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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN-Newsletter April 2015

 

Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

in diesem Jahr feiern die Vereinten Nationen ihr siebzigjähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung 1945 verkörpert die Organisation wie keine andere die Hoffnung der Welt auf Frieden und bessere Lebensverhältnisse. Gerne möchten wir in diesem Zusammenhang auf eine Veranstaltungsreihe in der UN-Stadt Bonn hinweisen. Auch die DGVN plant einiges anlässlich des Gründungsjubiläums: Schon jetzt können Sie sich den Termin der Tagung unseres Forschungsrats am 8./9. Oktober in Berlin vormerken. Zudem ist die DGVN mit ihren Landesverbänden an der Vorbereitung von Veranstaltungen rund um den 24. Oktober, den Tag der Vereinten Nationen, u.a. in Bonn, Dresden und Berlin beteiligt. Auf der Homepage der DGVN erwartet Sie nun auch eine Sonderseite mit Hintergrundinformationen zu "70 Jahre Vereinte Nationen", auf der sich vor allem Pressevertreter über das Jubiläum informieren und Berichte herunterladen können.

Doch das institutionelle Bestehen seit 70 Jahren kann angesichts der vielen Krisen weltweit kein Grund zum Ausruhen sein: Die Agenda der Vereinten Nationen ist auch im Jubiläumsjahr lang. Zu viele Problemherde gibt es, die noch nicht erfolgreich bearbeitet wurden, und ständig kommen neue Herausforderungen bei der nachhaltigen Entwicklung und der Friedenssicherung dazu. Aus diesem Grund nimmt die DGVN mit Ihnen das Jubiläumsjahr zum Anlass, die Ziele der Weltorganisation noch unnachgiebiger zu verfolgen. Ein Hintergrundgespräch mit UNDP-Administratorin Helen Clark am 24. März hat zum Beispiel gezeigt, dass die globale Umsetzbarkeit der SDGs noch viele Fragen und Zweifel aufwirft. Für mehr Hintergrundwissen zu diesem Thema und zur Diskussion aktueller Entwicklungen laden wir Sie zur Fachtagung „Zwischenstopp Addis – Auf dem Weg zu neuen Nachhaltigkeitszielen“ am 30. Juni/1. Juli nach Berlin ein.

Auch die beiden neuen Jugenddelegierten zur UN-Generalversammlung 2015, Carina Lange und Alexander Kauschanski, werden neben der Jugendresolution mit den Nachhaltigen Entwicklungszielen befasst sein und die Debatte begleiten. Wir bedanken uns bei Celina Greppler und Ozan Solmus für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr und wünschen den beiden neuen Jugenddelegierten einen guten Start.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihre Online-Redaktion

 
 
 
 

Veranstaltungen

Veranstaltungsreihe "UN at 70"

Bonn, Veranstaltungsreihe, 16.04.2015 bis 05.11.2015

Kriege, Hunger, Flüchtlinge, Klimawandel: Auch 70 Jahre nach ihrer Gründung stehen die Vereinten Nationen vor globalen Herausforderungen. Doch ist der Verbund der internationalen Staatengemeinschaft der zunehmend komplexen Welt überhaupt noch gewachsen? Welche Strategien sind erforderlich, um gemeinsam die Probleme in den verschiedensten Weltregionen lösen zu können? Anlässlich des Jubiläums startet in der UN-Stadt Bonn die Vortragsreihe "The United Nations at 70: Fit for `The Future We Want‘?“. Der internationale Wissenschaftsstandort Bonn mit seinen 18 UN-Einrichtungen bietet hierfür einzigartige Voraussetzungen. Gemeinsam laden das Forum Internationale Wissenschaft (FIW), das Liaison Office Internationale Wissenschaft der Stadt Bonn sowie das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) von April bis November 2015 zu neun Veranstaltungen mit hochrangigen internationalen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ein.

