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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN-Newsletter November 2013

 

Inhalt

DGVN-NEWSLETTER, November 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen - schwerste Menschenrechtsverletzungen dürfen nicht ungeahndet bleiben! Auf diesem Fundament gründet sich der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag. Im Verlauf der Prozesse gegen Kenias Präsidenten Kenyatta und seinen Vizepräsidenten Ruto drohen nun Staaten aus dem Römischen Statut des Gerichtshofs auszutreten und damit die Internationale Strafgerichtsbarkeit zu schwächen.

Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Ereignisse ist die Verleihung der Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille in Frankfurt am Main ein deutliches Zeichen für die Stärkung des internationalen Rechts. Die beiden Preisträger sind Benjamin B. Ferencz und der Internationale Strafgerichtshof, vertreten durch die Chefanklägerin Fatou Bensouda. Beide Preisträger haben sich außerordentliche Verdienste um die Ächtung schwerster Menschenrechtsverbrechen erworben. Der Festakt steht auch im Kontext von 50 Jahre Auschwitz-Prozess und 65 Jahren Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Ein weiterer aktueller Fall internationaler Gerichtsbarkeit ist die Anrufung des Internationalen Seegerichtshofs im Falle der "Arctic Sunrise". Es geht um das Wettrennen um die Ressourcen in der Arktis. Seit dem 6. November beschäftigt sich der Seegerichtshof in Hamburg mit der Festnahme der Greenpeace Aktivisten durch Russland.

Ebenso aktuell ist die andauernde Finanzkrise der UNESCO, die derzeit ihre 37. Generalkonferenz in Paris abhält. Deutschland, das kommende Woche in den Exekutivrat gewählt werden möchte, hat noch kein Konzept vorgelegt, wie ein Ausweg aus der Krise aussehen könnte.

Über diese und weitere UN-Themen berichten wir auf unseren Webseiten. Wir wünschen eine anregende Lektüre.

Ihre Online-Redaktion

 
 

Nachrichten

 
 
Das Logo der Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille

Hohe Auszeichnung für Engagement gegen Straflosigkeit

Benjamin Ferencz und Int. Strafgerichtshof erhalten Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen verleiht ihre Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille 2013 an den letzten noch lebenden Ankläger aus den Nürnberger Prozessen, Benjamin B. Ferencz. Zweiter Preisträger ist der Internationale Strafgerichtshof.
Des Weiteren finden Sie hier auch Informationen zu der Ehrenmedaille, den Preisträgern sowie dem Festakt.

 
 
Ein Blick auf die moderne Fassade des ISGH

Internationaler Seegerichtshof im Blickpunkt

Der Fall „Arctic Sunrise“ und das Wettrennen um die Ressourcen der Arktis

Der Internationale Seegerichtshof (ISGH) in Hamburg erlebte in den letzten Wochen unerwartete Aufmerksamkeit. Grund ist die Auseinandersetzung zwischen dem Königreich der Niederlande und der Russischen Föderation um das Greenpeace Forschungsschiff Arctic Sunrise und dessen Besatzung. Konflikte rund um das Wettrennen auf die Ressourcen der Arktis könnten künftig stark zunehmen.
Der Beitrag enthält auch einen Kurzüberlick zum Internationalen Seegerichtshof.

 
 
Der DGVN-Vorsitzende Dzembritzki steht vor einem DGVN Logo und gestikuliert

Lampedusa:„Diese Toten hätten vermieden werden können“

Kommentar des DGVN-Vorsitzenden Detlef Dzembritzki

Schon im Jahr 2003 prangerte der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan die unerträglichen Zustände an den europäischen Grenzen an. Heute, zehn Jahre später, zeigt sich diese Menschenrechtskrise mit aller Grausamkeit. Die jüngste Tragödie von Lampedusa muss auch für die deutsche Haltung Folgen haben. Die Bundesregierung ist deshalb aufgefordert, ihre eigene Zuwanderungs-, Flüchtlings- und Asylpolitik auf den Prüfstand zu stellen. Sollte der amtierenden Regierung die Kraft dazu fehlen, muss schon in den Koalitionsverhandlungen eine Veränderung der bisherigen Politik vereinbart werden.

