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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN-Newsletter April 2013

 

Inhalt

Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Wir haben es geschafft.“ -  so kommentierte die Leiterin von UN-Women, Michelle Bachelet, den historischen Durchbruch: Die UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau verabschiedete kürzlich nach langen Verhandlungen eine Erklärung zur Verhinderung und Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die alle Staaten verpflichtet, die Rechte von Frauen und Mädchen zu schützen. Verurteilt werden alle Formen der Gewalt, darunter häusliche Gewalt, sexuelle Gewalt in Kriegen und Konflikten sowie Zwangsheirat.

Die DGVN hat sich des Themas angenommen. Mit der Kampagne „Free the Forced. Initiative gegen Zwangsheirat" wurden in einer spektakulären Aktion vom 12. bis 14. April bis zu 3500 Kampagnen-Schlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln bewusst dort angebracht, wo normalerweise Heiratswillige zu tausenden Liebesschlösser als Zeichen ewiger Treue aufhängen. Jedes einzelne der 3500 blauen Schlösser steht für das Schicksal einer Frau in Deutschland, die zur Ehe gezwungen wurde - als Hinweis auf eine eklatante Menschenrechtsverletzung.

Menschenrechte sind ein herausragendes Querschnittsthema, das fast alle UN-Aufgabenbereiche berührt. Die Informationsarbeit dazu werden wir daher zukünftig auf einem neuen Internetportal bündeln. Das neue Portal befindet sich im Aufbau - es heißt: www.menschenrechte-durchsetzen.de 

Schauen Sie hinein - wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihre Online-Redaktion

 
 

Nachrichten

 
 

Gewalt gegen Frauen beenden: "UN Women for Peace" am Internationalen Frauentag vor dem UN-Gebäude. Foto: Evan Schneider/UN

Gewalt gegen Frauen und Mädchen beenden

UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau erzielt gemeinsame Erklärung

Nach zweiwöchigen Diskussionen gelang der UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau die Verabschiedung einer Erklärung über die Verhinderung und Beendigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Darin werden Frauen weitreichende Rechte zugesprochen und die Kriminalisierung aller Formen von Gewalt gegen Frauen gefordert.

 
 
Testbild

Zwang statt Liebe

DGVN-Aktion "Free the Forced. Initiative gegen Zwangsheirat"

Auf der Kölner Hohenzollernbrücke hängen über 160.000 sogenannter Liebesschlösser. Mit ihnen wollen Paare ihre Liebe und Treue ausdrücken. Seit dem 12. April sind weitere 3500 Vorhängeschlösser in hellblauer Farbe hinzugekommen. Jedes einzelne der 3500 Zahlenschlösser steht im Rahmen der Kampagne "Free the Forced. Initiative gegen Zwangsheirat" für das Schicksal einer Frau, die gegen ihren Willen verheiratet wurde.

 
 
Abstimmung der UN-Generalversammlung am 2.April 2013.

Nach der Abstimmung der UN-Generalversammlung am 2. April 2013. UN-Photo

Historische Errungenschaft

UN-Generalversammlung verabschiedet Vertrag über den Waffenhandel

Am 2. April hat die UN-Generalversammlung mit großer Mehrheit den Vertrag über den Waffenhandel verabschiedet. Dadurch sollen für den Handel mit konventionellen Waffen globale Standards etabliert werden. Waffenexporte müssen einen Mindeststandard an menschenrechtlichen Kriterien erfüllen; sie sind verboten, wenn sie für Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen eingesetzt werden.

 
 
Abstimmung der UN-Generalversammlung am 2.April 2013.

Foto: DGVN

Völkermord verhindern

UN-Sonderberater Dieng über Prävention und die Verantwortung der Staatengemeinschaft

Die Situationen in Syrien, Mali und Darfur zeigen, dass schwerste Menschenrechtsverletzungen und drohender Völkermord die internationale Gemeinschaft vor drängende Herausforderungen stellen. Adama Dieng, Sonderberater des UN-Generalsekretärs für die Verhütung von Völkermord, berichtete am 18. April in Berlin über sein Mandat, die Ursachen für Völkermord sowie die Verantwortung von Staaten und der internationalen Gemeinschaft für den Schutz der Zivilbevölkerung. Das Gespräch, veranstaltet vom Forum Globale Fragen des Auswärtigen Amts und der DGVN, moderierte Anja Papenfuß.

 
 

UN Photo/Staton Winter

Vorbereitungen für UN-Blauhelmeinsatz in Mali

Erste französische Soldaten verlassen im April das Land / Bundeswehr beginnt mit Ausbildungsmission

Der französische Truppeneinsatz in Mali steht kurz vor der letzten Phase. Ende April sollen die ersten Soldaten das Land verlassen und durch Streitkräfte der afrikanisch geführten internationalen Unterstützungsmission (AFISMA) ersetzt werden. Gleichzeitig befinden sich derzeit mehrere UN-Vertreter in Mali, um Möglichkeiten einer zukünftigen UN-Präsenz auszuloten. In der malischen Stadt Koulikoro beginnen währenddessen erste Sanitätssoldaten der Bundeswehr ihre Mission.

