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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN-Newsletter Dezember 2014

 

Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Krieg in Syrien nimmt kein Ende. Tagtäglich lesen, sehen und hören wir in den Nachrichten Geschichten über Leid, Gewalt, Vertreibung und Flucht. Über 191.000 Menschen wurden getötet und rund 2,6 Millionen Syrer flohen aus ihrem Land. Mehr als 9 Millionen Menschen sind innerhalb Syriens auf der Flucht. Der UN-Flüchtlingskommissar António Guterres bezeichnete die Flüchtlingskrise gar als die schlimmste seit dem Völkermord in Ruanda in den 1990er Jahren. Der Vorstand der DGVN hat aus diesen Gründen einen Internationalen Aufruf zur Beendigung der Gewalt in Syrien veröffentlicht. Er fordert darin, die Handlungsmöglichkeiten der UN zu nutzen, um den Krieg in Syrien zu stoppen. Da sich der Aufruf an alle UN-Mitgliedstaaten richtet, sucht die DGVN Organisationen in Deutschland und auch international, die sich diesem Aufruf anschließen und die mithelfen möchten, den Inhalten Gehör zu verschaffen.

2015 wird ein entscheidendes Jahr für die Klimaverhandlungen. Auf dem Klimagipfel in Lima haben die Staatenvertreter in den letzten zwei Wochen über den Klimawandel und verbindliche Klimaziele diskutiert, die im kommenden Jahr verabschiedet werden sollen. Die Fortschritte sind noch unzureichend. Es wird höchste Zeit! Viele Menschen, besonders im globalen Süden leiden unter den Folgen des Klimawandels. Einigen bleibt nur die Flucht. Im Rahmen der Crowdfundingkampagne für den Bau der Klimafluchtausstellung der DGVN bieten wir Ihnen im Gegenzug zu Ihrer finanziellen Unterstützung einige interessante „Dankeschöns“ an, die sich auch - passend zur Jahreszeit - gut als Weihnachtsgeschenke eignen: Wie wäre es beispielsweise mit einem UN-Jahrgangsbuch oder einem Jahres-Abonnement der Zeitschrift "Vereinte Nationen"?
 

Neben einer anregenden Lektüre wünschen wir Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins Jahr 2015.

Ihre Online-Redaktion

 
 

Veranstaltungen

Bild: Prof. Dr. Jörg Hacker

Prof. Dr. Jörg Hacker ©Leopoldina

Wissenschaft und Praxis in der internationalen Zusammenarbeit - Die Rolle des Wissenschaftlichen Beirats der Vereinten Nationen

Berlin, 27.01.2015, 12.00 Uhr

Als Mitglied des im September 2013 gegründeten Wissenschaftlichen Beirats der Vereinten Nationen (Scientific Advisory Board, SAB) berichtet Prof. Dr. Jörg Hacker über die Arbeit dieses internationalen Gremiums.  Als einziger Deutscher gehört der Mikrobiologe und Immunologe einer Gruppe von 26 international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an, die die Vereinten Nationen in Fragen der Wissenschaft, Forschung und Technologie für eine nachhaltige Entwicklung beraten.

 
 

UN-Aktuell

Foto: Joachim Rücker, Botschafter

Botschafter Joachim Rücker wird neuer Präsident des Menschenrechtsrats © Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Genf

Deutscher Botschafter zum Präsidenten des Menschenrechtsrates gewählt

Zum ersten Mal in der Geschichte des Menschenrechtsrates übernimmt ein Deutscher den Vorsitz dieses Gremiums. Botschafter Dr. Joachim Rücker wird am 1. Januar 2015 Baudelaire Ndong Ella aus Gabun ablösen und zukünftig über die organisatorischen Aufgaben des Menschenrechtsrats wachen. Während die Hauptaufgabe des Präsidenten in der Verwaltung der Geschäftsordnung liegt, gehen angesichts der stetig wachsenden Anforderungen an den Rat weitere Herausforderungen damit einher. Zudem kann die Präsidentschaft einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung des Raums der Zivilgesellschaft im Rat und für den Schutz von Menschenrechtsverteidigern leisten.

Begrüßung der Delegierten der UN-Klimakonferenz in Lima, Foto: UNFCCC

Begrüßung der Delegierten der UN-Klimakonferenz in Lima, Foto: UNFCCC

UN-Klimakonferenz in Lima: Mühsame Schritte zum neuen Klimaabkommen

Etwa 10.000 Regierungsvertreter, Beobachter, Journalisten und Mitglieder von Umwelt- und Klimaschutzorganisationen trafen sich für zwei Wochen in der peruanischen Hauptstadt Lima. Die diesjährige UN-Klimakonferenz sollte das ambitionierte internationale Klimaabkommen vorbereiten, das nächstes Jahr unterzeichnet werden soll. Aber auch nach dem Treffen in Lima bleiben viele Fragen offen. Je nach Standpunkt werden die Fortschritte gelobt oder die ungelösten Probleme aufgezählt.

