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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN-Newsletter März 2014

 

Inhalt

DGVN-NEWSLETTER, März 2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende Januar nahm sich UN-Generalsekretär Ban Ki-moon im Rahmen seines Deutschlandaufenthaltes viel Zeit für die DGVN und traf sich unter anderem mit 19 UN-politisch engagierten Jugendlichen. Im Mittelpunkt stand das Thema "Herausforderungen einer nachhaltigen Zukunft". Ban nahm die Forderungen der Jugendlichen entgegen, beantwortete ihre Fragen, lobte ihr Engagement und ermutigte sie, ihre Ideen und Träume einzubringen.

Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Übernahme mehr internationaler Verantwortung durch Deutschland fand der Vortrag von Martin Kobler, Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs für die DR Kongo und Leiter der MONUSCO, besonders großes Interesse. Die DGVN hatte gemeinsam mit der Initiative Südliches Afrika e.V. zur Diskussion unter dem Titel “Fortschritte im Kongo-Konflikt: Aktuelle Herausforderungen der UN-Mission MONUSCO“ eingeladen.

Der grausame Bürgerkrieg in Syrien dauert nun mehr als drei Jahre. Aufgrund der Komplexität des Krise und des mangelnden Einigungswillens der Konfliktparteien, ist eine Konfliktlösung durch die Vereinten Nationen kaum möglich. Die Treffen zwischen Opposition und Assad-Regime verliefen ergebnislos, während die Zahl der Flüchtlinge auf rund neun Millionen Menschen anstieg. 130.000 Syrer kamen nach Angaben der Vereinten Nationen bisher ums Leben. Ein neuer Bericht des UN-Generalsekretärs an den Sicherheitsrat deckt zudem grausamste Verbrechen an Kindern auf.

Obwohl der Zugang zu sauberem Wasser ein Menschenrecht ist, bereitet die Wasser- und Sanitärversorgung in vielen Teilen unserer Erde große Probleme. Mitte Februar debattierte die UN-Generalversammlung über nachhaltige Entwicklungsziele im Bereich „Wasser, Sanitärversorgung und Energie“, die die Weltgemeinschaft nach 2015 verfolgen sollte. Einigkeit bestand darüber, dass der Zugang zu Wasser, Sanitärversorgung sowie Energie einen Schlüssel für eine umfassende nachhaltige Entwicklung bildet und die Vereinten Nationen bei der Umsetzung dieser Vorhaben eine wichtige Rolle spielen müssen. Hierzu berichten wir auf unseren Internetportalen “Menschliche Entwicklung stärken“ und “Klimawandel bekämpfen“.

Seit Neuestem können Sie auf unserer Webseite dank einer Publikationsdatenbank mit bereits 2000 Einträgen schnell an gewünschte Informationen gelangen. Die Datenbank enthält nicht nur alle Nachrichten der Webseite einschließlich der Themenportale bereit, auch nach Inhalten der Zeitschrift Vereinte Nationen sowie weiterer Publikationen kann gezielt gesucht werden.

Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Ihre Online-Redaktion

 
 

Nachrichten

Foto: Phototek/Trusche

DGVN-Vorsitzender trifft Ban Ki-moon

Konstituierung des Wissenschaftlichen Beirats des UN-Generalsekretärs

Am 30. und 31. Januar 2014 trat in Berlin erstmals der neue wissenschaftliche Beirat des UN-Generalsekretärs (Scientific Advisory Board – SAB) zusammen. Anlässlich der Konstituierung traf der DGVN-Vorsitzende Detlef Dzembritzki im Auswärtigen Amt Ban Ki-moon und Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

 
 

Foto: DGVN

Ban Ki-moon empfängt Jugendliche bei der DGVN

Die Zukunft? Nur mit uns! Jugendliche stellen Forderungen an die UN für eine nachhaltige Zukunft

30. Januar. Im Rahmen seines Deutschlandbesuchs traf UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auf Einladung der DGVN mit 19 Jugendlichen zusammen. Im Mittelpunkt stand das Thema "Herausforderungen einer nachhaltigen Zukunft". Dazu nahm er Forderungen der Jugendlichen entgegen.

