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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN-Newsletter Juli 2016

 

Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns sehr über die vielen Vorschlägen für thematische Schwerpunkte für die Arbeit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) im Jahr 2017, für die wir uns herzlich bedanken. Der Vorstand erörterte die insgesamt 50 Vorschläge und identifizierte drei große Themenfelder: (1) Nachhaltige Entwicklungsziele und Klimawandel, (2) Krisenprävention, Friedenssicherung und Flucht/Migration/Kulturen sowie (3) Gender. Gemeinsam werden Vorstand und Generalsekretariat diese Vorschläge nun weiter konkretisieren und mit Zielen und öffentlichkeitswirksamen Botschaften versehen.

Für Anregungen zu unserer Arbeit innerhalb dieser Themenfelder sind wir natürlich auch weiterhin dankbar.

Neben den inhaltlichen Vorbereitungen für das kommende Jahr geht selbstverständlich auch die alltägliche Arbeit der DGVN weiter. Mit diesem Newsletter möchten wir Ihnen eine Übersicht über anstehende Veranstaltungen und Projekte sowie aktuelle Entwicklungen aus dem UN-System vermitteln.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre und einen schönen Sommer.

 

Ihre Online-Redaktion

 
 
 
 

Veranstaltungen

Wir sind UNO - Deutsche bei den Vereinten Nationen

Buchvorstellung & Podiumsdiskussion am 28. Juli 2016 in München

Der DGVN-Landesverband Bayern lädt zu einer Vorstellung des Buches "Wir sind UNO - Deutsche bei den Vereinten Nationen" und einer Podiumsdiskussion ins Literaturhaus München ein. An dem von Dr. Hilde Stadler (Bayerischer Rundfunk) moderiertem Gespräch nehmen Dr. Ingrid Lehmann (UN-Mitarbeiterin von 1975-2003), Gabriele Köhler (UN-Mitarbeiterin von 1983-2010, Mitglied im DGVN-Vorstand) und Dr. Ekkehard Griep (Herausgeber des Buches „Wir sind UNO“, stellvertretender DGVN-Vorsitzender) teil.

Tag der offenen Tür im Auswärtigen Amt und Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Am letzten August-Wochenende stehen im Auswärtigen Amt (AA) und im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) traditionell die Türen für Besucherinnen und Besucher offen. Das Auswärtige Amt wird am 27. und 28. August 2016 ein vielseitiges Programm zum Thema Außenpolitik präsentieren. Am Sonntag, den 28.8., werden sich neben staatlichen Entwicklungsorganisationen zahlreiche NGOs und diplomatische Vertretungen aus Partnerländern im BMZ vorstellen. Die DGVN wird in beiden Ministerien mit Informations- und Bildungsmaterial sowie der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN vertreten sein, um über die Vereinten Nationen und unsere Arbeit zu informieren. Wir freuen uns auf Euren/Ihren Besuch!

Internet Governance Forum Deutschland

 Das Internet Governance Forum Deutschland (IGF-D) setzt sich mit Fragen der Netzpolitik und Internetregulierung auseinander. Das Internet Governance Forum 2016 findet am 9. September 2016 in Berlin statt. Eingerichtet wurde das IGF 2005 durch eine Enstcheidung des Weltinformationsgipfels der Vereinten Nationen.

„Widersprüchliche Nachhaltigkeit – UN-Agenda 2030 und SDGs bei uns und in der Welt“

Entwicklungspolitische Tagung in Berlin

Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen die universal gültige Agenda 2030 und die Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) beschlossen. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit eigentlich für die UN und für uns? Wie können die ambitionierten Ziele umgesetzt werden und welche Zielkonflikte können dabei entstehen? Um diese und weitere Fragen zu erörtern, möchten wir Sie im September zu einer Tagung einladen, die Einblicke in die Umsetzung durch verschiedene Politikebenen gibt und exemplarisch an verschiedenen Themen mögliche Zielkonflikte, Herausforderungen und Chancen aufgreift.

