörung von Kulturerbe sich zu einem Gegenstand der UN-Sicherheitspolitik entwickelt hat und geht der Frage nach, wie es gelingen kann, die Völkerrechtsordnung angesichts mutwilliger Verstöße robuster zu gestalten.

Weitere Beiträge im Heft: Helmut Volger zeichnet die historischen und aktuellen Entwicklungen des Verfahrens zur Wahl des Generalsekretärs der Vereinten Nationen nach; Cordula Meyer Mahnkopf arbeitet die Beziehungen Myanmars zu den Vereinten Nationen seit seiner Mitgliedschaft im Jahr 1948 auf. Anhand von konkreten Fallbeispielen beschreibt Martin Pabst, inwiefern die Vereinten Nationen an Entkolonialisierungsprozessen beteiligt waren; Oliver Hasenkamp analysiert, wie sich pazifische Inselentwicklungsstaaten durch Strategien und Allianzen etwa beim Thema Klimawandel Gehör verschaffen.

Zum Heft 1/2016

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