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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN-Newsletter Mai 2014

 

Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Hinblick auf die eskalierende Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik, Syrien und der Ukraine wird deutlich, dass auch im Jahr 2014 die Zahl der Konflikte nicht abnehmen wird. Angesichts des bürgerkriegsgeschüttelten Südsudans und wiederkehrender Muster eines drohenden Genozids müssen wir uns fragen, welche Lehren die Weltgemeinschaft aus dem Völkermord in Ruanda vor zwanzig Jahren gezogen hat. Eine vorläufige Bilanz wird im aktuellen Themenheft der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN gezogen.

Ruanda wird die DGVN in diesem Jahr auch weiterhin beschäftigen. Für den 23. Juni planen wir in Berlin gemeinsam mit Kooperationspartnern eine Fachveranstaltung, die in den kommenden Tage auf der DGVN-Webseite angekündigt wird. DGVN-Mitglieder haben Anfang September überdies die Gelegenheit, sich bei einer Studienreise nach Ruanda (mit Zusatzoption Arusha/Tansania) selbst ein Bild von dem Land 20 Jahre nach dem Völkermord zu machen. Unsere studentischen Mitglieder haben außerdem die Chance, sich an einem Essaywettbeweb über Ruanda zu beteiligen und dabei ein Reisekostenstipendium für die DGVN-Studienreise zu erhalten. 

Herzlich einladen möchten wir Sie zur Verleihung des DGVN-Dissertationspreises am kommenden Freitag, den 9. Mai im Bonner Rathaus.

Hingewiesen sei an dieser Stelle auch noch einmal auf die Suchfunktion unserer Webseite www.dgvn.de, die Ihnen den Zugang zu unserer Publikationsdatenbank mit bereits 2000 Einträgen erleichtert. Die Datenbank stellt nicht nur alle Nachrichten der Webseite einschließlich der Themenportale bereit. Auch nach Inhalten der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN sowie weiterer Publikationen kann gezielt gesucht werden.

Weitere Nachrichten finden Sie wie immer auf unserer Webseite. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihre Online-Redaktion

 
 

Nachrichten

Nyamata Memorial Site, skulls. Nyamata, Rwanda © Fanny Schertzer

Exklusiv für DGVN-Mitglieder: Studienreise nach Ruanda & Essaywettbewerb

Mit Zusatzoption Arusha, Tansania

Vor dem Hintergrund des zwanzigjährigen Gedenkens an die Ereignisse in Ruanda 1994 wird die DGVN in diesem Jahr verschiedene Veranstaltungen anbieten, die neben der Erinnerung den Blick auch auf die Frage lenken, welche Lehren die internationale Gemeinschaft gezogen hat bzw. ziehen sollte, um künftigen massiven Menschenrechtsverletzungen bis hin zum Völkermord entgegenzuwirken. Neben einer DGVN-Studienreise Anfang September und einem Essaywettbewerb wird es am 23. Juni eine Fachveranstaltung in Berlin geben. Auch die von der DGVN herausgegebene Fachzeitschrift VEREINTE NATIONEN widmet sich in ihrer aktuellen Ausgabe den Ereignissen in Ruanda vor 20 Jahren. Finden Sie dazu alle Informationen auf unserer Themenseite "Ruanda 20 Jahre nach dem Genozid".

Das Schmelzen der Gletscher Grönlands ist ein dramatischer Beleg für die Auswirkungen steigender globaler Temperaturen. Foto: UN Photo/Mark Garten

„Es kostet nicht die Welt, den Planeten zu retten“

Bericht des Weltklimarates IPCC zeigt Wege zu einer Begrenzung des globalen Klimawandels auf

Es ist noch nicht zu spät. So lautet die zentrale Aussage des dritten Teils des fünften Sachstandsberichtes des Weltklimarates IPCC  (Intergovernmental Panel on Climate Change), der am 13. April 2014 in Berlin präsentiert wurde.

Deutscher Polizist in Liberia (UNMIL) ©Gunnar Pier

Von Namibia in die Welt – 25 Jahre polizeiliche Auslandseinsätze

Vor 25 Jahren, von August 1989 bis März 1990, nahmen deutsche Polizisten erstmalig an einer Friedensmission teil: Beteiligt waren 50 Beamte des damaligen Bundesgrenzschutzes und 30 DDR-Volkspolizisten bei der UN Transition Assistance Group UNTAG in Namibia während des Unabhängigkeitsprozesses. Es war die erste Beteiligung der Bundesrepublik an einer UN-Friedensmission überhaupt. Sie gilt als eindeutig gelungene Mission. Mit der WEU-Mission in Mostar und der Gründung der Arbeitsgruppe IPM (Internationale Polizeimissionen) 1994 im Bundesinnenministerium begannen vor 20 Jahren auch die gemeinsamen Einsätze von Bund- und Länderpolizeien. Inzwischen nahmen 9.000 BeamtInnen aus Bund und Ländern an insgesamt 28 internationalen Friedensmissionen teil.

