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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN-Newsletter Oktober 2015

 

Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Samstag, den 24.10.2015 war es soweit: Die Vereinten Nationen feierten ihr siebzigjähriges Jubiläum. Auf der ganzen Welt erstrahlten bekannte Bauwerke und Kulturstätten im markanten Blau der Vereinten Nationen. Im Umfeld der Feierlichkeiten organisierte auch die DGVN mehrere Veranstaltungen. Darunter die vielbeachtete Festrede von Bundespräsident a.D. Horst Köhler unter dem Titel: „Abschied vom Menschheitstraum? Die Vereinten Nationen im 21. Jahrhundert" in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Der ehemalige Bundesumweltminister und frühere UNEP-Exekutivdirektor Klaus Töpfer war der zweite Redner, der beim Bonner UNO-Gespräch zum UN-Jubiläum und leidenschaftlich zu künftigen Herausforderungen sprach. Auch wissenschaftlich wurde das Jubiläum der Weltorganisation gebührend gewürdigt: Auf unserer Fachtagung "70 Jahre Vereinte Nationen: Legitimität, Krise und Potenzial" wurde viel diskutiert und zugehört – den Veranstaltungsbericht finden Sie jetzt auf unserer Homepage. In Kooperation mit dem Auswärtigen Amt organisierte die DGVN außerdem die Ausstellung „70 Jahre Vereinte Nationen - Geschichte, Gegenwart, Zukunft“ im Lichthof des Auswärtigen Amtes, die noch bis zum 18.11.15 besucht werden kann. Zudem unterstützte unsere Social Media Kampagne #Dtraegtblau medial die Feierlichkeiten rund um das Jubiläum.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten sind vorbei - nun geht es für die UN und auch für uns weiter mit der täglichen Arbeit. Unser Newsletter informiert Sie über alle anstehenden Projekte.

 

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihre Online-Redaktion

 

 

 
 
 
 

Veranstaltungen

Mittagsgespräch: Die Nachhaltige Entwicklungsagenda – Chance und Herausforderung für junge Menschen in Deutschland

Berlin, 09.11.15 um 12.00-14.00 Uhr

Ende September 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), eine universell gültige Agenda. Dies bedeutet für Deutschland, dass auch die Verhältnisse im eigenen Land kritisch unter die Lupe genommen und nachhaltig verbessert werden müssen. Mittelfristig werden die heutigen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine der wichtigsten gesellschaftlichen Trägerschichten für das auf 15 Jahre angelegte und „Agenda 2030“ betitelte Zielsystem sein. In unserem Mittagsgespräch in Berlin wollen wir diese Themen mit verschiedenen Expertinnen und Experten diskutieren.

Debriefing der UN-Jugenddelegierten

Berlin, 09.11.15, 17:30-19:30 Uhr, ACHTUNG: NEUER VERANSTALTUNGSORT!!!

Am 09.11.15 findet ein Debriefing der UN-Jugenddelegierten statt. Sie berichten von ihren Erfahrungen auf der 70. Generalversammlung der Vereinten Nationen sowie von 10 Jahre deutschem UN-Jugenddelegiertenprogramm.

©Sven Krohn, www.krohnphoto.com

Ausstellung “70 Jahre Vereinte Nationen - Geschichte, Gegenwart, Zukunft“

Berlin, 23.10. - 18.11.2015

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen und das Auswärtige Amt würdigen den 70. Jahrestag der Gründung der Vereinten Nationen mit der Ausstellung 70 Jahre Vereinte Nationen - Geschichte, Gegenwart, Zukunft im Lichthof des Auswärtigen Amtes in Berlin. Zahlreiche Exponate illustrieren den Beitrag der Vereinten Nationen für Frieden, Sicherheit, Stabilität und Nachhaltigkeit in der Welt.

Zudem haben die Besucherinnen und Besucher unserer Ausstellung die Möglichkeit, vor Ort an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Die Ausstellung ist vom 23. Oktober bis zum 18. November 2015 im Lichthof des Auswärtigen Amts zu sehen. Öffnungszeiten: wochentags von 10:00 bis 19:00 Uhr.

Goethe Konferenz United Nations

Frankfurt am Main, 04.11.15 und 11.11.15

Am 04.11. und 11.11.2015 lädt die Goethe-Universität Frankfurt am Main Interessierte zu zwei kontroversen Themenabenden rund um sieben Jahrzehnte Friedenskonsolidierung der Vereinten Nationen ein. Beteiligt sind u.a. Silke Weinlich vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik und Mitglied im DGVN-Forschungsrat sowie Friederike Bauer, Freiberufliche Journalistin, Autorin und Mitglied im Redaktionsbeirat der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN.