Die Tagung setzt sich aus einer Auftaktveranstaltung am 21. September 2016 und vier Panels am 22. September 2016 zusammen.

 
 

UN-Aktuell

© Thomas Trutschel/photothek.net

© Thomas Trutschel/photothek.net

Kampagne zur Wahl in den Sicherheitsrat gestartet

Deutschland bewirbt sich erneut um einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und kandidiert im Jahr 2018 bei den Wahlen um eine nichtständige Mitgliedschaft im Zeitraum 2019/2020. Dies gab Außenminister Frank-Walter Steinmeier im Rahmen der "GIGA Distinguished Lecture Series" Ende Juni 2016 offiziell im Hamburger Rathaus bekannt.

@ UN Photo/Logan Abassi

@ UN Photo/Logan Abassi

Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) eröffnet Innovationszentrum in München

Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) hat am 12. Juli 2016 in der bayerischen Landeshauptstadt ein Innovationszentrum (Innovation Accelerator) eröffnet. Es soll technologische Möglichkeiten identifizieren und fördern, um in humanitären Krisen effektiver helfen zu können und zur Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele bis zum Jahr 2030 beizutragen. Mehr als 200 geladene Gäste aus aller Welt nahmen an der Eröffnung teil, bei der Projektteams und externe Start-Ups ihre Ideen vorstellten, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen.

© UN Photo/Eskinder Debebe

© UN Photo/Eskinder Debebe

Gipfel für Humanitäre Hilfe in Istanbul: „Nicht End-, sondern Wendepunkt“

Etwa 130 Millionen Menschen sind nach UN-Berechnungen gegenwärtig auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das ist die schlimmste humanitäre Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Doch häufig bleibt die Hilfe aus oder ist quantitativ und qualitativ unzureichend. Um dies zu ändern, hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die Initiative für den ersten „Humanitären Weltgipfel am 23. und 24. Mai 2016 in Istanbul ergriffen.

© UN Photo/Martine Perret

© UN Photo/Martine Perret

Feminist Foreign Policy – für ein neues Paradigma für nachhaltigen Frieden?

Terror, Konflikte und zunehmender Nationalismus - auch im Jahr 2016 kommt die Welt nicht zur Ruhe. Was ist radikal genug, um traditionelle Außenpolitik zu transformieren und nachhaltigen Frieden weltweit zu fördern? Kristina Lunz argumentiert in einem Meinungsbeitrag, dass internationale Politik feministischer werden muss. Sie sieht die Wahl Schwedens, dessen Außenministerin Margot Wallström eine ‚feminist foreign policy’ verkündet hat, in den UN-Sicherheitsrat als ein hoffnungsvolles Zeichen.

© UN Photo/ González Farran

© UN Photo/ González Farran

Staatenlos unter Nationalstaaten

Nach Schätzungen des UNHCR sind weltweit ca. 10 Millionen Menschen staatenlos. Aufgrund von Lücken in nationaler Gesetzgebung oder Diskriminierungen werden sie von der Erlangung einer Staatsbürgerschaft, einem grundlegenden Menschenrecht, abgehalten. Für die Betroffenen bedeutet dies gravierende Einschränkungen in ihrem Alltag. Unter dem Kampagnentitel „I Belong“ möchte das UNHCR deshalb das Problem der Staatenlosigkeit bis zum Jahr 2024 beenden.

© UNSMIL

© UNSMIL

Interview mit dem Sondergesandten für Libyen

Martin Kobler ist seit November 2015 UN-Sondergesandter für Libyen und leitet die politische Mission der Vereinten Nationen, UNSMIL. Im Interview mit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen spricht Kobler über aktuelle Herausforderungen Libyens, die Zukunft des Landes und das Mandat der UNSMIL.