Veranstaltungsflyer

Just Contracts – Investitionen in eine nachhaltige Zukunft

Berlin, Konferenz, 20.04.2015, 12:00-18:15 Uhr

Wie können in Investitionsabkommen zwischen Staat und Investoren Mechanismen für den Schutz von Menschenrechten eingeführt werden? Wie lässt sich die politische Handlungsfähigkeit erhalten und wie setzen dies andere Länder um? Die Konferenz "Just Contracts – Investitionen in eine nachhaltige Zukunft" findet in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung im Rahmen ihrer internationalen Themenwoche "Zeit für Gerechtigkeit" statt.

Hannah Birkenkoetter

Hannah Birkenkötter

Development Policy XXVI - Lecture Series

Berlin, Vortrag, 21.04.2915, 18:15 - 19:45 Uhr

Hannah Birkenkötter, member of the DGVN-board, helds a lecture on "TOWARDS A JUST & PEACEFUL WORLD, GOVERNED BY THE RULE OF LAW". It is part of the Lecture Series "Development Policy XXVI" at the Technical University of Berlin.

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7. Internet Governance Forum Deutschland

Berlin, Konferenz, 21.05.2015, 9 - 19 Uhr

Die DGVN lädt ein zum 7. Internet Governance Forum Deutschland (IGF-D). Das IGF-D ist eine offene Multi-Stakeholder-Plattform verschiedener öffentlicher, zivilgesellschaftlicher und privater Akteure und dient als nationale Vorbereitung für das jährliche Internet Governance Forum der Vereinten Nationen, welches in diesem Jahr im November in Jão Pessoa, Brasilien stattfinden wird.

Zwischenstopp Addis – Auf dem Weg zu neuen Nachhaltigkeitszielen

Berlin, Fachtagung, 30.06.2015, 17:30 Uhr bis 01.07.15, 16:30 Uhr

Die Fachtagung wird von der DGVN gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und in Kooperation mit dem Sustainable Development Solutions Network (SDSN) Germany ausgerichtet. Sie soll die Bedeutung der Umsetzungsinstrumente für die SDG-Agenda hervorheben, Erfordernisse von finanziellen und nicht-finanziellen Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit benennen und im Vorfeld der Third International Conference on Financing for Development (FfD) in Addis Abeba, vom 13.-16. Juli 2015 Handlungsrahmen und -optionen aufzeigen.

 
 

UN-Aktuell

Schrumpfende Gletscherflächen wie hier an der Spitze des Kilimandscharo in Tansania sind eine unübersehbare Warnung vor den Folgen eines weiteren raschen Klimawandels.

Schrumpfende Gletscherflächen wie hier an der Spitze des Kilimandscharo in Tansania sind eine unübersehbare Warnung vor den Folgen eines weiteren raschen Klimawandels.

Ziele zur Reduzierung klimaschädlicher Emissionen festgelegt

Entgegen der Vereinbarung der jüngsten Klima-Konferenz in Lima/Peru sind lediglich ein halbes Dutzend schriftliche Zusagen bis Ende März 2015 beim UN-Klimasekretariat UNFCCC eingegangen. Darin werden freiwillige nationale Ziele für die Reduzierung klimaschädlicher Emissionen für das geplante neue internationale Klimaabkommen formuliert. In Lima war allerdings vereinbart worden, dass alle Länder im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen sollten, diese Zusagen bis Ende März zu übermitteln. Das UN-Klimasekretariat soll nun auf der Grundlage aller Mitteilungen rechtzeitig vor der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 einen „Synthesebericht“ über alle freiwilligen Zusagen erstellen und prüfen, ob sie geeignet sind, die gemeinsam festgelegten Klimaziele zu erreichen.

