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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN Newsletter Juni 2014

 

Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Völkermord in Ruanda, der sich 2014 zum 20. Mal jährt, beschäftigt die DGVN weiterhin: am 23. Juni findet eine Fachtagung in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin statt, zu der wir gemeinsam mit Genocide Alert e.V., der Botschaft der Republik Ruanda sowie der Landesregierung Rheinland-Pfalz herzlich einladen.  
In der ersten der drei Podiumsdiskussionen werden wir die Frage der Ursachen und Hintergründe des Genozids beleuchten. Das zweite Panel beschäftigt sich mit der strafrechtlichen Aufarbeitung. Zuletzt wollen wir den Blick nach vorne richten und uns fragen, welche Lehren die internationale Gemeinschaft aus den Fehlern in Ruanda gezogen hat und was dies für heutige Krisen und Konflikte bedeutet.

Weiterhin bringen wir Sie mit diesem Newsletter hinsichtlich unserer Publikationen und vergangenen Veranstaltungen auf den neuesten Stand:

Am 9. Mai wurde der DGVN-Dissertationspreis im Rathaus der Stadt Bonn verliehen. Die diesjährige Preisträgerin Aletta Mondré wurde für ihren herausragenden Beitrag zur UN-Forschung ausgezeichnet. Lesen Sie dazu unseren Veranstaltungsbericht.

Ende Juni wird außerdem Heft 3/2014 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN erscheinen. Die Themen sind: EU-UN-Zusammenarbeit bei der Friedenssicherung in Afrika, Frankreichs Afrika-Politik, Post-MDGs/SDGs und die UN-Initiative "Sustainable Energy for All" (SE4ALL).

Viele weitere Nachrichten finden Sie in diesem Newsletter und wie immer auch auf unserer Webseite. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihre Online-Redaktion

 
 
 
 

Veranstaltungen

Fachtagung 20 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda

Der Genozid in Ruanda: Ursachen, strafrechtliche Aufarbeitung und die heutige Situation in Ruanda und weltweit -  DGVN, Genocide Alert e.V., das Bundesland Rheinland-Pfalz und die Botschaft der Republik Ruanda laden zu einer Fachtagung ein.

Montag, 23. Juni, 13.30 - 20.00 Uhr

Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz b. Bund, In den Ministergärten 6, 10117 Berlin

Die UNESCO im Spannungsfeld zwischen Vordenker, Mittler und Entwicklungshelfer

Vortrag (Landesverband Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen)

Der DGVN-Landesverband und der UNESCO-Lehrstuhl für Internationale Beziehungen an der TU Dresden laden ein zu einem Vortrag zum Thema "Die UNESCO im Spannungsfeld zwischen Vordenker, Mittler und Entwicklungshelfer - Ein überlebensfähiges Modell?"

Donnerstag, 3. Juli, 18:30 - 20:00

TU Dresden, Bergstraße 53, Von-Gerber-Bau Raum 39 (GER/039)

Nachrichten

Helen Clark, Leiterin des UNDP (UN Photo/Evan Schneider)

Drastischer Umbau des UN-Entwicklungsprogramms:

Bereit für neue Aufgaben?

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme – UNDP) steht vor einem tiefgreifenden Strukturwandel. Die geplanten Umstrukturierungen sehen dabei eine drastische Dezentralisierung der Organisation und einen Personalabbau im großen Umfang vor.

UN-Sicherheitsrat bei der Abstimmung über die Resolution

UN-Sicherheitsrat bei der Abstimmung über die Resolution (UN Photo/Devra Berkowitz)

„Hauptmann-Mbaye-Diagne-Medaille für außergewöhnliche Tapferkeit‟ vom UN-Sicherheitsrat gestiftet

Hauptmann Mbaye Diagne rettete hunderte Menschenleben während des Genozids in Ruanda. Nun stiftete der UN-Sicherheitsrat eine Ehrenmedaille für außergewöhnliche Tapferkeit.

Die deutschen Vertreterinnen und Vertreter bei der World Conference on Youth mit der deutschen Botschafterin in Colombo (DGVN/Celina Greppler)

Eine Jugendkonferenz ohne Jugend?

UN-Weltkonferenz über Jugend 2014 in Colombo

Elise Zerrath, Jugenddelegierte 2013, und Celina Greppler, Jugenddelegierte 2014, waren als Vermittlerin und als eine von zwei nationalen Jugenddelegierten in Sri Lanka. Sie berichten hier vom Verlauf, den Ergebnissen und ihrem Eindruck der Weltkonferenz über Jugend.

Helga Maria Schmid, Stellv. Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EEAS), Catherine Ashton, Mohammed Javad Zarif, Seyyed Abbas Araghchi sowie die Vertreter der Sechsergruppe während der Verhandlungen in Wien, Mai 2014. Foto: EEAS

TeilnehmerInnen der Verhandlungen in Wien, Mai 2014 (Quelle: EEAS)

Verhandlungen im Atomstreit mit Iran zur Halbzeit ohne "greifbare Erfolge"

Uneinigkeit in Wien

Zwei Monate vor Ablauf des Übergangsabkommens zur Beilegung des Atomkonflikts mit Iran kamen die Vertreter Irans, der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands in Wien zu einer nächsten Verhandlungsrunde zusammen. Die vom 13. bis 16. Mai 2014 andauernden Gespräche über einen Fahrplan zur endgültigen Beilegung des Konflikts endeten jedoch ohne "greifbare Erfolge". Bis zum 20. Juli 2014 soll ein Vertrag vorliegen, der die ausschließlich friedliche Nutzung der Atomkraft in Iran garantieren soll.

