Im Jahresabrüstungsbericht 2008 der Bundesregierung heißt es, die Bundesregierung setze sich "für eine Rüstungskontrollpolitik im internationalen Rahmen ein. Zentrale Bedeutung kommt - diesem Ansatz entsprechend - den Vereinten Nationen und dem UN-Sicherheitsrat in deren Schlüsselfunktion für die Bewahrung globaler Sicherheit und des Weltfriedens zu."
Im Folgenden finden Sie eine Aufzählung verschiedener weiterführender Links zum Thema Abrüstung:
UNODA - Büro der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen
IAEA - Internationale Atomenergieorganisation
Stockholm International Peace Research Institute
Institut für Friedenspädagogik
Bundesministerium der Verteidigung
Armscontrol - gemeinsames Projekt von IANUS und IFSH
IALANA - Organisation von JuristInnen für gewaltfreie Konfliktlösung
BITS - Berliner Informationszentrum für transatlantische Sicherheit
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Konventionelle Waffen sind alle Waffen und andere Kampfmittel, die nicht zu den atomaren, biologischen und chemischen Kampfmitteln gehören. Sie gelten heute für die internationale Gemeinschaft als die größte Herausforderung. Denn in den heutigen innerstaatlichen Konflikten und Bürgerkriegen kommen fast ausschließlich herkömmliche Waffen zum Einsatz, Massenvernichtungswaffen dagegen werden eher selten genutzt.
Frieden durch Abrüstung - weltweit wird diese Philosophie insbesondere den Bemühungen der Vereinten Nationen zugeschrieben. Aber wie wirksam war und ist die Abrüstungspolitik der Vereinten Nationen tatsächlich? Die Realität ist eher ernüchternd. In den vergangenen zehn Jahren sind die internationalen Rüstungsausgaben um 37 Prozent gestiegen, im Jahr 2007 betrugen die weltweiten Militärausgaben etwa 900 Milliarden Euro. Allein vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Abrüstungsbemühungen der Vereinten Nationen nur zum Teil erfolgreich waren und sind. Die Generalversammlung hat zwar Abkommen in die Wege geleitet und jährlich Resolutionen im Abrüstungsbereich verabschiedet. Doch die Resolutionen sind nicht rechtsverbindlich und nur Empfehlungen. Der Sicherheitsrat, das eigentliche Machtzentrum der Vereinten Nationen, soll laut Art. 26 UN-Charta dafür sorgen, "dass von den menschlichen und wirtschaftlichen Hilfsquellen der Welt möglichst wenig für Rüstungszwecke abgezweigt wird" - er hat aber diese Aufgabe bislang kaum erfüllt. Denn auch die UN-Abrüstungspolitik ist Spiegelbild der jeweiligen internationalen Politik und des jeweiligen Zustandes der internationalen Staatengemeinschaft mit oft gegensätzlichen Interessen.
In der Frage der Abrüstung hat sich im Verlauf der UN-Geschichte gezeigt: Sektorale Abrüstungsübereinkommen sind die einzig mögliche Abrüstungsstrategie und Forderungen nach allgemeiner Abrüstung sind hinsichtlich ihrer Umsetzung unrealistisch. Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, die auch in der aktuellen Agenda der UN-Generalversammlung Beachtung findet, ist eine stärkere Kontrolle und Beschränkung konventioneller Kleinkaliber- und Schnellfeuerwaffen. Denn das sind die Waffen, die überwiegend in den heutigen Konflikten zum Einsatz kommen - weniger Massenvernichtungswaffen (MVW).