Logo: Entwicklungsziele nach 2015

„2015 – Zeit für ein globales Handeln für die Menschen und für den Planeten.“ So werben die Vereinten Nationen für den Übergang zu neuen nachhaltigen Entwicklungszielen. © UN/DPI

UN-Bericht weist Weg zu nachhaltigen Entwicklungszielen

Welche Ziele will die Weltgemeinschaft bis 2030 erreichen? Das wird seit einigen Jahren intensiv im Rahmen der Vereinten Nationen diskutiert. Nun liegt ein Bericht von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon vor, der den Weg aufzeigt zu nachhaltigen Entwicklungszielen für die Zeit nach 2015. Es sind Ziele, die nicht nur von den Entwicklungsländern, sondern auch von den Industrieländern erreicht werden sollen. Eine nachhaltige globale Entwicklung nimmt alle in die Pflicht – und soll allen ein Leben in gerechten und zukunftsfähigen Gesellschaften ermöglichen.

Plakatkampagne zum Kampf gegen Ebola Foto: WHO/C. Banluta

Plakatkampagne zum Kampf gegen Ebola Foto: WHO/C. Banluta

Kampf gegen Ebola: Koordination der internationalen Hilfe ist jetzt entscheidend

Die internationale Staatengemeinschaft reagierte zu spät auf die Ebola-Epidemie in Westafrika. Inzwischen zeigen sich jedoch erste Erfolge im Kampf gegen die Seuche: Die Neuinfektionen gehen zurück und erste Teststudien für einen künftigen Impfstoff sind offenbar erfolgreich verlaufen. Für eine Entwarnung ist es allerdings noch zu früh.

Titelbild des Weltbevölkerungsberichts 2014 © UNFPA

Titelbild des Weltbevölkerungsberichts 2014 © UNFPA

Weltbevölkerungsbericht 2014: 1,8 Milliarden junge Menschen als Herausforderung und Chance für Entwicklung

Rund ein Viertel der heutigen Weltbevölkerung sind Jugendliche zwischen zehn und 24 Jahren. Bei der Erreichung der neuen "Ziele für die nachhaltige Entwicklung" (Sustainable Development Goals – SDGs) 2015-2030 wird diesen jungen Menschen eine Schlüsselrolle zukommen. Dies macht der neue Weltbevölkerungsbericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) deutlich.

Nachrichten

Die DGVN ruft zur Beendigung der Gewalt in Syrien auf.

Internationaler Aufruf zur Beendigung der Gewalt in Syrien

Unter dem Titel „Regionale Schutzzonen in Syrien einrichten - als Anfang für ein Ende der unerträglichen Gewalt“ veröffentlicht der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen einen Aufruf, der Gewalt in Syrien ein Ende zu setzen.
Dieser Aufruf ist an alle UN-Mitgliedstaaten gerichtet. Die DGVN sucht Organisationen aus dem In- und Ausland, die sich diesem Aufruf anschließen und mithelfen, dessen Inhalten Gehör zu verschaffen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 4. Forschungskolloqiums in Bonn 2014. ©AG Junge UNI-Forschung

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 4. Forschungskolloqiums in Bonn 2014. ©AG Junge UNO-Forschung

5. UN-Forschungskolloquium: Verantwortung und Verantwortlichkeit in den Vereinten Nationen

Die Arbeitsgruppe Junge UN-Forschung ruft im Rahmen ihres 5. Forschungskolloquiums zur Einreichung von Beiträgen auf. Das Thema des Kolloqiums lautet "Verantwortung und Verantwortlichkeit in den Vereinten Nationen". Es findet vom 17.-19. April 2015 am Institut für Entwicklung und Frieden an der Universität Duisburg-Essen statt.

Screenshot aus dem Ankündigungsvideo des Online-Kurses „Disasters and Ecosystems: Resilience in a Changing Climate”.

Screenshot aus dem Ankündigungsvideo des Online-Kurses „Disasters and Ecosystems: Resilience in a Changing Climate”.

Online-Kurs zu Umweltkatastrophen und Klimawandel von den Vereinten Nationen und einem globalen Netzwerk von Hochschulen

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP und die Fachhochschule Köln bieten zusammen mit einem weltweiten Netzwerk von Hochschulen den Online-Kurs „Disasters and Ecosystems: Resilience in a Changing Climate” an. Der Kurs wird weltweit am 12. Januar 2015 über die in Deutschland ansässige Online-Lernplattform iversity.org gestartet.

Logo des Kunstprojekts Swap Your Shoe

Logo des Kunstprojekts Swap Your Shoe

SWAP YOUR SHOE

Die UN-Jugenddelegierten werden gemeinsam mit Saarbrücker Studierenden ein Kunstprojekt bei den Vereinten Nationen umsetzen. Im Februar 2015 planen sie in den Ausstellungsräumen im German House in New York zusammen mit der jungen Künstlerinitiative TMQL! eine partizipative Installation. Lesen Sie in der aktuellen Pressemitteilung mehr darüber.