 
 
Der Saal mit den Staatenvertretern ist versammelt und auf der Bühne sitzen die Mitglieder des Exekutivrates. An der Wand stehen alle Flaggen der Mitgliedsstaaten

Rettet niemand die UNESCO?

DGVN-Presseinformation

Die UNESCO steckt seit der Aufnahme Palästinas 2011 in einer ernsthaften finanziellen Krise. Die Ursache hierfür ist vor allem die Weigerung der USA, ihren Pflichtbeitrag von immerhin 22 Prozent des ordentlichen Haushaltes zu entrichten. Dies schränkt die Handlungsfähigkeit der UNESCO ein und könnte die USA ihr Stimmrecht auf der aktuellen 37. Generalversammlung im November 2013 kosten. Als eine akute Folge der Krise musste die UNESCO bereits 50 Prozent ihrer Programmaktivitäten reduzieren.

 
 
Man sieht die Skyline von Katar Hauptstadt Doha mit vielen riesigen Hochhäusern und davor Kränen

Moderne Form von Sklaverei im mittleren Osten

Menschenrechtsverletzungen in den Golfstaaten

Berichte der Tageszeitung The Guardian und der Internationalen Arbeitsorganisation enthüllen schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen in der Vorbereitungsphase der Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar - sie verweisen außerdem auf die gravierend schlechte Situation von Wanderarbeitern im gesamten mittleren Osten.

 
 
Cover des Weltbevölkerungsberichts 2013, eine junge Frau in traditioneler Kleidung mit einem Kind auf dem Arm

Fotostrecke und Bericht: Wenn Mädchen Mütter werden

Weltbevölkerungsbericht 2013

Jedes Jahr kommen in Entwicklungsländern rund 7,3 Millionen Kinder zur Welt, deren Mütter selbst noch Kinder sind – zwei Millionen von ihnen jünger als 15 Jahre. Was für Folgen das hat, vor allem für die jungen Mädchen und ihre Babys, aber auch für die Gesellschaften, beschreibt der diesjährige Weltbevölkerungsbericht, herausgegeben vom Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).

 
 
Windräder stehen in einer Reihe auf einer Anhöhe

Äthiopien vertraut auf Wind und Wasser

Die Eröffnung des größten afrikanischen Windparks

100 Prozent erneuerbare Energie – diesem Ziel kommt Äthiopien immer näher. Windparks und Wasserkraftwerke haben dafür eine zentrale Bedeutung, aber auch geothermische Energieerzeugung und Solarenergie werden gefördert. Der Übergang zu einer klimafreundlichen Energieerzeugung, den die Vereinten Nationen propagieren, nimmt in Äthiopien konkrete Gestalt an.

Bild von ausgetrockneter Erde die bereits rissig ist

Klimawandel erschwert Ernährungssituation am Horn von Afrika

UN-Welternährungsprogramm unterstützt Initiativen

Die Entwicklungszusammenarbeit von Initiativen in Äthiopien und dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP), soll nachhaltige Erfolge im Kampf gegen Dürre und Hunger herbeiführen. Hierbei setzt man auf den Aufbau von Wissen und die Ausweitung der Programme. Das WFP vermeldet schon jetzt eine positive Entwicklung.

 
 
Das Bild zeigt eine Soldatin in der UN-Friedensmission in der Demokratischen Republik Kongo.

Frauen in UN-Friedensmissionen

Noch ein weiter Weg zur Gleichberechtigung

Frauen leisten in Friedensmissionen einen wichtigen Beitrag für die Konfliktbewältigung. Der Sicherheitsrat hat bereits im Jahr 2000 eine Stärkung der Rolle von Frauen in allen Phasen der Friedensprozesse gefordert. Seither wurden Fortschritte erzielt, doch eine Gleichberechtigung scheint in weiter Ferne.