 
 

Foto: DGVN

UN-Jugenddelegierten-Programm

Celina Greppler und Ozan Solmus übernehmen das Amt der UN-Jugenddelegierten 2014

Das Jahr als UN-Jugenddelegierte haben die beiden am Montag mit einer zweiwöchigen Hospitanz im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und vielen weiteren Gesprächen, unter anderem mit den beiden Trägern, der DGVN und dem DNK, begonnen. Damit lösen Celina Greppler aus Saarbrücken und Ozan Solmus aus Mainz die Jugenddelegierten 2014, Elise Zerrath und Florian Nowack, ab.

 
 

Foto: UN Photo/Isaac Billy Gideon Lu'b

Ländliche Gebiete in Afrika: Geringe Produktivität und hohes Potenzial

Internationale Arbeitsorganisation ILO ergreift Initiativen für eine umfassende ländliche Entwicklung

„Das Wirtschaftswachstum in den Ländern Afrikas ist weiterhin robust, aber die Region erlebt eine stetige Zunahme der Zahl der extrem armen Menschen, und diese leben vor allem in ländlichen Gebieten.“

 
 

Foto: UN Photo/Olivier Chassot

Ein Schlüssel für die Lösung von Entwicklungsproblemen

UN-Generalversammlung debattierte über die Entwicklungsziele „Wasser, Sanitärversorgung und Energie“

„Der fehlende Zugang zu einer Wasser-, Sanitär- und nachhaltigen Energieversorgung verstärkt Armut, Gesundheitsprobleme, Sterblichkeit und Genderungleichheit um eine Vielfaches“, betonte John Ashe, der Präsident der UN-Generalversammlung, bei der Eröffnung einer Debatte  des Gremiums am 18. und 19. Februar 2014 in New York.

 
 

Foto: Chrystian Guy/flickr

Welt-Krebs-Bericht 2014

Entwicklungsländer durch Übernahme westlicher Lebensweisen stark betroffen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat neueste Zahlen zu weltweiten Krebserkrankungen veröffentlicht. 2012 erkrankten rund 14 Millionen Menschen an Krebs. 8,5 Millionen Betroffene sind im gleichen Jahr daran gestorben. Für die nächsten 20 Jahre prognostiziert die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) einen Anstieg der Erkrankungen von über 60 Prozent. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen könnte somit auf 22 Millionen steigen.

 
 

Foto: UN Photo/Eskinder Debebe

Emissionshandel 2014: Neue Projekte und alte Probleme

Mehr Länder führen den Handel mit Emissionszertifikaten ein

Immer mehr Länder wollen den Emissionshandel als Instrument zum Klimaschutz nutzen. Unternehmen, die das Klima belasten, müssen über diese Zertifikate verfügen und sie gegebenenfalls erwerben. In der EU und inzwischen auch in China gibt es einen Handel mit diesen „Verschmutzungsrechten“. Aber in den letzten Jahren ist der Preis für die Zertifikate dramatisch gesunken. Lässt sich das Instrument des Emissionshandels für einen wirksamen Klimaschutz retten?

 
 

Foto: UN Photo/Logan Abassi

Warten auf die Milliarden

„Grüner Klimafonds“ der Vereinten Nationen nimmt konkrete Gestalt an

Während die Folgen des globalen Klimawandels immer deutlicher sichtbar werden und vor allem arme Entwicklungsländer treffen, fehlt es bisher an wirksamen Instrumenten, um den Opfern dieser Veränderungen rasch zu helfen. In Zukunft soll der „Grüne Klimafonds“ hierfür eine zentrale Rolle übernehmen – aber noch befindet er sich im Aufbau und seine Finanzierung ist nicht gesichert. Nun wurde in Bali beraten, wie der Fonds arbeitsfähig gemacht werden kann.