Nachrichten

Onlineausstellung: KLIMAFLUCHT – Bedrohte Lebenswelten

Unsere Web-Ausstellung "Klimaflucht - Bedrohte Lebenswelten" ist jetzt online. Wir erzählen 29 reale Geschichten über Menschen aus allen Weltregionen, die zu Opfern der globalen Klimakatastrophe werden oder uns auf unsere Verantwortung aufmerksam machen. Außerdem gibt es Hintergrundinformationen zu Klimawandel und Flucht und zum ökologischen Fußabdruck.

Ausschreibung zum Jugenddelegiertenprogramm 2016

Bewerbung bis zum 11.01.2016 möglich

Um Jugendliche vermehrt in die Entscheidungswege auf internationaler Ebene einzubinden, fordern die Vereinten Nationen (UN) die effektive Beteiligung von Jugendlichen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Hierzu zählt insbesondere die Einbeziehung von Jugenddelegierten, welche die Delegation ihres Landes zur Generalversammlung der Vereinten Nationen begleiten. Deutschland entsandte 2005 erstmals zwei Jugenddelegierte, die als Vertreter*innen der Jugend in Deutschland die Diplomaten*innen des Auswärtigen Amtes nach New York begleiteten. Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) und das Deutsche Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK) organisieren dazu auch im kommenden Jahr das Programm „Jugenddelegierte zur UN-Generalversammlung“. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

 
 

UN-Aktuell

Wahlen zum UN-Sicherheitsrat 2016: Wandel oder Stillstand?

Am 15. Oktober wurden zum siebzigsten Mal fünf der nichtständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates gewählt – eine Wahl mit KandidatInnen, auf die viel politische Hoffnung gesetzt wird. Was kann sich durch die neuen Mitglieder verändern?  

Weltklimarat IPCC legt Kurs für neuen Klimabericht fest

Der Weltklimarat IPCC hat die Weichen gestellt für eine zielgerichtete Vorbereitung des nächsten umfangreichen Sachstandsberichts, der noch stärker die Klimaentwicklungen in einzelnen Weltregionen und besonders in Entwicklungsländern berücksichtigen soll. Das IPCC-Plenum, in dem Regierungsvertreter aus 195 Ländern stimmberechtigt sind, tagte vom 5. bis 8. Oktober 2015 in Dubrovnik/Kroatien. 

70 Jahre UN – vom blauen Leuchten zum gestärkten Multilateralismus!

An diesem Wochenende vor 70 Jahren trat die Charta der Vereinten Nationen (UN) in Kraft. Die Welt leuchtete zur Feier des Jubiläums im satten UN-Blau – ein starkes Bekenntnis zu der Weltorganisation. Besteht aber überhaupt ein Anlass zum Feiern? Dieser Frage geht die Politikwisenschaftlerin Silke Weinlich in der aktuellen Kolumne des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik unter dem Titel "70 Jahre UN – vom blauen Leuchten zum gestärkten Multilateralismus!" nach.  

70 Jahre Vereinte Nationen: Herausforderung Entwicklungszusammenarbeit

Menschen weltweit aus der Armut zu befreien und ihnen die Chance auf ein Leben in relativem Wohlstand und in Eigenbestimmung zu ermöglichen – das ist eines der Hauptziele der Vereinten Nationen. Seit ihrer Gründung vor 70 Jahren ist die Organisation ein maßgeblicher Akteur der multilateralen Entwicklungspolitik.

70 Jahre Vereinte Nationen: Herausforderung humanitäre Hilfe

Überall auf der Welt kommt es immer wieder zu Katastrophen, Kriegen oder schweren Unfällen, die das Leben von Millionen Menschen beeinträchtigen. Die oft unermessliche Not der Betroffenen überfordert einzelne Staaten und verlangt nach internationaler Hilfe. Seit ihrer Gründung vor 70 Jahren stellen die Vereinten Nationen diese sogenannte humanitäre Hilfe auf allen Ebenen bereit. Sie wurde in Artikel 1 der UN-Charta niedergeschrieben und zählt damit zu den Kernaufgaben der Organisation.

70 Jahre Vereinte Nationen: Herausforderung Menschenrechtsschutz

Menschenrechte sind universell, unteilbar und gelten für alle Menschen in gleicher Weise. In der UN-Charta haben die Vereinten Nationen das Ziel verankert, „die Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten für alle ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion zu fördern und zu festigen“. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, hat die Weltorganisation seit ihrer Gründung vor 70 Jahren ein umfangreiches System zum Schutz der Menschenrechte geschaffen.

70 Jahre Vereinte Nationen: Herausforderung Friedenssicherung

Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war von zwei zerstörerischen Weltkriegen geprägt. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen wurden 1945 die Vereinten Nationen gegründet. Die Organisation sollte eine friedlichere Welt schaffen und „künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges bewahren". Die Friedenssicherung ist deshalb eine der Hauptaufgaben der UN.