 
 
Die beiden Jugenddelegierten

Die UN-Jugenddelegierten in New York

Rede vor dem 3. Ausschuss der UN-Generalversammlung

Die Deutschlandtour ist beendet und die Jugenddelegierten, Elise Zerrath und Florian Nowack, sind bei den Vereinten Nationen in New York angekommen. Am 6. Oktober hielten die beiden ihre Rede vor der UN-Generalversammlung. Die komplette Rede und Videoaufzeichnung finden Sie in dem nachfolgenden Artikel.

Das Logo der Jugenddelegierten

Jugenddelegierte 2014 gesucht! Jetzt bewerben!

Wie jedes Jahr suchen die DGVN und das Deutsche Nationalkomitees für internationale Jugendarbeit junge Menschen für die Position der deutschen UN-Jugenddelegierten. Als Jugenddelegierte_r bekommst Du die Chance ein halbes Jahr durch Deutschland zu touren und im Anschluss Jugendforderungen bei den Vereinten Nationen in New York zu vertreten. Bewirb Dich jetzt!

 
 

Veranstaltungsberichte

 
 
sechs kenianische Kinder in unterschiedlichem Alter sitzen auf einer Bank vor einer mannshohen Zeichnung einer Lunge mit Erklärungen und Pfeilchen

Die UN im Dienste nachhaltiger Entwicklung

DGVN veranstaltete Informationsreise nach Bonn und Nairobi für Journalisten deutscher Regionalzeitungen

Die Aktivitäten der Vereinten Nationen spielen in deutschen Tageszeitungen selten eine zentrale Rolle, insbesondere wenn es sich um entwicklungs- oder klimapolitische Fragestellungen handelt. Um einen Beitrag zu einem differenzierteren Bild über die weltweiten Aufgaben und Herausforderungen der UN zu leisten, bot die DGVN im September 2013 eine Informations- und Recherchereise für Regionalzeitungsjournalistinnen und -journalisten an. Die Fahrt führte nach Bonn und Nairobi und damit in zwei Städte, die hervorragende Anschauungsmöglichkeiten für das Engagement der internationalen Gemeinschaft im Umwelt- und Klimaschutz bieten. Im Mittelpunkt standen dabei Aktivitäten im Bereich nachhaltiger Energiegewinnung. Inzwischen sind zahlreiche Beiträge und Sonderseiten in den Medien der mitgereisten Journalistinnen und Journalisten erschienen.

 
 
Johannes Varwick, Andrea Liese und Miguel Berger sitzen nebeneinander an einem Langen Tisch bei der Podiumsdiskussion der Fachtagung.

Differenzierter Blick zurück und nach vorn

DGVN-Fachtagung 40 Jahre Deutschland in den Vereinten Nationen

Die DGVN- Fachtagung "Vom Feindstaat zum Musterknaben? Deutschland und die Vereinten Nationen. 40 Jahre deutsche UN-MItgliedschaft" vom 18./19. Spetember 2013 war ein Erfolg. Es kam zu differenzierten Aus- und Rückblicken und interessanten Diskussionen. Auf unserem Themenschwerpunkt finden Sie die entsprechenden Veranstaltungsdetails, die Veranstaltungsberichte sowie den Pressespiegel.

 
 
Mehrere Personen sitzen vor einer Beamerbeleuchteten Wand und diskutieren auf einem Podium

Deutschland als Vorreiter in der Klimapolitik?

Bonner UN-Gespräch zum Tag der Vereinten Nationen

Drei Wochen nach Veröffentlichung des fünften Berichts des Weltklimarates und drei Wochen vor der nächsten UN-Klimakonferenz warf das UN-Gespräch am 18. Oktober in Bonn Schlaglichter auf die internationale Klimapolitik – und auf die Rolle Deutschlands im Ringen um ein neues Klimaabkommen. Es wurde deutlich, dass klimabedingte Migration schon heute Realität ist und dass es vor allem auf die Verringerung der Emissionen ankommt – egal wie.

 
 

Publikationen

 
 
Titelseite Eine Welt Presse

Eine Welt Presse 1/2013

Hunger und Ernährung weltweit

Obwohl genug Lebensmittel da sind, gelingt es bisher nicht, alle Menschen zu ernähren. Derzeit möchten rund 7,2 Milliarden Menschen auf der Erde satt werden. Dies möglich zu machen, ist eine große Aufgabe, die die Menschheit bisher leider nur unvollkommen gelöst hat. Aber die Voraussetzungen, alle satt zu bekommen, sind nach wie vor gut.