 
 

Foto: UNRWA

Krieg um Vorherrschaft

Irans Beziehungen zu Syrien

Die enge Allianz zwischen Iran und Syrien steht nach 35 Jahren mehr denn je unter dem Druck der internationalen Gemeinschaft und der regionalen Rivalen. Seit nun mehr als drei Jahren tobt ein Bürgerkrieg in Syrien, dessen grausames Ausmaß die Welt erstarren lässt. Aufgrund der Komplexität des Krisenverlaufs sowie der damit verbundenen geschichtlichen und religiösen Hintergründe, ist eine Lösung des Konflikts durch die Vereinten Nationen kaum möglich. Eine friedliche Lösung wäre nur unter Beteiligung aller Konfliktparteien in Sicht.

 
 

Foto: UN Photo/Hailemichael Gebrekrstos

Südsudan an der Schwelle zum Bürgerkrieg

Sicherheitsrat verstärkt UN-Friedensmission

Seit Mitte Dezember herrscht ein Gewaltkonflikt im jüngsten Staat Afrikas. Mehr als 400.000 Menschen sind vor den schlimmsten Kämpfen seit der Unabhängigkeit Südsudans im Jahr 2011 auf der Flucht, 800.000 sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen.

 
 

Foto: © panthermedia/mikekiev

UN kritisieren Kinderschutz der katholischen Kirche

Kirche missachtet UN-Kinderrechtskonvention

Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes übt in einem am 5. Februar 2014 veröffentlichten Prüfungsbericht Kritik an der Durchsetzung von Kinderrechten in der katholischen Kirche. Der Heilige Stuhl wies die Anschuldigungen zurück und bezeichnete die Empfehlungen des Ausschusses als einen Eingriff in die katholische Lehre. Doch Maßstab und Grundlage der Kritik ist die Kinderrechtskonvention: ein international bindender Vertrag, den auch der Heilige Stuhl ratifiziert hat.

 
 

Foto: CC-Lizenz

Uganda: Homosexuelle werden gesetzlich diskriminiert

UN und lokale Menschenrechtsorganisationen haben sich vergebens widersetzt

Es ist vollbracht. Das Gesetz, das Homosexuelle in Uganda diskriminiert und bedrängt, ist seit dem 24. Februar rechtskräftig. Viele haben sich engagiert, damit Präsident Museveni das Gesetz nicht unterschreibt. Leider blieben alle Bemühungen erfolglos. Homosexuelle sind nun in Uganda ihrer Rechte beraubt, viele haben das Land bereits verlassen.

 
 

Datenbank der DGVN-Veröffentlichungen verfügbar

Liebe Besucherinnen und Besucher der DGVN-Website

seit Neuestem haben wir für Sie eine professionelle Suchfunktion eingerichtet, mit der sie schnell an gewünschte Informationen kommen. Mit über 1900 Einträgen hält die Datenbank nicht nur alle Nachrichten der Webseite und unserer vier Themenportale bereit, sondern auch die Hefte der Zeitschrift Vereinte Nationen sowie weitere Publikationen.

Themenschwerpunkte 2014

Internationales Jahr der familienbetriebenen Landwirtschaft 2014

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2014 zum Internationalen Jahr der familienbetriebenen Landwirtschaft ernannt. Dadurch soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass kleinbäuerliche Familienbetriebe einen erheblichen Beitrag zur Ernährungssicherung, Armutsbekämpfung und vor allem zur nachhaltigen Lebensmittelproduktion leisten.

 
 

Internationales Jahr der kleinen Inselentwicklungsländer 2014

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2014 zum Internationalen Jahr der kleinen Inselentwicklungsländer erklärt. In dem Beschluss der UN-Generalversammlung vom 21. Dezember 2012 werden alle Mitgliedstaaten, das System der Vereinten Nationen und sonstige Akteure ermutigt, Maßnahmen zu fördern, „mit dem Ziel, die nachhaltige Entwicklung der kleinen Inselentwicklungsländer zu verwirklichen“.

Veranstaltungsberichte

Kann die UN-Interventionsbrigade den Konflikt in Kongo lösen?

