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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN-Newsletter August 2017

 

Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 14. Oktober 2017 findet in Stuttgart die nächste Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) statt. Wir laden alle DGVN-Mitglieder herzlich dazu ein, diese Gelegenheit zu nutzen, die Arbeit der DGVN mitzugestalten.

Bereits am Vorabend der Mitgliederversammlung begehen wir mit einer Abendveranstaltung am 13. Oktober 2017 das 65-jährige Jubiläum der DGVN. Im Rahmen der Veranstaltung wird außerdem der Jugendfriedenspreis verliehen. Eine offizielle Einladung sowie weitere Informationen zu den begleitenden Veranstaltungen gehen allen Mitgliedern im September postalisch zu und finden Sie dann auch auf der DGVN-Webseite.

Besonders hinweisen wollen wir außerdem auf die 23. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP23), die vom 6. - 17. November 2017 in Bonn unter der Präsidentschaft von Fidschi stattfinden wird. Als DGVN werden wir die Konferenz mit diversen Aktionen und Veranstaltungen begleiten. Durch die Entsendung junger Menschen als Beobachterinnen und Beobachter zur COP23 wollen wir insbesondere einen Beitrag zur Stärkung der Jugendpartizipation leisten. Bereits im Juli hatten wir die Möglichkeit, bei einer DGVN-Veranstaltung mit der Exekutivdirektorin des UN-Klimasekretariats Patricia Espinosa ins Gespräch zu kommen, Sie betonte, dass sie trotz vielfältiger Herausforderungen im Kampf für den Klimaschutz optimistisch bleibe.

Anlässlich der anstehenden Bundestagswahlen möchten wir noch einmal auf unseren Forderungskatalog mit den 10 Prioritäten für die künftige deutsche UN-Politik verweisen.

 

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihre Online-Redaktion

 
 
 
 

Veranstaltungen

Reihe UNO-Forum Baden-Württemberg: Flüchtlinge - Wie sicher ist Afghanistan?

Der DGVN-Landesverband Baden-Württemberg lädt am 30. August 2017 in Ostfildern bei Stuttgart zu einer Podiumsdiskussion zur Sicherheitslage in Afghanistan ein. An der vom ARD-Korrespondenten Jörg Armbruster moderierten Diskussion nehmen der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Markus Grübel, MdB, der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Rainer Arnold, MdB, der afghanische Flüchtling und Arzt Mohammad Hassan Basseej, der Journalist Thomas Ruttig sowie Jürgen Hauber, Projektleiter „Gegen Extremismus und Radikalisierung“ im Polizeipräsidium Ludwigsburg, teil.

Symposium and Panel Discussion "Peace Project Europe"

Der DGVN-Landesverband Nordrhein-Westfalen lädt am 1. September 2017 zu einer englischsprachigen Podiumsdiskussion zu dem Thema "Peace Project Europe" in die Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn ein.

Mittagsgespräch "Zur aktuellen Situation in der Demokratischen Republik Kongo und der strategischen Überprüfung der Stabilisierungsmission MONUSCO"

Die DGVN lädt am 5. September 2017 in Berlin zu einem Mittagsgespräch zur aktuellen Situation in der Demokratischen Republik Kongo und zur strategischen Überprüfung der UN-Mission MONUSCO mit Daniel Maier, Leiter der Strategischen Planung der MONUSCO, ein.

Menschen machen Frieden – Deutsche bei den Vereinten Nationen

Die DGVN und die Stadt Osnabrück laden am 7. September 2017 zur Vorstellung des Buchs "Wir sind UNO" und einer Podiumsdiskussion mit Gesche Karrenbrock und Dr. Ekkehard Griep ein.

Kulturgüterschutz im System der Vereinten Nationen

Die Bilder der zerstörten Buddha-Statuen von Bamiyan, der in Trümmern liegenden antiken Wüstenstadt Palmyra und von zerstörten Weltkulturerbestätten in Timbuktu haben viel Aufmerksamkeit erhalten. Die Fälle spiegeln eine neue Dimension bewaffneter Auseinandersetzungen wider, die vermehrt auf die Zerstörung von kulturellen Identitäten abzielen. Dem Schutz von Kulturgütern, der im UN-System zunehmend an  Bedeutung gewinnt, widmet sich vom 8. - 10. September 2017 ein interdiziplinärer Workshop der AG Junge UN-Forschung der DGVN an der Universität Hannover. Bis zum 30. August 2017 kann man sich noch als Gast für den Workshop anmelden.

10 Jahre Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte indigener Völker: Zentrale Partner für nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz

Am 10. Jahrestag der Verabschiedung der Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte indigener Völker laden die DGVN, das Klima-Bündnis und INFOE am 13. September 2017 zu einer Abendveranstaltung in Bonn mit Tove Søvndahl Gant, Policy Adviser in der EU-Human Rights Division aus Grönland, und Eriberto Gualinga, Filmemacher und Vertreter der Kichwa-Gemeinde Sarayaku aus Ecuador, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit ein.