Viele, die das Land verlassen möchten, schaffen nicht einmal dies. Wie hier im Atma Camp im Norden Syriens warten Tausende, um irgendwie die Grenzen zu einem der Nachbarländer zu überqueren. UN-Foto: IRIN

Syrien-Konflikt: Aus Flüchtlingen werden Einwohner

Erneut Kämpfe im syrischen Aleppo - Frankreich plant neue Sicherheitsratsresolution

Während in Aleppo die heftigsten Kämpfe seit gut zwei Jahren ausgebrochen sind, unternimmt Frankreich erste Schritte hin zu einer UN-Sicherheitsratsresolution, die den Syrien-Konflikt vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag bringen könnte. In vielen Flüchtlingslagern richten sich die Menschen unterdessen auf einen längeren Aufenthalt ein.

Anti-Balaka-Kämpfer warten auf Flüchtlingskonvois am Rande der Hauptstadt Bangui. Entscheiden sich Muslime zur Flucht, werden sie oft von christlichen Milizen wie diesen gejagt. Foto: Till Muellenmeister/IRIN

Zentralafrikanische Republik am Rande der Anarchie

Milizen morden fast ungehindert weiter / MISCA-Truppen unterversorgt

Gut ein Jahr nach dem gewaltsamen Sturz von Präsident François Bozizé durch die muslimische Séléka-Miliz befindet sich die Zentralafrikanische Republik am Rande der Anarchie. Jugendlichen Milizen der christlichen "Anti-Balaka" gelang es zwar, die Séléka-Milizen in den Norden des Landes zu vertreiben. Doch verbreiten diese nun selbst mit Lynchjustiz und grenzenloser Gewalt an muslimischen Einwohnern Angst und Schrecken. Zwar befinden sich afrikanische und französische Truppen im Land, doch die unterversorgte MISCA kämpft mit ihrer eigenen Machtlosigkeit.

Blanquita Vargas leitet selbstbewusst ein Ananas-Anbauteam. Foto: UNDP

Costa Rica: Fair und umweltfreundlich angebaute Ananas gefragt

Das UN-Entwicklungsprogramm UNDP unterstützt ein Programm des Übergangs zu einer nachhaltigen Produktion

„Es war nicht einfach, aber ich habe es geschafft, an die Spitze eines Gebietes aufzusteigen, das bisher allein von Männern beherrscht wurde.“ So beschreibt Blanquita Vargas stolz ihren Aufstieg an die Spitze eines 22-köpfigen Teams, das Ananas in Costa Rica anbaut.

Nguyen Thi Ha, Kinderschutzexpertin beim Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) in Vietnam (Foto: Anita Dodds)

Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung

Interview mit Nguyen Thi Ha, Kinderschutzexpertin bei UNICEF Vietnam

In den verschiedensten Teilen der Welt kommt es vor, dass Kinder sexuell ausgebeutet werden: im Familienumfeld, von eigenen Landsleuten, aber auch von Touristen, die extra dafür ins Ausland reisen. Ein beliebtes Ziel von Sextouristen ist Südostasien. In Vietnam arbeitet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) mit verschiedenen Partnern zusammen, um den Kinderschutz im Land zu verbessern.

Weit über eine Million EU-Bürger unterstützen die europäische Bürgerinitiative "Wasser und sanitäre Grundversorgung sind ein Menschenrecht!" (Bild: www.right2water.eu/de)

Wasser als Bürgeranliegen

Europäische Bürgerinitiative für eine gesetzliche Verankerung des Menschenrechts auf Wasser

Während von den Vereinten Nationen das Menschenrecht auf Wasser mittlerweile als solches anerkannt ist, tun sich viele Staaten mit der Umsetzung eher schwer. Das gilt auch für die Europäische Union. Sie wurde 2013 von der ersten erfolgreichen europäischen Bürgerinitiative (EBI) "Right2water" aufgefordert, einen Gesetzesvorschlag vorzulegen, der das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung entsprechend der Resolution der Vereinten Nationen durchsetzt. Die EU reagierte nun dem Tenor nach zwar positiv, machte jedoch in Hinblick auf einen Gesetzentwurf keine konkreten Zusagen.

WHO-Poster zum Weltgesundheitstag 2014

Vektorübertragene Krankheiten: Kleine Stiche mit schlimmen Folgen

Weltgesundheitstag 2014: Vektorübertragene Krankheiten

Mehr als eine Milliarde Menschen pro Jahr infizieren sich mit Krankheiten wie Malaria, Dengue- oder Gelbfieber. Die Erreger dieser Krankheiten werden durch Mücken, Zecken und andere Blutsauger übertragen. Mehr als eine Million Menschen sterben daran. Zum diesjährigen Weltgesundheitstag am 7. April stellt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Thema "Vektorübertragene Krankheiten" in den Mittelpunkt. Sie schätzt, dass diese Krankheiten weltweit rund 17 Prozent der Krankheitslast ausmachen. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ist gefährdet.

