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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN-Newsletter Juni 2017

 

Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) hat ihren Forderungskatalog zur diesjährigen Bundestagswahl vorgelegt. Der Katalog benennt 10 Prioritäten für die künftige deutsche UN-Politik. In diesen turbulenten Zeiten müssen die Vereinten Nationen eine zentrale Rolle in der internationalen Politik spielen. Nur die Vereinten Nationen bieten den nötigen universellen Rahmen, um wachsenden weltpolitischen Problemen gemeinsam zu begegnen. 

Über diese Prioritäten diskutieren wir am 26. Juni 2017 in Berlin mit Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen. Wir freuen uns, wenn auch Sie zu der Veranstaltung erscheinen, mitdiskutieren und somit deutlich machen, dass die Vereinten Nationen eine bedeutende Rolle in der Arbeit einer zukünftigen Bundesregierung spielen müssen.

Am 14. Oktober 2017 findet in Stuttgart die diesjährige DGVN-Mitgliederversammlung statt. Sie wird eingebettet sein in eine DGVN-Jahreskonferenz mit einer Reihe von Veranstaltungen und Workshops vom 13. - 15. Oktober 2017 und so die Gelegenheit zur Vernetzung mit anderen UN-Interessierten und zur Mitgestaltung der Arbeit der DGVN bieten.

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei denjenigen, die durch das Einreichen eines Vorschlags für Themenschwerpunkte der DGVN im Jahr 2018 bereits an der Gestaltung unserer Arbeit im kommenden Jahr mitgewirkt haben. Über die zahlreichen guten Vorschläge, die wir erhalten haben, wird im Laufe des Sommers der DGVN-Vorstand beraten. 

 

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihre Online-Redaktion

 
 
 
 

Veranstaltungen

Prioritäten für die deutsche UN-Politik. Im Gespräch mit den Parteien

Die DGVN diskutiert am 26. Juni 2017 in Berlin mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl mit Vertreterinnen und Vertretern der Parteien über Prioritäten für die deutsche UN-Politik sowie Deutschlands Beitrag zur Lösung von wachsenden weltpolitischen Herausforderungen. 

Mit der UNO global, in Berlin lokal: Frauenrechte weltweit erstreiten – aber wie?

Der Verein „Haus für die Vereinten Nationen“ lädt in Kooperation mit der DGVN und dem World Future Council (WFC) am 29. Juni 2017 in Berlin zu einer Diskussion zur Situation der Frauenrechte und der Arbeit der Vereinten Nationen zur Stärung von Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein.

Was tun bei Völkermord? Das Schicksal der Jesiden – und was wir daraus lernen können

Die DGVN lädt am 10. Juli 2017 in Hannover-Langenhagen zur Filmvorführung „Hawar – Meine Reise in den Genozid“ und einer Podiumsdiskussion zu den Herausforderungen für die Vereinten Nationen angesichts massenhafter Menschenrechtsverletzungen mit Düzen Tekkal und Prof. Dr. Sven Simon ein.

 
 

UN-Aktuell

Auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt?

Der erste Vertragsentwurf für ein völkerrechtlich verbindliches Verbot von Atomwaffen liegt vor und kann bei der zweiten UN-Verhandlungs- runde vom 15. Juni 2017 bis 7. Juli 2017 konkretisiert und idealerweise finalisiert werden - allerdings ohne erneute Beteiligung Deutschlands.

Die Weltgesundheitsorganisation zwischen Hoffnung und Ernüchterung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) machte zuletzt mit zwei optimistischen Berichten Hoffnung auf Erfolg im Kampf gegen globale Gesundheitsbedrohungen. In der Tat zeigen die gezielten Präventions- sowie Behandlungskampagnen besonders im globalen Süden Wirkung. Getrübt wird das Bild durch die lange Liste akuter humanitärer Krisen und dem damit einhergehenden Zusammenbruch der Gesundheitssysteme in den betroffenen Regionen. Die Notlagen in Nigeria, Südsudan und dem Nahen Osten stellen die WHO derzeit vor enorme Herausforderungen.