70 Jahre Vereinte Nationen: Herausforderung Klimaschutz

Während die Bekämpfung des Klimawandels bei der Gründung vor 70 Jahren noch nicht auf der Agenda der Vereinten Nationen stand, ist seit Ende der 1970er Jahre international das Bewusstsein dafür gewachsen, welche katastrophalen Folgen der globale Klimawandel hat und in Zukunft noch haben wird. Seitdem hat die Weltorganisation eine wichtige Rolle beim Schutz des Planeten vor unkontrollierbaren Klimaveränderungen eingenommen und bemüht sich intensiv um eine wirkungsvolle internationale Klimaschutzpolitik.

Bonner Klimaverhandlungen: Hoffen auf das „Wunder“ in Paris

„Früher war der Ton gut, aber es gab keine Bewegung. Heute ist der Ton schlecht, aber es bewegt sich wenigstens etwas.“ Das sagte jemand, der selbst zum Ziel heftiger verbaler Angriffe während der UN-Klimaverhandlungen in Bonn vom 19.-23. Oktober 2015 wurde. Konferenzvorsitzender Daniel Reifsnyder (USA) war zusammen mit seinem Ko-Vorsitzenden Ahmed Djoghlaf (Algerien) am Ende der vorangegangenen Runde der UN-Klimaverhandlungen mit einer kaum lösbaren Aufgabe betraut worden: Die beiden sollten eine gekürzte, in sich schlüssige Fassung des 83-seitigen Verhandlungstextes erarbeiten, aber dabei alle Verhandlungsthemen und -positionen berücksichtigen. 

Klimawandel und Flucht: Welche Schutzrechte für Klimaflüchtlinge?

Der Anstieg des Meeresspiegels, Gletscherschmelze, Bodenerosion, Überschwemmungen, Dürren und Desertifikation sind dafür verantwortlich, dass weltweit ganze Gebiete dauerhaft unbewohnbar werden oder gar vollständig von der Landkarte verschwinden. Schätzungen zufolge werden im Jahr 2050 etwa 200 Millionen Menschen gezwungen sein, ihre Heimat in Folge des Klimawandels zu verlassen. Anders als politische Flüchtlinge, werden "Klimaflüchtlinge" bislang nicht von der Genfer Flüchtlingskonvention erfasst. Angesichts dessen stellt sich die Frage, welcher Schutz Menschen geboten werden kann, deren Lebensgrundlage von den Auswirkungen des Klimawandels bedroht ist.

Veranstaltungsberichte

Bericht zur DGVN-Fachtagung "70 Jahre Vereinte Nationen: Legitimität, Krise und Potenzial"

Anlässlich des 70. Gründungsjubiläums der Vereinten Nationen dieses Jahr lud der Forschungsrat der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) am 8. und 9. Oktober 2015 zu einer Fachtagung nach Berlin ein. Unter dem Titel „70 Jahre Vereinte Nationen – Legitimität, Krise und Potenzial“ diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik die Rolle der Vereinten Nationen in der Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Die Themen waren: Friedenssicherung, demokratische Legitimität der UN, 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung sowie Menschenrechte. Die Tagung fand mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Apfelbaum in der Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund statt. 

 
 

Publikationen

Jubiläums-Heft der Zeitschrift Vereinte Nationen (Heft 5/2015)

Im ›Jubiläums-Heft‹ der Zeitschrift Vereinte Nationen (Heft 5/2015) aus Anlass des 70. Jahrestags der Gründung der UN am 24. Oktober werden Erfolge und Fehlleistungen der Weltorganisation nicht entlang der klassischen Arbeitsbereiche abgeklopft. Vielmehr werfen die Autoren Schlaglichter auf besonders interessante Bereiche: So analysiert Paul Heinbecker, ob eine Konkurrenzsituation zwischen den UN und den G20 besteht. Frank Kaltofen führt uns in die Zeit der Gründung zurück und ruft schwierige Grundsatzdebatten in Erinnerung – allen voran über das Vetorecht im Sicherheitsrat. Weitere Beiträge befassen sich mit der wichtigen Rolle der Vereinten Nationen bei der Entkolonialisierung und bei der Fortentwicklung des Völkerrechts sowie mit den Ergebnissen der jüngst erfolgten Überprüfung der UN-Friedenssicherung. In seinem Standpunkt fordert Grünen-Abgeordneter Tom Koenigs mehr Engagement Deutschlands in den UN. Die „Drei Fragen an …“ beantwortet dieses Mal Patricia Flor, Abteilungsleiterin im Auswärtigen Amt.

 
 

Impressum

Redaktion: Julia Baumann, Steffen Stürznickel

V.i.S.d.P.:  Lisa Heemann


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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