DGVN-Nachrichten Veranstaltungsbericht

Bericht zur DGVN-Fachtagung "70 Jahre Vereinte Nationen: Legitimität, Krise und Potenzial"

 

DGVN-Fachtagung anlässlich 70 Jahre Vereinte Nationen: Legitimität, Krise und Potenzial

Berlin, 22. Oktober 2015. Anlässlich des 70. Gründungsjubiläums der Vereinten Nationen dieses Jahr lud der Forschungsrat der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) am 8. und 9. Oktober 2015 zu einer Fachtagung nach Berlin ein. Unter dem Titel „70 Jahre Vereinte Nationen – Legitimität, Krise und Potenzial“ diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik die Rolle der Vereinten Nationen in der Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Die Themen waren: Friedenssicherung, demokratische Legitimität der UN, 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung sowie Menschenrechte. Die Tagung fand mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Apfelbaum in der Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg statt.

 

 

Panel 1: UN-Friedenssicherung – kein Allheilmittel, aber unverzichtbar

 

 

Im ersten Panel beschäftigten sich die TeilnehmerInnen mit der Frage „Was bleibt von der Friedensmacht UN?“ . Es diskutierten Prof. Dr. Johannes Varwick von der Universität Halle-Wittenberg und Vertreter des DGVN-Forschungsrates, Wibke Hansen vom Zentrum für Internationale Friedenseinsätze, Prof. Dr. Joachim Koops von der Freie Universität Brüssel und Mitherausgeber des „Oxford Handbook of United Nations Peacekeeping Operations“, Winfried Nachtwei, MdB a.D. und im DGVN-Vorstand und Thomas Fitschen vom Auswärtigen Amt. 

 

 

Panel 2: Kontrolle nationaler UN-Politik – welche Kontrolle wollen wir?

 

 

Im zweiten Panel wurde die Legitimität der Vereinten Nationen selbst wiederholt debattiert. Auch wenn die Legitimität nationaler UN-Politik meist weniger im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit steht, wurde jedoch schnell deutlich, dass beide Legitimitäts-Ebenen eng miteinander verknüpft sind. Es diskutierten: Jürgen Trittin, MdB und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, Patrick Rosenow  von der Universität Jena, Prof. Dr. Wolfgang Wagner von der Freie Universität Amsterdam mit der Moderation von Prof. Dr. Andrea Liese (Universität Potsdam und DGVN-Forschungsrat).

 

 

Panel 3: Die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung – Ein neuer Gesellschaftsvertrag?

 

Welche Antworten kann die im September 2015 in New York verabschiedete 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung auf die Herausforderungen für Entwicklungs- und Umweltpolitik geben? Wo liegen die Stärken, wo die Schwächen der Agenda, insbesondere bezüglich der Umsetzung? Wie wird die Agenda in Deutschland umgesetzt? Diesen Fragen widmeten sich die Referentinnen und Referenten des dritten Panels. Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Marianne Beisheim (Stiftung Wissenschaft und Politik und DGVN-Forschungsrat). Es diskutierten Dr. Silke Weinlich (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik und DGVN-Forschungsrat), Thomas Gass (United Nations Assistant Secretary General for Policy Coordination and Inter-Agency Affairs), Bärbel Höhn (MdB und Vorsitzende des Umweltausschusses), Dr. Ingolf Dietrich (Leiter der Sondereinheit Nachhaltige Entwicklungsziele/Post-2015 im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – BMZ), Jürgen Maier (Forum Umwelt und Entwicklung), Tanja Castor (Corporate Sustainability Strategy, BASF).

 

 

Panel 4: UN-Menschenrechtsschutz – wie besser durchsetzen?

 

Mit dem Thema des Menschenrechtsschutzes befassten sich die PanelistInnen des vierten Panels Die Herausforderung liege jedoch, so das FAzit der Diskussion, in der Umsetzung eines solchen Schutzes. Moderator Prof. Dr. Norman Weiß (MenschenRechtsZentrum Potsdam und DGVN-Forschungsrat) diskutierte die Herausforderungen mit den Panelisten Botschafter Joachim Rücker (Ständiger Vertreter Deutschlands bei den UN in Genf und Präsident des Menschenrechtsrats), Annette Groth (MdB und Obfrau im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe), Prof. Dr. Beate Rudolf (Deutsches Institut für Menschenrechte) und Prof. Dr. Anja Mihr (HUMBOLDT-VIADRINA Center on Governance through Human Rights).

 

 

Den gesamten Veranstaltungsbericht sowie das Programm finden Sie hier.