 
 

Publikationen

VEREINTE NATIONEN Heft 2/2014

Lehren aus Ruanda 1994

20 Jahre liegt der Völkermord an den Tutsi in Ruanda zurück. Für die Vereinten Nationen und einige ihrer Mitgliedstaaten wurde die Unfähigkeit oder der Unwillen, diesen Völkermord als solchen anzuerkennen und aufzuhalten, zu einem Trauma, das bis heute nachwirkt. Die Gründe für das Versagen sind vielfältig, doch als Entschuldigung dienen sie nicht. Diese Meinung vertreten alle Autorinnen und Autoren im aktuellen Themenheft 2/2014 von VEREINTE NATIONEN.

 
 

Veranstaltungsberichte

Khalid Malik, Direktor des Büros für den Bericht über die menschliche Entwicklung

The Post 2015 Agenda:

Die entwicklungspolitische Bedeutung sozialer Sicherungssysteme

"Wir müssen davon abkommen, dass arme Länder sich soziale Absicherung nicht leisten können", so Khalid Malik, Direktor des Büros für den Bericht über die menschliche Entwicklung beim Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP). Soziale Absicherung hilft dabei, Armut und Unsicherheit zu verringern und trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und politischer Stabilität bei.

DGVN-Generalsekretärin Beate Wagner und Valerie Amos

"Am meisten zählt, dass humanitäre Hilfe wirksam Menschenleben rettet"

Valerie Amos zu Gast bei der DGVN

Am 18. März 2014 lud die DGVN junge Berufstätige, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende, die eine Tätigkeit im Bereich der Humanitären Hilfe anstreben oder bereits begonnen haben, zu einem Fachgespräch. Gesprächspartnerin war Valerie Amos, Untergeneralsekretärin für Humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinatorin der Vereinten Nationen.

Der ehemalige Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer, hält die Einführungsrede

DGVN-Tagung zur UN-Initiative "Nachhaltige Energie für alle"

Nachhaltige Energieversorgung zur Armutsbekämpfung weltweit - Potenziale und Voraussetzungen der UN-Initiative "Sustainable energy for all (Se4All)" - dazu diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik im Rahmen einer von DGVN und dem Forum Umwelt und Entwicklung veranstalteten Fachtagung am 19. Februar in Berlin. Anlass war der Beginn der UN-Dekade "Nachhaltige Energie für alle" (Res. 67/215) in diesem Jahr.

Das überflutete UN-Tomping-Lager am 12. März 2014.

Herausforderungen im Südsudan

Eine humanitäre Katastrophe steht mit Beginn der Regenzeit im April bevor

Am 6. März 2014 führte die DGVN in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsverbund Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) eine Veranstaltung zur aktuellen Situation im Südsudan durch. Unter der Überschrift „Südsudan: Fragiler Staat am Abgrund?“ sprachen Nicolai von Hoyningen-Huene (Mitarbeiter der UNMISS), Marina Peter (Vorsitzende des Südsudan und Sudan Forum e.V.) sowie Johannes Lehne (Auswärtiges Amt) über derzeitige Herausforderungen und Schwierigkeiten der UNMISS. Angeregt von den Diskussionen hat unsere Autorin die Situation im Südsudan aufgearbeitet.

 
 

Veranstaltungen

Rathaus Bonn

Verleihung des DGVN-Dissertationspreises

Im Bonner Rathaus wird am 09. Mai 2014 um 18:00 Uhr die diesjährige Preisträgerin Aletta Mondré  für ihre Dissertation zum Thema "See you Somewhere: Forum Shopping in International Dispute Settlement" ausgezeichnet. Die Arbeit entstand 2012 am Forschungsbereich 597 "Staatlichkeit im Wandel" an der Universität Bremen und wurde von der Prüfungskommission unter dem Vorsitz von Prof. Dieter Senghaas mit "summa com laude" bewertet.

Die Vereinten Nationen in einer Zeit der Krisen

Der DGVN lädt am 19. Mai 2014 ab 19 Uhr alle Interessierten zu einer öffentlichen Podiumsdikussion zum Thema „Die Vereinten Nationen in einer Zeit der Krisen“ ein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und europäische Politik der Martin-Luther-Universität Halle und der Friedrich-Naumann-Stiftung in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle statt.

 
 

Generalsekretariat

Neuer Mitarbeiter im Generalsekretariat

Wir freuen uns, Steffen Stürznickel als neuen Mitarbeiter im Generalsekretariat begrüßen zu dürfen. Er übernimmt fortan den Aufgabenbereich von Ulrich Keller, den wir im Februar 2014 feierlich in den Vorruhestand verabschiedet haben.

Steffen Stürznickel hat Politikwissenschaften (B.A.) und Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik (M.A.) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie an der Universität Duisburg-Essen studiert.

 
 

Impressum

Redaktion: Christian Schewe, Steffen Stürznickel

V.i.S.d.P.:  Lisa Heemann


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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