© UN Photo/Tim McKulka

© UN Photo/Tim McKulka

Konflikt im Südsudan eskaliert

Kurz vor dem fünften Unabhängigkeitstag  Südsudans am 9. Juli 2016 ist der Konflikt zwischen den bewaffneten Truppen von Präsident Salva Kiir und seinem bisherigen Stellvertreter Riek Machar erneut eskaliert und forderte bereits hunderte Todesopfer. Das im Jahr 2015 geschlossene Friedensabkommen wurde nur unzureichend umgesetzt; die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, die angespannte Lage zu beruhigen. Ein stabiler Frieden scheint in weite Ferne gerückt zu sein.

© UNStats

© UNStats

Niemanden zurücklassen! UN-Bericht zu den nachhaltigen Entwicklungszielen 2016

Noch immer lebt einer von acht Menschen auf der Welt in extremer Armut. Das diagnostizieren die Vereinten Nationen in ihrem Bericht „The Sustainable Development Goals Report 2016“. Es ist der erste der zukünftig jährlich erscheinenden Berichte zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele, die bis 2030 verwirklicht werden sollen.

© UNclimatechange

© UNclimatechange

Klimaverhandlungen in Bonn: Steigender Handlungsdruck und mühsame Kompromisssuche

„Sie können zufrieden sein!“, lautete eine Kernaussage in der Eröffnungsansprache von Christiana Figueres an die Teilnehmer der UN-Klimaverhandlungen in Bonn vom 16. bis 26. Mai 2016. Die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats bewertete das Klimaabkommen von Paris vom Dezember 2015 als „historischen Erfolg“. Nun komme es darauf an, es durch einen wirksamen Klimaschutz mit Leben zu füllen. Die französische Umweltministerin Ségolène Royal fügte hinzu, in Paris sei das Fundament gelegt worden, jetzt gehe es darum, die Wände und das Dach zu bauen.

© UN Photo/Eskinder Debebe

© UN Photo/Eskinder Debebe

Klimawandel in Kiribati: Für eine „Migration in Würde“

„All die Probleme haben zur Folge, dass ich gezwungen sein werde, meine Heimat zu verlassen und in ein anderes Land zu ziehen. Und das schmerzt mich zutiefst. Es macht mich sehr traurig, denn ich liebe meine Kultur und meine Identität, meine Freunde und meine Schule“, so hat Kirita Moote in einem UNICEF-Beitrag ihre Zukunftssorgen beschrieben. Ihr Heimatland Kiribati zählt zu den Staaten der Welt, die am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Um 5,9 cm ist der Meeresspiegel im Seegebiet des pazifischen Inselstaates in den letzten zwei Jahrzehnten gestiegen. Beunruhigend sind die heftigen Stürme, die immer wieder größere Teile des kleinen Landes überfluten.

© Stefan Krasowski/ flickr.com

© Stefan Krasowski/ flickr.com

Nordkorea: Kann die Eskalationsspirale beendet werden?

Erneut flammt der Konflikt zwischen Nordkorea und der internationalen Staatengemeinschaft auf. Machthaber Kim Jong-un zeigt sich unnachgiebig und provoziert mit erneuten Raketentests. Zurück bleibt die Angst vor einem weiteren Ausbau des nordkoreanischen Atomprogramms. Wie konnte es soweit kommen und warum ist es so schwer, den Konflikt zu entschärfen?

© UN Photo/Basile Zoma

© UN Photo/Basile Zoma

Parallele Welten – gegenläufige Ziele: Wie Rüstungspolitik die Agenda 2030 unterwandert

Am 29. Mai 2016 haben die Vereinten Nationen den Tag des Peacekeepers begangen. Regine Mehl hat diesen Gedenktag zum Anlass genommen, in der "Aktuellen Kolumne" des des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) zu schauen, wie die weltweite Rüstungspolitik die Friedensbemühungen der Vereinten Nationen und die Umsetzung der Agenda 2030 gefährden kann.