Mädchen winken einem Helikopter während einer Militärparade in der libyschen Stadt Zawia, ein Jahr nach dem Sturz Gaddafis

Mädchen winken einem Helikopter während einer Militärparade in der libyschen Stadt Zawia, ein Jahr nach dem Sturz Gaddafis

Vereinte Nationen vermitteln in Libyen

Seit dem Sturz Gaddafis kämpfen eine Vielzahl von Akteuren um die Macht im immer weiter zerfallenden Libyen. Seit 2014 existieren zwei konkurrierende Regierungen, wodurch der Konflikt zusätzlich verschärft wurde. Auf Initiative der Vereinten Nationen verhandeln die Konfliktparteien aktuell in Marokko.

Der Bundesrat geht beim Schutz indigener Völker voran.

Schutz indigener Völker: Bundesrat setzt Regierung unter Druck

Der Bundesrat macht beim Schutz indigener Völker Druck auf die Bundesregierung. Die Ländervertreter forderten die große Koalition in ihrer Sitzung Ende März auf, ein Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu ratifizieren, das die Lebensbedingungen eingeborener und in Stämmen lebender Völker verbessern soll. Das ILO-Übereinkommen 169 „ist die Grundlage zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie des Gesundheits- und Bildungsstandes der indigenen Völker“, heißt es in dem Bundesratsbeschluss. Das Übereinkommen sei das einzige internationale Vertragswerk, das den Völkern umfassenden Schutz zusage.

Dürrekatastrophe in Somalia

Weltweit nehmen Katastrophen zu: Dürrekatastrophe in Somalia ©DGVN

UN-Konferenz in Sendai: Wege zur Verminderung von Katastrophenrisiken

„Wir müssen es schaffen, vom Management von Katastrophen zum Management von Katastrophenrisiken überzugehen“, ist Margareta Wahlström überzeugt. Sie steht an der Spitze des „UN Office for Disaster Risk Reduction“ (UNISDR), des UN-Sekretariats für Katastrophenvorsorge.

„Wenn es der Welt gelingt, mit den Faktoren fertig zu werden, die die Risiken erhöhen – wie Armut, Klimawandel, Zerstörung der schützenden Ökosysteme, unkontrollierte Urbanisierung und Landnutzung –, wird unser Planet sehr viel widerstandsfähiger. Es wird dann möglich sein, das gegenwärtige Niveau der Risiken zu vermindern und das Entstehen neuer Risiken zu vermeiden.“

Dies erläuterte Margareta Wahlström bei der „Dritten Weltkonferenz für Katastrophenvorsorge“ (Third World Conference on Disaster Risk Reduction) in Sendai/Japan vom 14.-18. März 2015. Dies ist das wichtigste Entscheidungsgremium in Fragen der Katastrophenvorsorge im Rahmen der Vereinten Nationen und wird etwa alle zehn Jahre veranstaltet.

Das Kernkraftwerk Buschehr im Süden Irans versorgt die Provinzen Buschehr und Fars mit Elektrizität. Im November 2014 bekam Moskau den Zuschlag für den Ausbau des Kraftwerks. UN-Foto: IAEA/Paolo Contri

Das Kernkraftwerk Buschehr im Süden Irans.

Ein Anfang ist gemacht: 5+1-Gruppe einigt sich mit Iran auf Atom-Vereinbarung

Die fünf UN-Vetomächte Russland, China, Großbritannien, Frankreich und die USA haben gemeinsam mit Deutschland ein bahnbrechendes Nuklear-Abkommen mit dem Iran auf den Weg gebracht. Die Außenminister der sogenannten 5+1-Gruppe, der auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini angehörte, einigten sich im schweizerischen Lausanne nach tagelangen Verhandlungen auf eine Rahmenvereinbarung, in der sich der Iran verpflichtet, seine Urananreicherung einem weitreichendem System von Beschränkungen und Kontrollen zu unterwerfen. Als Gegenleistung sollen die Wirtschaftssanktionen gegen Teheran schrittweise aufgehoben werden.