Flagge der Zentralafrikanischen Republik

Flagge der Zentralafrikanischen Republik (Quelle: Wikipedia)

Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik

Knapp 12.000 Blauhelmsoldaten sollen Zivilisten schützen

Der Tod einer französischen Fotojournalistin in der Zentralafrikanischen Republik Mitte Mai 2014 ließ die Weltöffentlichkeit kurz aufhorchen. Die erst 26-jährige Camille Lepag hatte eine christliche Miliz begleitet, geriet dabei wahrscheinlich in ein Feuergefecht und starb. Auch wenn die Zentralafrikanische Republik zurzeit nicht mehr im Fokus der massenmedialen Berichterstattung steht, die Lage vor Ort ist weiterhin instabil und brandgefährlich. Nun sollen 12.000 Blauhelmsoldaten die Situation vor Ort befrieden.

Mutter mit ihrem Kind in einem Krankenhaus in Nordkorea

Mutter mit ihrem Kind in einem Krankenhaus in Nordkorea (UN Photo/David Ohana)

Nordkorea im Fokus des UN- Menschenrechtsschutzsystems

Alle Register ziehen!

Die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) steht seit jeher unter besonderer Beobachtung der internationalen Staatengemeinschaft. Derzeit rücken jedoch insbesondere die gravierenden, systematischen und weitverbreiteten Menschenrechtsverletzungen Nordkoreas in den Fokus der Vereinten Nationen. Der Bericht einer im Jahr 2013 vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzten Untersuchungskommission erhebt schwere Vorwürfe gegen die Führung des Landes. Die erwiesenen schwersten Menschenrechtsverletzungen kämen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich. Dies erfordert sowohl eine Reaktion des Sicherheitsrats als auch des Internationalen Strafgerichtshofs.

Große Klimainitiativen kleiner Länder

Inselentwicklungsländer stehen im Zentrum des Welt-Umwelttages am 5. Juni 2014

„Erhebt Eure Stimme, nicht den Meeresspiegel!“ So lautet der Slogan der Vereinten Nationen für den Welt-Umwelttag am 5. Juni 2014. Im Zentrum der diesjährigen Informationen und Aktionen stehen die Inselentwicklungsländer, die besonders hart von den Folgen des globalen Klimawandels betroffen sind. Wie das Beispiel des kleinen karibischen Inselstaates Barbados zeigt, sind dies zugleich die Länder, die sehr engagiert den Klimaschutz im eigenen Land betreiben. Um so überzeugender können sie fordern, dass endlich ein neues ambitioniertes internationales Klimaabkommen verabschiedet wird.

Untersuchung durch ein UN-Gesundheitsteam in Timor-Leste in Südostasien.

Untersuchung durch ein UN-Gesundheitsteam in Timor-Leste in Südostasien. (UN Photo/Martine Perret)

Weniger Erkrankungen und ein längeres Leben

WHO-Bericht belegt beeindruckende Erfolge und benennt Defizite bei der Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele

Um neun Jahre hat sich die Lebenserwartung von Menschen in armen Ländern seit 1990 erhöht. Eine geradezu sensationelle Steigerung. Dazu hat die Verbesserung der Gesundheitsversorgung wesentlich beigetragen. Und doch bleiben in den Entwicklungsländern noch zahlreiche ungelöste Aufgaben. So ist der Kampf gegen die hohe Müttersterblichkeit bei der Geburt ihrer Kinder noch längst nicht gewonnen, und auch die Kindersterblichkeit ist nach wie vor hoch. Ein Grundproblem: Viele arme Menschen haben weiterhin keinen Zugang zu einer Gesundheitsversorgung und riskieren bei jeder Krankheit und bei jeder Geburt ihr Leben.

 
 

Veranstaltungsberichte

DGVN-Vorstandsvorsitzender Detlef Dzembritzki überreicht der Preisträgerin Aletta Mondré Urkunde und Blumen (DGVN/Amelie Overmann)

Verleihung des DGVN-Dissertationspreises am 9. Mai 2014 in Bonn

Am 9. Mai 2014 lud die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) zur Verleihung des dritten DGVN-Dissertationspreises mit anschließender Podiumsdiskussion in das Rathaus der Stadt Bonn ein. Die diesjährige Preisträgerin Aletta Mondré promovierte mit summa cum laude im Fach Politikwissenschaften an der Universität Bremen zum Thema "See you Somewhere: Forum Shopping in International Dispute Settlement" und wurde von der DGVN für diesen herausragenden Beitrag zur Forschung im Bereich der UN ausgezeichnet.

 
 

Impressum

Redaktion: Amelie Overmann, Steffen Stürznickel, Dr. Alfredo Märker

V.i.S.d.P.:  Lisa Heemann


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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