 
 

Publikationen

Titelbild der Zeitschrift VEREINTEN NATIONEN

Titelbild des Themenheftes 6/2014 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN

Zeitschrift VEREINTE NATIONEN Themenheft 6/2014

Welche zukünftigen Entwicklungsziele?

Im September 2015 soll auf UN-Ebene eine neue Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015 verabschiedet werden. Welche Ziele könnten das sein, und welche Lehren wurden aus den Millenniums-Entwicklungszielen (MDGs) gezogen? Sind die Verhandlungen für zum ersten Mal universelle und wirklich nachhaltige Ziele auf einem guten Weg? Diese Fragen erörtern und beantworten im Themenheft 6/2014 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN unter anderem Jürgen Maier und Marie-Luise Abshagen.

Bild der Titelseite der Blauen Reihe

Titelseite der DGVN-Publikation "Blaue Reihe"

Blaue Reihe Nr. 114

Rechtsstaatlichkeit und Verantwortung in der Friedenssicherung – Entwicklungen, Potenziale und Herausforderungen für Wissenschaft und Praxis

Die neueste Ausgabe der BLAUEN REIHE ist der Diskussion über die (UN-)Friedenssicherung gewidmet. Zur stärkeren Strukturierung der Debatte in Deutschland wurden am 28. Januar 2014 Praktiker, Wissenschaftler und Vertreter von Think Tanks in einem Workshop zusammengebracht. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und neuen Ideen werden in dieser Publikation vorgestellt. Sie basieren auf den Beiträgen der Workshop-Teilnehmer.

Veranstaltungsberichte

Teilnehmer der Buchvorstellung v.l.n.r: Dr. Volger, Prof. Varwick, Dr. Weisbrod-Weber und DGVN-Vorsitzender Dzembritzki

Das Podium bei der Buchvorstellung © DGVN

Handlungsmöglichkeiten und Grenzen der Vereinten Nationen: DGVN diskutiert mit UN-Praktiker und UN-Forschern

Um „Handlungsmöglichkeiten und Grenzen“ der Vereinten Nationen zu diskutieren, lud die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen am 4. Dezember 2014 zur Buchvorstellung ein: „Die Vereinten Nationen. Herausforderungen, Chancen und Reformkonzepte – Ausgewählte Aufsätze von Helmut Volger“, herausgegeben von Prof. Dr. Johannes Varwick. Neben dem Autor und dem Herausgeber war Wolfgang Weisbrod-Weber, der ehemalige Direktor für Asien und Nahost in der Hauptabteilung Friedenssicherungseinsätze (DPKO) im UN-Sekretariat als Kommentator beteiligt.

Das De-Briefing der Jugenddelegierten © DGVN

Das Debriefing der Jugenddelegierten © DGVN

Jugendpartizipation bei den Vereinten Nationen

Beim Debriefing der deutschen Jugenddelegierten zur UN-Generalversammlung schauten Celina Greppler und Ozan Solmus gemeinsam mit Vertreter*innen aus den beteiligten Ministerien und der Träger des Programms auf ihren Aufenthalt bei der 69. UN-Generalversammlung in New York zurück und gaben Impulse für die Zukunft des Programmes.

Foto: Vetreter der DGVN im Gespräch mit Mitgliedern des Auswärtigen Amts und des Bundestags

Vetreter der DGVN im Gespräch mit Mitgliedern des Auswärtigen Amts und des Bundestags © DGVN

Deutsche UN-Politik zwischen allgemeiner Zustimmung und krisenhafter Enttäuschung

Die deutsche UN-Politik war Gegenstand eines Gedankenaustausches zwischen Bundestagsabgeordneten, Vertretern des Auswärtigen Amts und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN). Die DGVN hatte zu diesem Parlamentarischen Abend am 26. November 2014 eingeladen. Arnd Henze, ARD-Hauptstadtkorrespondent, moderierte den Abend.

Foto: Basil Fernando

Basil Fernando © Brot für die Welt/Hermann Bredehorst

Welche Räume bleiben für zivilgesellschaftliches Engagement? Globale Trends, Erfahrungen aus Asien, Handlungsmöglichkeiten

Die Zivilgesellschaft ist ein wichtiges Element für den Schutz von Menschenrechten, Demokratie und gerechter Entwicklung. Immer mehr wird der Raum für zivilgesellschaftliches Engagement eingeschränkt  oder ganz geschlossen.
Zu diesem Thema veranstalteten die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) und Brot für die Welt am 27. November 2014 eine Podiumsdiskussion mit Maina Kiai, UN-Sonderberichterstatter für Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, sowie Basil Fernando, diesjähriger Preisträger des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) und Menschenrechtsverteidiger.

 
 

Impressum

Redaktion: Steve Biedermann, Steffen Stürznickel

V.i.S.d.P.:  Lisa Heemann


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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