UN-Sonderbeauftragter Martin Kobler über Erfolge und Herausforderungen der MONUSCO

Zur aktuellen Situation in der Demokratischen Republik Kongo veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN), in Zusammenarbeit mit der Initiative Südliches Afrika e.V. (INISA), am Montag, dem 24. Februar 2014, einen Themenabend mit Martin Kobler, dem Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs für die Demokratische Republik Kongo und Leiter der dortigen Mission MONUSCO. Unter dem Titel „Fortschritte im Kongo-Konflikt – Aktuelle Herausforderungen der UN-Mission MONUSCO“ berichtete Kobler anschaulich von den Erfolgen und nannte die zukünftigen Aufgaben der Mission.

Publikationen

VEREINTE NATIONEN Heft 1/2014

Strafgerichtsbarkeit – Präventive Diplomatie – Menschenrechte

Im Dezember 2013 verlieh die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen die Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille an den ehemaligen Ankläger der Nürnberger Prozesse Benjamin B. Ferencz und an den Internationalen Strafgerichtshof, vertreten durch dessen Chefanklägerin Fatou Bensouda. In einem ausführlichen Interview mit dieser Zeitschrift nimmt Frau Bensouda Stellung zu Themen wie Zeugenschutz, Ermittlungsstrategien, die Kritik afrikanischer Staaten und die abschreckende Wirkung des Gerichtshofs.

Veranstaltungen

"Save the Date"

DGVN-Studienreise 2014 nach Ruanda (1.9.-5.9.2014)

Auch 2014 bietet die DGVN für Ihre Mitglieder wieder eine exklusive Studienreise an, die vor dem Hintergrund des Genozids vor 20 Jahren nach Ruanda führen wird. Programmzeitraum vor Ort wird die Woche von Montag 1.9.2014 bis Freitag 5.9.2014 sein. Alle DGVN-Mitglieder erhalten in Kürze weitere Informationen. Verbindliche Anmeldungen sind ab sofort mit diesem Anmeldeformular möglich.

 
 

Auftaktveranstaltung zum 6. Internet Governance Forum Deutschland

Workshops und Diskussionsrunde am 2. April 2014

Die DGVN lädt ein zum diesjährigen Auftakttreffen für das 6. Internet Governance Forum Deutschland (IGF-D). Das IGF-D 2014 ist eine offene Multi-Stakeholder-Plattform verschiedener öffentlicher, zivilgesellschaftlicher und privater Akteure und dient als nationale Vorbereitung für das Internet Governance Forum der Vereinten Nationen, welches im September 2014 in Istanbul stattfinden wird.

 
 

Die Vereinten Nationen zwischen Fragmentierung und Kohärenz

4. UN-Forschungskolloquium vom 9. bis 11. Mai 2014

Unter den Leitbegriffen Fragmentierung und Kohärenz findet das 4. UN-Forschungskolloquium in Kooperation mit dem DIE in Bonn statt. Diesem Thema liegt die Beobachtung zu Grunde, dass sich die Global Governance-Architektur hinsichtlich der Normen, der beteiligten Institutionen und Akteure sowie der politischen Ziele zunehmend ausdifferenziert. Dabei sollen gerade die Vereinten Nationen eine verstärkte internationale Zusammenarbeit herbeiführen.

 
 

Potsdamer UNO-Konferenz

Fachtagung am 28. Juni 2014

Interdisziplinärer und praxisorientierter Erfahrungsaustausch von Völkerrechtlern, Politikwissenschaftlern, Diplomaten und UN-Mitarbeitern, mit Referaten zu den Themenaspekten "Neustrukturierung des UN-Systems, die Rolle der nichtstaatlichen Akteure im UN-System, die Rolle des UN-Hochkommissars für Menschenrechte im UN-Menschenrechtsschutz und die Reform der Arbeitsmethoden des UN-Sicherheitsrats.

 
 

Impressum

Redaktion: Viktoria Zubkov, Béla Winsmann

V.i.S.d.P.:  Lisa Heemann


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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