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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN-Newsletter Juni 2015

 

Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

in diesen Junitagen vor 70 Jahren erarbeiteten die Delegierten von 50 Staaten in San Francisco das Gründungsdokument der Vereinten Nationen. Seitdem verkörpert die Organisation wie keine andere die Hoffnung der Welt auf Frieden und bessere Lebensverhältnisse. Für die DGVN markiert der Juni deshalb auch den Beginn einer Reihe von Veranstaltungen, bei denen wir deutschlandweit das Gründungsjubiläum gemeinsam mit Ihnen feiern und diskutieren möchten. Mit zahlreichen Höhepunkten im Oktober, wenn es auf den Tag der Vereinten Nationen, den 24. Oktober, zugeht, an dem die UN-Charta schließlich in Kraft trat. 

Zunächst laden wir gemeinsam mit Partnern am 15. Juni zu einem Berliner Zukunftsgespräch zum Thema „Das Palais am Festungsgraben - Ein Haus der Vereinten Nationen“ ein. Weiter geht es an der Uni Freiburg mit einer Vortragsreihe anlässlich des 70. Jahrestages. Gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstalten wir dann zum Gründungsjubiläum am 17. Juni eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion u.a. mit Angela Kane und Ian Martin in Berlin. Kurz darauf folgt ebenfalls in Berlin ein Mittagsgespräch mit Franz Baumann zur Reform des UN-Sekretariats.

Auch Erschütterndes jährt sich in diesen Sommertagen. Im Juli 1995 fand das Massaker von Srebrenica statt. Wie konnte es dazu kommen? Wer trägt Schuld und welche Lehren wurden daraus gezogen? Diesen Fragestellungen widmet sich anlässlich des zwanzigjährigen Gedenkens die neue Ausgabe unserer Zeitschrift „Vereinte Nationen“.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihre Online-Redaktion

 
 
 
 

Veranstaltungen

Palais am Festungsgraben (©Creative Commons:A. Savin)

Berliner Zukunftsgespräch "Das Palais am Festungsgraben - Ein Haus für die Vereinten Nationen"

Berlin, Zukunftsgespräch, 15.06.2015, 20.00 Uhr

Das Palais am Festungsgraben am Boulevard Unter den Linden ist eines der repräsentativsten Bauwerke in der historischen Mitte Berlins. Es befindet sich im Besitz des Landes Berlin. Initiiert von Stephan Dömpke von World Heritage Watch e.V. liegt nun ein Nutzungskonzept des Palais am Festungsgraben als ein "Haus für die Vereinten Nationen" vor. Aus diesem Anlass laden wir Sie zu einer spannenden Podiumsdiskussion ein.

Moderne Friedenseinsätze in Zeiten globaler Herausforderungen

Vortrag von Tobias von Gienanth, Zentrum für Internationale Friedenseinsätze, Freiburg, 16.06.2015, 20:15 Uh

Die Vortragsreihe an der Universität Freiburg möchte anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung der Vereinten Nationen eine Bestandsaufnahme wichtiger UN-Aufgaben leisten. Thematisiert werden die Reform der Vereinten Nationen, moderne Friedenseinsätze sowie nachhaltige Entwicklungspolitik. Weitere Termine dieser Reihe sind der 24.06. mit Prof. Dr. Johannes Varwick zur Reform der UN und der 07.07. mit Dr. Silke Weinlich zum Thema nachhaltige Entwicklung.

©UN-Photo, Eskinder Debebe

Podiumsdiskussion anlässlich des 70. Jubiläums der Vereinten Nationen

Mit Angela Kane, Hohe Beauftragte der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen, Berlin, 17.06.2015, 18:00 Uhr

Die UN hat seit ihren Gründungstagen einen weiten Weg zurückgelegt. Anlässlich des 70. Jubiläums wollen wir nun eine kritische Bestandsaufnahme machen und laden wenige Tage vor dem Jahrestag der Verabschiedung der Charta gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung zu einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion ein. 

©UN-Photo, Andrea Brizzi

Reform des UN-Sekretariats: Notwendigkeiten, Schwierigkeiten, Möglichkeiten

Berlin, Mittagsgespräch, 18.06.2015, 12:00 Uhr

Welche Organisationsstrukturen und administrativen Prozesse verbergen sich in dem 38-stöckigen, frisch renovierten Hauptsitz der Vereinten Nationen?  Ist das UN-Sekretariat tatsächlich eine unübersichtliche, schwerfällige Bürokratie? Mit Dr. Franz Baumann, Beigeordneter Generalsekretär für Management in der Hauptabteilung des UN-Sekretariates, stellt sich ein erfahrener Spitzenvertreter der Diskussion. 

Zwischenstopp Addis – Auf dem Weg zu neuen Nachhaltigkeitszielen

Berlin, Fachtagung, 30.06.2015, 17:30 Uhr bis 01.07.15, 16:30 Uhr

Die Fachtagung wird von der DGVN gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und dem Sustainable Development Solutions Network (SDSN) Germany ausgerichtet. Sie soll die Bedeutung der Umsetzungsinstrumente für die SDG-Agenda hervorheben, Erfordernisse von finanziellen und nicht-finanziellen Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit benennen und im Vorfeld der Third International Conference on Financing for Development (FfD) Handlungsrahmen und -optionen aufzeigen.