Menschenrechte in der Landwirtschaft: mehr Schutz von Bäuerinnen und Bauern notwendig

Sie werden diskriminiert und marginalisiert: die Menschen, die ein Drittel der Welt ernähren, sind laut den Vereinte Nationen überproportional oft von Hunger und Armut betroffen. Laut Schätzungen leben 80 Prozent aller Hungernden in ländlichen Regionen, davon sind rund die Hälfte in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft tätig – die Ernährungsquelle für fast 2 Milliarden Menschen. Deshalb kämpfen Menschenrechtsorganisationen für eine Erklärung der Vereinten Nationen zum Schutz von Kleinbäuer*innen und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten.

Friedenssicherung: Menschenrechtsschutz durch Frauen

Frauen sind in den Friedenssicherungsmissionen der Vereinten Nationen immer noch sehr stark unterrepräsentiert. In den 16 Friedensmissionen sind insgesamt mehr als 113.000 Menschen beschäftigt, davon sind gerade einmal rund 7.700 weiblich. Und das, obwohl die Bedeutung von Frauen für Friedensmissionen vielfach belegt und oft gefordert wird. Insbesondere für die Förderung der Menschenrechte können Frauen im Einsatz mehr Gruppen der Gesellschaft erreichen als ihre männlichen Kollegen.

Libyen - ein unlösbarer Konflikt?

Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Gaddafi im Jahr 2011 ist Libyen extrem fragil. Die Vereinten Nationen setzen sich mit einer politischen Mission für die Schaffung von stabilen Institutionen und Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau des Landes ein. Welchen Problemen stehen sie aktuell dabei gegenüber und wie könnte der Transitionsprozess des Landes vorangebracht werden?

Die „kleine“ Klimakonferenz in Bonn im Mai 2017

Indien und China werden ihre Klimaziele bis 2030 übererfüllen. Das besagt eine Untersuchung, die auf der "kleinen" Klimakonferenz in Bonn vom 8. - 18. Mai 2017 vorgestellt wurde. Angesichts des mittlerweile angekündigten Austritts von US-Präsident Donald Trump aus dem Klimaabkommen von Paris zeichnet sich eine deutliche Gewichtsverlagerung um die politische Willensstärke im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel ab.

Politische Parteien: Schwachstelle der Nachhaltigkeitsarchitektur

Es droht ein Trauerspiel. Während Regierungen in Bund und Ländern mit der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung beginnen, wirken die sie tragenden Parteien davon auffällig unberührt und bleiben spürbar hinter den Dynamiken in Wirtschaft und Gesellschaft zurück. Ein Meinungsbeitrag von Adolf Kloke-Lesch, Direktor des Sustainable Development Solutions Network Germany (SDSN).

Nachrichten

Globale Politik aktiv gestalten – in und durch Deutschland: Zehn Prioritäten für die künftige deutsche UN-Politik

Anlässlich der Bundestagswahl am 24. September 2017 fordert der DGVN-Vorstand, die deutsche UN-Politik entlang von zehn Prioritäten auszurichten. Die DGVN fordert alle Parteien sowie alle Kandidatinnen und Kandidaten zum Deutschen Bundestag auf, diese Empfehlungen aufzunehmen und zu den Leitlinien ihrer Regierungs- und Parlamentsarbeit zu machen. Durch sie soll die globale Politik aktiv gestaltet werden - in und durch Deutschland.

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen feiert ihren 65. Geburtstag

Am 10. Mai 2017 hat die DGVN ihr 65. Gründungsjubiläum gefeiert. Die DGVN wurde am 10. Mai 1952 von engagierten Bürgerinnen und Bürgern in der Universitätsstadt Heidelberg gegründet. Ihr erster Vorsitzender war der Heidelberger Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Eduard Wahl.

Neuer Ansprechpartner: DGVN-Landesgruppe Niedersachsen

Wir freuen uns über zunehmende DGVN-Aktivitäten in Niedersachsen. Mit Paolo Bragagna hat die DGVN nun auch einen Koordinator für eine DGVN-Landesgruppe in dem Bundesland. DGVN-Mitglieder in Niedersachsen können unter www.paolos-landhaus@landhaus-am-golfpark.de mit ihm Kontakt aufnehmen.

Jugendfriedenspreis der DGVN: Ausschreibung Prepteam zur Organisation des Wettbewerbs

Du interessiert dich für die Vereinten Nationen, internationale Politik und gesamtgesellschaftliche Fragen, sowie für Lösungsbeiträge junger Menschen zu den Aufgaben der Vereinten Nationen? Du engagierst dich gerne im Team mit anderen jungen Menschen aus ganz Deutschland? Du organisierst gerne oder wartest schon lang auf die Gelegenheit dazu? Dann bewirbt dich jetzt für das Vorbereitungsteam des Jugendfriedenspreis 2017. Der Preis wird am 14. Oktober 2017 in Stuttgart vergeben, Deadline für die Bewerbung für das Vorbereitungsteam ist der 28. Juni 2017.