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Nachrichten

AUSSCHREIBUNG DGVN-Dissertationspreis 2015

Der Forschungsrat der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e. V. verleiht im Jahr 2015 zum vierten Mal einen Dissertationspreis für herausragende Forschungsarbeiten im Themenbereich der Vereinten Nationen. Der Einsendeschluss für die Arbeiten ist der 4. Mai 2015.

Die Jugenddelegierten 2015: Alexander Kauschanski und Carina Lange

Die Jugenddelegierten 2015: Alexander Kauschanski und Carina Lange © Jugenddeligierte

Jugenddelegierte 2015 neu im Amt

Nach der erfolgreichen Teilnahme an der Sozialentwicklungskommission im Februar geht das Jahr der Jugenddelegierten 2014 zu Ende. Für ihr Engagement im Amt möchten wir uns bei Celina Greppler und Ozan Solmus bedanken. Die Nachfolger*innen von Greppler und Solmus wurden am 09. März von den Trägern des Programms ausgewählt.

Die neuen Jugenddelegierten Carina Lange und Alexander Kauschanski haben neben einer Fahrradtour durch Norddeutschland oder einem Treffen mit Familienministerin Manuela Schwesig viele spannende Projekte und Termine für das kommende Jahr geplant, die Sie auf ihrer Homepage www.jugenddelegierte.de mitverfolgen können.

 
 

Publikationen

UN-Basis-Informationen 49: Die Vereinten Nationen und Bevölkerungsfragen

Ausgabe 49 der UN-Basis-Informationen nimmt die Bevölkerungsdynamik im 21. Jahrhundert in den Blick und analysiert Auswirkungen von gestiegener Lebenserwartung, von Migration, Flucht und von Verstädterung. Zudem stellt sie Meilensteine in der internationalen Bevölkerungspolitik sowie die wichtigsten UN-Organisationen vor, die sich mit Bevölkerungsfragen befassen.

Blaue Reihe: Synthesebericht des Generalsekretärs über die Post-2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung

Die neueste Ausgabe der Blauen Reihe beinhaltet die deutsche Übersetzung des Syntheseberichts des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon über die Post-2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung "Der Weg zu einem Leben in Würde bis 2030: die Armut beenden, Menschenleben verändern und die Erde schützen".

Sonderseite 70 Jahre Vereinte Nationen

Im Jahr 2015 feiern die Vereinten Nationen ihr 70-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Jahre 1945 verkörpert die Organisation wie keine andere die Hoffnung der Welt auf Frieden und bessere Lebensverhältnisse. Rund um das Jubiläum haben wir für Sie ein Presseportal vorbereitet, das schrittwesie mit mehr Informationen aufgefüllt werden wird, auf dem Sie sich informieren und Hintergrundinformationen herunterladen können.

UN-Basis-Informationen 50: Etappen der UN-Geschichte

Ausgabe 50 der UN-Basis-Informationen ist die aktualisierte Neuauflage einer älteren Ausgabe. Zum 70. Geburtstag der Vereinten Nationen nehmen wir die Etappen von der Gründung der Weltorganisation, über den Ost-West-Konflikt und den Versuch, nach Ende des Kalten Krieges eine neue Weltordnung zu schaffen, bis hin zu aktuellen Problemen und Herausforderungen unter die Lupe. Eine „UN-Chronik“, die die wichtigsten Ereignisse von den Anfängen bis heute darstellt, rundet die Publikation ab.

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Veranstaltungsberichte

Hintergrundgespräch mit Helen Clark ©DGVN

Hintergrundgespräch mit Helen Clark ©DGVN

Hintergrundgespräch mit Helen Clark

Die DGVN konnte am Dienstag, den 24. März 2015, ranghohen UN-Besuch in der Landesvertretung Bremen empfangen. Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) diskutierte Helen Clark, Exekutivdirektorin des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP), über die Rolle von UNDP im Post-2015-Prozess.

 
 

Impressum

Redaktion: Cäcilie Trotha, Alfredo Märker

V.i.S.d.P.:  Lisa Heemann


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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