 
 
Logo Forum Menschenrechte

UN kritisieren Deutschlands schleppende Rassismusbekämpfung

Menschenrechtsorganisationen zum Fall Sarrazin: Deutschland muss nachbessern

Der Anti-Rassismus-Ausschuss CERD von den Vereinten Nationen hat Deutschland wegen der mangelnden Umsetzung des Internationalen Abkommens zur Beseitigung von Rassendiskriminierung gerügt und gefordert, Richter und Staatsanwaltschaften bezüglich des Abkommens zu schulen. Anlass waren die umstrittenen Äußerungen Thilo Sarrazins sowohl in Interviews als auch in einem Buch.

 
 

Klimawandel: Kriegen wir die Kurve?

Ein Klima-Comic vermittelt wissenschaftliche Erkenntnisse für ein klimafreundliches Handeln

Ein wissenschaftliches Politikberatungsgutachten als Comic ist kein Aprilscherz, sondern ein Versuch des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, eine Studie zu Klimafragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich und anregend darzustellen. Fazit des Comics: Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen zusammenarbeiten, um globale Umweltprobleme zu lösen.

 
 

Illustration: Wikimedia Commons

"Große Grüne Mauer" gegen Wüstenausbreitung

Vereinte Nationen unterstützen Afrika beim Pflanzen eines grünen Bandes quer über den Kontinent

Afrika droht zu „verwüsten“. Zwei Drittel der Fläche des Kontinents bestehen aus Wüsten und akut oder potenziell gefährdeten Savannengebieten. Um die Ausdehnung der Sahara und benachbarter Wüstengebiete nach Süden aufzuhalten, haben sich elf afrikanische Staaten zur Initiative „Große Grüne Mauer“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Einen mehr als 7000 Kilometer langen und bis zu 15 Kilometer breiten Streifen von Bäumen, Gehölzen und anderen Pflanzen quer über den afrikanischen Kontinent anzulegen.

 
 

Energiesubventionen schaden Klima und Armen

1,9 Billiarden Dollar sind im Jahre 2011 weltweit in Energiesubventionen geflossen, wovon vor allem die fossile Energieerzeugung profitierte. Das hat eine Ende März veröffentlichte Studie des IWF herausgefunden. Damit werden die Erhöhung der Energieeffizienz und  Investitionen in alternative Technologien erschwert. Auch der Armutsbekämpfung diene eine Energiesubvention keineswegs.

 
 

Publikationen

 
 
Cover des HDR 2013

Copyright by DGVN

HDR 2013

Der Bericht über die menschliche Entwicklung 2013 analysiert die Ursachen und Konsequenzen des fortschreitenden „Aufstiegs des Südens“ und benennt politische Konzepte, die in dieser neuen Realität verankert sind. Er  argumentiert, dass eine bessere Repräsentation des Südens im multilateralen Institutionengefüge neue Lösungsmöglichkeiten für die uns konfrontierenden globalen Herausforderungen auftun könnte – im Interesse aller, des Nordens und des Südens.
Herausgeber: Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP); Deutsche Ausgabe: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN), Berlin 2013

 
 
Testbild

Copyright by DGVN

Zeitschrift VEREINTE NATIONEN aktuell

Die UN und Asien: Unterstützung willkommen, Einmischung nicht

Asien ist spätestens seit der Finanzkrise zum Wachstumsmotor der Welt geworden. Die Wirtschaft und die gerechtere Verteilung des Wohlstands stehen an erster Stelle. Welche Rolle spielen die Vereinten Nationen in Asien? Als Helfer bei der Armutsbekämpfung und Wirtschaftsförderung werden sie begrüßt, doch als Mahner beim Menschenrechts- und Klimaschutz argwöhnisch belauert. Einmischung in innere Angelegenheiten ist nach wie vor nicht erwünscht. Lesen Sie dazu Heft 2/2103 [Link zum Heft] zum Thema ›Die UN und Asien‹ mit Beiträgen zur UN-Politik Chinas, zum Verhältnis zwischen der ASEAN und den UN, zur Verantwortung der Vereinten Nationen während des Bürgerkriegs in Sri Lanka und zum Khmer-Rouge-Tribunal in Kambodscha.

 
 

Frankfurter UNO-Papiere

Afghanistan: UN-Mission UNAMA erwartet eine schwierige Führungsaufgabe

Die Mission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) wird nach Abzug der ISAF-Truppen im Jahr 2014 die Koordinierung eines fortgesetzten Wiederaufbaus Afghanistans fast vollständig allein tragen müssen - eine Herkules-Aufgabe, die auch Chancen birgt. Von Julian Voje.

 
 
Abstimmung der UN-Generalversammlung am 2.April 2013.

Redensammlung Ban Ki-Moons bietet Einblick in die UN

Der UN-Generalsekretär veröffentlicht seine Reden als Buch

Der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat seine bisher gehaltenen Reden als Buch „Building a better future for all: Selected Speeches of United Nations Secretary General Ban Ki-moon 2007-2012” veröffentlicht.

 
 

Veranstaltungen

(c) DGVN

Save the Date

Fachtagung
Deutschland und die Vereinten Nationen
aus Anlass 40 Jahre deutsche UN-Mitgliedschaft


Veranstalter: DGVN in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt
Termin: Mittwoch, 18. September 2013 bis Donnerstag, 19. September 2013
Beginn: 18. September, 14 Uhr
Ende 19. September, 16.30 Uhr

Veranstaltungsadresse:
Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117 Berlin

 
 

Impressum

Redaktion: Lena Jöst, Inken Gärtner, Ulrich Keller

V.i.S.d.P.:  Lisa Heemann


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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