UN-Jugenddelegierten-Programm

Kofi Annan und Jugenddelegierte

Seit 2005 wird die deutsche Regierungsdelegation bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN, VN, UNO) in jugendrelevanten Fragen von jeweils zwei Jugenddelegierten beraten. Diese beiden 18- bis 25-Jährigen werden auf der Basis einer bundesweiten öffentlichen Ausschreibung des Deutschen Nationalkomitees für Internationale Jugendarbeit (DNK) - der multilateralen Vertretung der deutschen Jugendverbände - und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) für diese Aufgabe ausgewählt.

Um die Bundesregierung zu jugendpolitischen Themen qualifiziert beraten zu können, müssen die Jugenddelegierten mit den Inhalten der Jugendthemen vertraut sein und vor allem wissen, wie diese Themen unter deutschen Jugendlichen diskutiert werden. Außerdem müssen sie sich in UN-Strukturen zurechtfinden und ein Verständnis für die Arbeitsweise der UN-Generalversammlung und den dazugehörenden Ausschüsse entwickeln. Die Einarbeitung in und die Diskussion der Jugendthemen erfolgt durch das DNK und die Deutschlandtour der Jugenddelegierten, die sie zwischen April und September eines jeden Jahres absolvieren. Jugendgruppen vor Ort können die Jugenddelegierten einladen, mit ihnen über Jugendthemen zu diskutieren. Die Ergebnisse jeder Tourstation werden als Forderungen gesammelt und fließen dann in die Diskussion um die Jugendresolution der Vereinten Nationen ein. Vollbild Rich Text Eingabe

Bereits seit 1981 empfehlen die Vereinten Nationen, dass Mitgliedstaaten Jugenddelegierte in ihre Delegationen aufnehmen, um eine direkte Form der Jugendbeteiligung zu sichern. Interessen junger Menschen werden vor allem im jährlich tagenden dritten Ausschuss der UN-Generalversammlung, der sich mit sozialen, humanitären und kulturellen Fragen beschäftigt, behandelt. Darüber hinaus gibt es die Jugendabteilung (Focal Point on Youth), die sich ausschließlich mit Jugendangelegenheiten befasst. Sie macht auf die Situation junger Menschen aufmerksam und setzt sich für deren Rechte ein.


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UN-Jugenddelegierte 2011 gewählt!

Infolge eines bundesweiten Auswahlverfahrens wurden am 11. Januar 2011 in Berlin von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) und dem Deutschen Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK), in Absprache mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Auswärtigen Amt, die Jugenddelegierten zur UN-Generalversammlung 2011 ausgewählt.

Heidrun Fritze (22) und Andreas Deutinger (24) haben die Nachfolge der Jugenddelegierten 2010, Clara Leiva Burger und Jens Christoph Parker, angetreten.

In den kommenden Monaten besteht ihre Aufgabe darin auf Deutschlandtour zu gehen, um mit Jugendlichen über ihre Wünsche, Bedürfnisse und Forderungen zu sprechen. Im Oktober werden sie für drei Wochen als Begleiter der Deutschen Delegation zur UN-Generalversammlung nach New York reisen und den Verhandlungen beiwohnen, um sich dort für die Interessen der Jugendlichen in Deutschland stark zu machen.

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Kurzinfo: UN Jugendprogramm

Link zur Jugendseite der Vereinten Nationen

Fast die Hälfte der Weltbevölkerung ist unter 24 Jahren, 85 Prozent der jungen Menschen leben in Entwicklungsländern – Zahlen, die zeigen, wie wichtig es ist, die Belange von Jugendlichen besonders zu berücksichtigen.

1995 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen daher das Weltaktionsprogramm für die Jugend (World Program of Action for Youth – WPAY). Dieses definiert 15 Problemfelder, von denen Jugendliche auf der ganzen Welt besonders betroffen sind:
- Armut,
- Bildung,
- Beschäftigung, 
- Drogen,
- Freizeit,
- Generationskonflikte,
- Gesundheit,
- Globalisierung,
- HIV/AIDS,
- Informations- und Kommunikationstechnologie,
- Jugend in bewaffneten Konflikten,
- Jugendkriminalität,
- Jugendpartizipation,
- Mädchen und junge Frauen sowie
- Umwelt.

Die Regierungen der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben sich verpflichtet, in all diesen Bereichen politische Maßnahmen und Programme in ihren Ländern unter der Beteiligung von Jugendlichen umzusetzen.

Seit Verabschiedung des WPAY wird alle zwei Jahre ein so genannter Weltjugendbericht verfasst, eine Art Bestandsaufnahme über die Fortschritte, die bereits erzielt werden konnten. Der Bericht gliedert sich in die drei großen Felder: Jugend in einer globalen Wirtschaft, Jugend in der Zivilgesellschaft und Jugend in Gefahr.

 

Mehr Informationen UN Programme on Youth

 

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