 
 

UN-Aktuell

©FAO, Seyllou Diallo

UN-Bericht: Weniger Hungernde – und größere Aufgaben

Die Zahl der Hungernden auf der Welt ist auf 795 Millionen gesunken. Das geht aus dem UN-Bericht „The State of Food Insecurity in the World 2015” (Der Stand der Ernährungssicherheit der Welt 2015) hervor. Die globale Wirtschaftslage der letzten Jahre sowie extreme Wetterbedingungen, Naturkatastrophen, politische Instabilität und Kriege haben aber verhindert, dass das Ziel der Ernährungssicherung bis Ende 2015 vollends erreicht werden kann.

© Shrestha/dpa, Picture Alliance

Erdbebenkatastrophe in Nepal: Ein schönes Land, von den Göttern verlassen?

Mitte April 2015 fand im Kathmandutal der feierliche Umzug des Gottes Machendranath von Patan nach Bungamati statt. Er steht für gutes Wetter, reiche Ernte und generell für Wohlbefinden. Auch sein Tempel ist nun zerstört. Es ist, als hätten die bunten Götter Nepals das Land verlassen. Das doppelte Erdbeben in Nepal am 25. April und am 12. Mai 2015 trifft ein ohnehin stark benachteiligtes Land. Nepal gehört mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von 730 US-Dollar zu den ärmsten Ländern der Welt. Ein Viertel der Bevölkerung lebt unter der absoluten Armutsgrenze.

Meinung

Jeffrey Feltman, Untergeneralsekretär für politische Angelegenheiten ©UN-Photo, Devra Berkowitz

Die Zeit ist jetzt gekommen

Kommentar von Jeffrey Feltman zum Nahost-Friedensprozess

Im Nahost-Friedensprozess ist die Zeit für Mut und Zutrauen gekommen, so der UN-Untergeneralsekretär für politische Angelegenheiten, Jeffrey Feltman. Die Suche nach Frieden im Nahen Osten steht wieder einmal am Scheideweg. Die Verhandlungen über die Zwei-Staaten-Lösung sind ins Stocken geraten. Die Region ist inzwischen durch gewaltsame Konfrontation und Extremismus bedroht – was den palästinensisch-israelischen Konflikt in noch größere Turbulenzen stürzen könnte.

 
 

Publikationen

20 Jahre Srebrenica: Verantwortung und Lehren

Im Juli 2015 jährt sich das Massaker an 8000 bosnischen Muslimen in Srebrenica zum 20. Mal. Ein Anlass zu fragen, wie es dazu kommen konnte, wer schuld war, welche Lehren gezogen wurden und was für die Opfer und ihre Familien im Nachhinein getan wurde. Das aktuelle Heft 3/2015 „Srebrenica und die Folgen“ der Zeitschrift Vereinte Nationen erscheint am 22. Juni 2015 und widmet sich diesen Fragen. Norrie Macqueen ordnet das Massaker historisch ein, Annette Weerth fordert eine erneute Befassung mit dem Konzept der Schutzzonen, Hannah Birkenkötter analysiert die Srebrenica-Fälle vor den verschiedenen Gerichtshöfen und Carla Del Ponte mahnt, dass die Situation in Syrien zu einem Völkermord werden könnte.

UN-Polizei auf schwieriger Mission

Über die Blauhelme wird viel diskutiert und geschrieben, doch seit den neunziger Jahren werden immer mehr Polizeikräfte in UN-Missionen eingesetzt. Rund 12.500 sind es gegenwärtig. Doch was machen die UN-Polizisten? Was genau ihre Aufgaben sind, wie sich das Arbeitsfeld über die Jahrzehnte gewandelt hat und was die UN darüber hinaus für die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität wie Menschenhandel, Schleusen von Migranten, Drogenhandel und Waffenhandel tun, darüber gibt das aktuelle Themenheft „UN-Polizeiarbeit“ von Vereinte Nationen (Heft 2/2015) Auskunft - mit Beiträgen von Philipp Rotmann zur UN-Polizei, von Steffen Eckhard und Winfried Nachtwei zu Deutschlands Haltung zur UN-Polizei und einem Interview mit dem Leitenden UN-Polizeiberater Stefan Feller.

Veranstaltungsberichte

Dr. Norbert Riedel, Sonderbeauftragter für Cyber-Außenpolitik der Bundesregierung ©DGVN

Freies, unabhängiges Internet ohne Überwachung? Bericht zum 7. IGF-D

Die Internetverwaltung der Zukunft soll auf einem Multistakeholder-Modell beruhen, also auf einem Modell, das die großen Interessengruppen zum Thema Internet gleichberechtigt einbezieht. Darüber waren sich Netzexperten der drei wichtigsten Interessengruppen, NGOs, Regierung und Wirtschaft, auf dem 7. Internet Governance Forum  Deutschland (IGF-D) am 21. Mai 2015 in Berlin einig.

 
 

Impressum

Redaktion: Moritz Andresen, Dr. Alfredo Märker

V.i.S.d.P.:  Lisa Heemann


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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