Nachhaltiger Tourismus für Entwicklung - Journalistenreise nach Madrid und Marokko

Sie sind Journalist/in und interessieren sich für die Arbeit der Vereinten Nationen? Dann bewerben Sie sich um einen Platz für unsere Journalistenreise zum Sitz der Welttourismusorganisation nach Madrid und nach Marokko vom 30. August bis 5. September 2017. Im Fokus der Reise steht das von den Vereinten Nationen ausgerufene Jahr des Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung. Im Rahmen der Reise werden nachhaltige Tourismusprojekte besucht und Gespräche mit Vertreter/innen der Vereinten Nationen, aus Praxis, Regierung und Zivilgesellschaft geführt. Die Bewerbungsfrist endet am 9. Juli 2017.

UN-Sonderbeauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte besucht DGVN-Generalsekretariat

Am 8. Juni 2017 empfing die DGVN die UN-Sonderbeauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte Virginia Gamba in Berlin. Die im April 2017 berufene Argentinierin hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leiden von Kindern in gewaltsamen Konflikten in den Vordergrund zu stellen, der Öffentlichkeit zu helfen, sich von alten Vorurteilen zu befreien, und neue Konzepte zur Prävention zu gestalten.

Übersicht der deutschen Finanzbeiträge zum UN-System

Auf der Internetseite der DGVN findet sich die umfangreichste Sammlung an Informationen zu den finanziellen Beiträgen Deutschlands zum UN-System. Die Datenbank enthält Informationen von 1991 - 2015 und ziegt, wie sich die Pflicht- und freiwilligen Beiträge über die Jahre verändert haben. Dioe Daten sind zusammengestellt worden von Prof. Dr. Klaus Hüfner.

 
 

Publikationen

VEREINTE NATIONEN: Reformprozesse in den Vereinten Nationen

Kurz nach seiner Vereidigung sprach UN-Generalsekretär António Guterres von einer notwendigen Reform der Vereinten Nationen. Die Organisation müsse „wendiger und effizienter“ werden, damit sie auf die aktuellen Konflikte rascher und angemessener reagieren könne. Wie die unterschiedlichen UN-Reformprozesse in den Themenfeldern Sicherheit, Entwicklung, Menschenrechte sowie humanitäre Hilfe derzeit aussehen, diskutieren die Autorinnen und Autoren in Heft 3/2017 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN, das Ende Juni erscheinen wird. Mitglieder erhalten die Zeitschrift wie gewohnt per Post und können die Artikel nach Erscheinen im Mitgliederbereich der DGVN-Webseite abrufen.

UN-Basis-Informationen 55: Das Konzept der Schutzverantwortung (Responsibility to Protect)

Welche Rolle sollen Regierungen und internationale Akteure bei der Verhinderung schwerster Menschenrechtsverletzungen spielen? Das Konzept der Schutzverantwortung (englisch: Responsibility to Protect, kurz R2P) soll Antworten auf diese Frage geben. 2005 von den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet, ist es ein politisches Versprechen, geeignete Maßnahmen zu treffen, um Völkermord, Kriegsverbrechen, ethnische Säuberungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verhindern. Die Umsetzung der Schutzverantwortung gestaltete sich jedoch als schwierig – auch aufgrund von Vorbehalten einiger Staaten gegenüber dem Konzept.

Veranstaltungsberichte

Meeresschutz: Handeln überfällig

Erstmals hat sich eine UN-Konferenz dem nachhaltigen Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Ozeane verschrieben. Die UN-Ozeankonferenz hat vom 5. Juni - 9. Juni in New York stattgefunden. Mit einer Diskussionsveranstaltung und einer Live-Schaltung ins UN-Hauptquartier griffen die DGVN und die Schwedische Botschaft in Berlin das Thema auf. Deutlich wurde, wie wichtig und gleichzeitig wie komplex ein Umsteuern ist.

 
 

Impressum

Redaktion: Oliver Hasenkamp, Luca Krieglstein, Christian Buschmann

V.i.S.d.P.:  Lisa Heemann


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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