UN-Aktuell Gute Gesundheitsversorgung (SDG 3)

Bluthochdruck - die schleichende Gefahr

Dieses Bild zeigt eine Menschenmenge. Über den meisten Menschen schwebt eine Angabe von erhöhtem Blutdruck. Foto: WHO

Unsichtbar, aber präsent: Die weltweite Volkskrankheit Bluthochdruck, Foto: WHO

Über eine Billion Menschen auf der Welt sind von erhöhtem Blutdruck (Hypertonie) betroffen. Das als Volkskrankheit bezeichnete Leiden betrifft weltweit jeden dritten der Erwachsenen über 25 Jahren. In diesem Jahr steht die Krankheit, die häufig wenig Aufmerksamkeit erfährt, im Blickpunkt des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufenen Weltgesundheitstages am 7. April.

Ein erhöhter Blutdruck bleibt besonders häufig am Anfang unerkannt und folglich auch unbehandelt, kann jedoch zu schwerwiegenden Konsequenzen führen: er gilt als Auslöser für Herzleiden und Schlaganfälle, welche die Hauptursachen für Todesfälle und Behinderungen darstellen. Besonders betroffen sind afrikanische Staaten mit niedrigem Einkommen, in denen bis zu 40 Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Als Gründe hierfür gelten der nicht vorhandene Zugang zu blutdrucksenkenden Medikamenten und der geänderte Lebenswandel durch eine erhöhte Urbanisierung. Auch haben Forscher festgestellt, dass Afrikaner aufgrund einer bestimmten Genmutation eine erhöhte Sensibilität für Kochsalz aufweisen. Dies kann eine verstärkte Salzretention in der Niere zur Konsequenz haben.

Der Weltgesundheitstag beschäftigt sich mit der Frage, wie Bluthochdruck verhindert bzw. kontrolliert werden kann. Die WHO setzt sich in ihrer Kampagne für eine bessere Gesundheitsversorgung und Lebensqualität der Menschen vor Ort ein.

 

Von Inken Gärtner