 
 
Das Cover der Zeitschrift Vereinte Nationen

Sicherheitsratsreform >revisited<

VEREINTE NATIONEN Heft 5/2013 erschienen

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN finden sich Beiträge zu neueren Entwicklungen bei der Reform des UN-Sicherheitsrats, zu den Diskussionen in der Reformgruppe der ›Small Five‹ zur Verbesserung der Arbeitsmethoden des Rates und zum letzten informellen Arbeitstreffen des Sicherheitrats. Weitere Beiträge beleuchten Werdegang und außenpolitisches Denken der beiden amerikanischen UN-Botschafterinnen Samantha Power und ihrer Vorgängerin Susan Rice und die Maßnahmen innerhalb des UN-Systems zum Schutz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Die "Drei Fragen an..." zu diesem Thema beantwortet der menschenrechtspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen Volker Beck.

 
 
Das Cover des Buches "Deutschland Entwicklungsland. Begriffe-Fakten-Kontroversen" ein Bild mit fünf jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft

"Deutschland Einwanderungsland. Begriffe-Fakten-Kontroversen"

Die Themen Migration und Integration haben sich in den vergangenen Jahren dynamisch zum eigenständigen Politikfeld und zentralem Thema entwickelt. Es geht um die Zukunft unserer Gesellschaft, um ihren inneren Zusammenhalt, aber auch um die Herausforderung des demographischen Wandels. Mit diesem Band liefern die Herausgeber, darunter der langjährige Vorsitzende des DGVN-Landesverbandes Baden-Württemberg Meier-Braun, ein handliches Kompendium, das in kurzen, sachlichen Beiträgen mehr als 60 zentrale Begriffe aus dem Politikfeld Migration/Integration liefert.

Karl-Heinz Meier-Braun/Reinhold Weber (Hrsg.)

Kohlhammer-Verlag

Preis: EUR 19,90

ISBN: 978-3-17-022326-4

 
 

Veranstaltungen

Das Logo des DGVN-Landesverbandes NRW besteht aus dem UN-Wappen und dem Wappen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen die sich an den Ecken überlappen auf blauem hintergrund

"20 Jahre Wiener Menschenrechtskonferenz - Eine Bilanz"

9. November 2013, Bonn

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen lädt allle Interessierten zu seinem Symposium in das "Alte Rathaus" in Bonn ein. Neben spannenden Expertenmeinungen und einer Diskussion erwartet die Gäste ein Empfang zur 40jährigen UN-Mitgliedschaft Deutschlands in den Vereinten Nationen.

 
 
Das schwarz-weiße Logo der Ehrenmedaille mit dem Konterfeil von Hammarskjöld

Verleihung der Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille

6. Dezember 2013, Frankfurt/Main

Die DGVN verleiht die Dag-Hammarsköld-Ehrenmedaille. Die Preisverleihung mit Laudatio und Podiumsgespräch findet von 18:30 Uhr bis 21:00 Uhr im historischen Saalbau Gallus statt.

Zur Anmeldung und weiteren Hintergründen sehen Sie bitte die Webankündigung.

 
 
Das Logo der DGVN und der Schriftzug "Mitgliederbereich"

32. Ordentliche DGVN-Mitgliederversammlung

7. Dezember 2013, Frankfurt/Main

Die DGVN lädt alle ihre Mitglieder herzlich zur 32. Ordentlichen Mitgliederversammlung nach Frankfurt am Main ein. Die Einladung zur Mitgliederversammlung und weitere Unterlagen gehen DGVN-Mitgliedern postalisch zu. Unterlagen sind auch auf der Webseite im Mitgliederbereich abrufbar.

 
 

Impressum

Redaktion: Prokop Bowtromiuk, Dr. Alfredo Märker, Ulrich Keller

V.i.S.d.P.:  Lisa Heemann


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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