Nachrichten

Nachhaltige Städte weltweit

Recherchereise nach Medellín/Kolumbien und Quito/Ecuador

Sie sind Journalist/in und interessieren sich für die Arbeit der Vereinten Nationen? Dann bewerben Sie sich um einen Platz für unsere Recherchereise nach Medellín und Quito vom 13.10. bis 20.10.2016. Schwerpunkte der Reise sind das Thema "Nachhaltige Stadtentwicklung" und die Aktivität des Programms der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-HABITAT).

"Establishing a UN Youth Delegate Programme in Countries of the Global South"

Die DGVN ruft Jugendliche aus Ländern des globalen Südens, in denen es eine aktive Gesellschaft für die Vereinten Nationen, aber noch kein UN-Jugenddelegiertenprogramm gibt, dazu auf, sich für einen Workshop zur Initiierung eines solchen Programms zu bewerben. Wir freuen uns, wenn die Einladung mit Kontakten aus infrage kommenden Ländern geteilt wird.

© UNDP

© UNDP

"Wandel in Myanmar - alles gut?"

Essaywettbewerb zur DGVN-Studienreise nach Myanmar

Vom 10. bis 19. Oktober 2016 findet die diesjährige DGVN-Studienreise nach Myanmar statt. Die DGVN freut sich, auch in diesem Jahr wieder einen Essaywettbewerb für einen Reisekostenzuschuss in Höhe von 500€ für die Teilnahme an der Studienreise anbieten zu können. An dem Essaywettbewerb teilnehmen können noch bis zum 10. August alle DGVN-Mitglieder, die den Ausbildungstarif der DGVN zahlen.

© The Italian Coastguard/Massimo Sestini

© The Italian Coastguard/Massimo Sestini

Neuer Themenbereich zu Flucht & Asyl

Millionen von Menschen verlassen jedes Jahr ihre Heimat auf der Suche nach Frieden, Schutz, einer Zukunft und einem besseren Leben. Auf dem Portal www.menschenrechte-durchsetzen.de hat die DGVN einen neuen Themenbereich mit zahlreichen Informationen zu Flucht und Asyl eingerichtet.

© Barbara Frommann/Bundesstadt Bonn

20 Jahre UN-Stadt Bonn - Interview mit dem Bonner Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan

Im Jahr 1996 wurde Bonn offiziell "UN-Stadt". Fast 20 UN-Organisationen mit rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten am deutschen Standort der Vereinten Nationen und überschreiben ihre Arbeit mit dem Slogan "UNO in Bonn - für nachhaltige Entwicklung weltweit". Der Bonner Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan beleuchtet im Interview die Präsenz der UN in Bonn, blickt auf 20 Jahre UN-Stadt Bonn zurück und formuliert seine Wünsche für die Zukunft.

 
 

Publikationen

VEREINTE NATIONEN 3/2016

UN-Personal

Projektgebundene und befristete Tätigkeiten nehmen auch bei den Vereinten Nationen zu, Karrieren werden vielseitiger und unvorhersehbarer. Die Attraktivität der Weltorganisation als Arbeitgeber ist dennoch ungebrochen. Angela Kane fordert in ihrem Beitrag in Heft 3/2016 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Management- und Leitungspositionen im UN-System voranzubringen. Viviane Brunne stellt den Verband Deutscher Bediensteter bei internationalen Organisationen (VDBIO) vor, während Ian Williams Reformbedarf im UN-Rechtssystem beim Umgang mit Personalstreitigkeiten und institutionellem Fehlverhalten anmahnt. Wolfgang Heinz und Nico Schrijver untersuchen den Menschenrechtsrat sowie die ersten beiden Menschenrechtspakte (Zivil- und Sozialpakt). Ekkehard Griep skizziert in seinem Standpunkt das Potenzial eines ‚Hauses für die Vereinten Nationen‘ in Berlin. Die „Drei Fragen an…“ beantwortet Ralf Südhoff, Leiter des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der deutschsprachigen Schweiz.

 
 

Impressum

Redaktion: Oliver Hasenkamp

V.i.S.d.P.:  Lisa Heemann


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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