UN-Aktuell Zivilgesellschaft

5. Dezember: Internationaler Tag des Ehrenamtes

Die Briefmarke zur Würdigung des Ehrenamtes

Briefmarke zur Würdigung des Ehrenamtes

Am 5. Dezember findet alljährlich der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. Weltweit soll auf die ehrenamtliche Arbeit aufmerksam gemacht und freiwilliges Engagement gewürdigt werden. Allein in Deutschland engagieren sich 23 Millionen Menschen. 

Mit dem internationalen Tag will die UN den freiwilligen, unentgeltlichen Beitrag von Menschen für ihre Gesellschaft würdigen und ihr Wirken ins öffentliche Bewusstsein rücken. Von ehrenamtlicher Arbeit profitiert sowohl die Gemeinschaft als auch der jeweilige Freiwillige. Sie stärkt das Vertrauen und die Solidarität innerhalb der Gesellschaft und schafft Partizipationsmöglichkeiten. Der Freiwilligen-Tag wurde am 17. Dezember 1985 durch die UN-Resolution 40/212 beschlossen. 

In Deutschland nehmen ehrenamtliche Helfer eine wichtige Rolle ein. Sie arbeiten etwa in Sportvereinen, der Kirche, in der Jugendsozialarbeit oder als Laien und Schöffen an Gerichten. 23 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland im Ehrenamt. Dabei investieren sie durchschnittlich 16 Stunden monatlich. Freiwillige Arbeit gewinnt in alternden Gesellschaften insbesondere in der Alten- und Krankenpflege an Bedeutung und kann  fehlendes Personals und steigende Kosten in diesen Bereichen kompensieren.

UNV – geförderte Solidarität weltweit

Auch im Rahmen der Vereinten Nationen können sich Einzelpersonen beispielsweise im Bereich der Entwicklungshilfe einbringen und andere Menschen an ihren Erfahrungen und Kenntnissen teilhaben lassen. Ehrenamtliche Arbeit ist für die UN somit ein wichtiger Bestandteil. Das Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (UNV) leistet auf Basis freiwilliger Arbeit weltweit einen Beitrag zu Frieden und Entwicklung. Es tritt dafür ein, das Ehrenamt stärker in Entwicklungsprogramme einzubinden und das Potenzial dieser vielfältigen „Ressource“ zu mobilisieren.

Das UNV unterstützt Friedens- und Aufbauprozesse, indem es die Arbeit und die Anerkennung von Freiwilligen forciert. Außerdem vermittelt es weltweit erfahrene UN-Freiwillige an entsprechende Entwicklungsprogramme. Ehrenamtliche Tätigkeit gilt bei der UNV als ein universelles Gut, bei dem besonders vier Eigenschaften zählen: freier Wille, Hingabe, Verpflichtung und Solidarität.

Jährlich mobilisiert das UNV mehr als 7.700 Freiwillige, von denen ca. 80 Prozent aus Entwicklungsländern stammen. 30 Prozent von ihnen leisten ihren Dienst im eigenen Land. Im Rahmen der Arbeit als Entwicklungshelfer helfen sie beispielsweise bei der Organisation von lokalen und nationalen Wahlen und unterstützen Peacekeeping- und humanitäre Einsätze. Ein Drittel aller zivilen Mitarbeiter in UN-Friedensmissionen sind ehrenamtliche Helfer.

Weitere Informationen zur Freiwilligenarbeit finden Sie im Bericht über Lage der Freiwilligenarbeit in der Welt von 2011.