World Health Summit

Vom 15. - 17. Oktober 2017 findet in Berlin der World Health Summit statt. Zu der Konferenz, die unter der Schirmherrschaft der von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker steht, werden mehr als 200 Sprecher und 1.600 Teilnehmer aus über 80 Ländern erwartet, darunter verschiedene Vertreterinnen und Vertreter der Vereinten Nationen. Veranstalter ist die WHS Foundation.

DGVN-Mitgliederversammlung in Stuttgart

Die DGVN-Mitgliederversammlung findet am 14. Oktober 2017 in Stuttgart statt und wird in eine Reihe von DGVN-Veranstaltungen und -Workshops vom 13. bis 15. Oktober 2017 eingebettet sein. Den Auftakt bildet die Abendveranstaltung "65 Jahre DGVN" am 13. Oktober 2017 im Haus der Katholischen Kirche. Die Mitgliederversammlung findet ganztägig am 14. Oktober in den Räumen des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) statt, über Mittag gibt es Angebote zur Vorstellung eigener Ideen und zur Vernetzung. Am 15. Oktober 2017 haben die Gruppen und Arbeitskreise Gelegenheit, an den weiteren Planungen ihrer Aktivitäten zu arbeiten.

 
 

UN-Aktuell

UN-Staaten beschließen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen

Die zweite Verhandlungsrunde für ein völkerrechtlich bindendes Verbot von Atomwaffen ist abgeschlossen: 122 Staaten haben am 7. Juli 2017 in New York einen Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen beschlossen. Das Abkommen verbietet Herstellung, Einsatz und Besitz nuklearer Waffen und ächtet bereits die Androhung eines Nuklearschlags sowie die Stationierung von Atomwaffen in anderen Staaten. Die Verhandlungen wurden von Österreich, Irland, Südafrika, Nigeria, Brasilien und Mexiko initiiert und durch die International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) unterstützt.

Das High-Level Political Forum 2017: Zwischen ersten Erfolgen und wachsenden Herausforderungen

Seit der Rio+20-Konferenz tagt jährlich unter dem Dach von ECOSOC das sogenannte „High-Level Political Forum“ (HLPF), in dessen Rahmen die UN-Mitgliedstaaten seit der Verabschiedung der Agenda 2030 gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren die Fortschritte in der Umsetzung der Agenda und ihrer 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung diskutieren. In diesem Jahr tagte das Forum vom 10. bis zum 19. Juli 2017 in New York unter dem Titel "Armut auslöschen und Wohlstand fördern in einer sich verändernden Welt".

UN-Ermittlungsverfahren gegen syrische Kriegsverbrecher

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Französin Catherine Marchi-Uhel als Leiterin des internationalen Untersuchungsverfahrens zur Ermittlung schwerer Verbrechen im syrischen Bürgerkrieg ernannt. Marchi-Uhel wird damit beauftragt, gegen Personen zu ermitteln, die im Rahmen des Völkerrechts für die schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien verantwortlich gemacht werden können. Die UN-Generalversammlung hatte das Untersuchungsverfahren im Dezember 2016 eingeleitet.

Nikki Haley hält Rede vor dem Menschenrechtsrat

Unglaubwürdig und voreingenommen? Die USA prüfen den Austritt aus dem UN-Menschenrechtsrat

Kaum sind die USA wieder Mitglied im Menschenrechtsrat, drohen sie, ihn schon wieder zu verlassen. Mit diesem Schritt will die amerikanische Regierung vor allem gegen die „Voreingenommenheit gegenüber Israel“, gegen die Zusammensetzung und gegen den Wahlmodus der Mitglieder protestieren. Die Kritikpunkte sind nicht vollständig von der Hand zu weisen. Einen Austritt legitimieren sie jedoch nicht.

Fortsetzung der UN-Beobachtermission in Kolumbien

Der UN-Sicherheitsrat hat sich in seiner Sitzung am 30. Juni 2017 für eine Stärkung der Beobachtermission in Kolumbien ausgesprochen und eine zweite Mission in Aussicht gestellt. Seit 2016 sind die Vereinten Nationen damit beauftragt, das Waffenstillstandsabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und den FARC-Rebellen zu überwachen. Auch wenn das Abkommen weiter Bestand hat, steht die kolumbianische Gesellschaft vor großen Herausforderungen.

Rechte der indigenen Bevölkerung durch Öl-Verträge in Peru bedroht

Am 8. August 2017 jährte sich zum zehnten Mal die Annahme der Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte der indigenen Völker. Noch immer ist der Schutz der Indigenen nicht umfassend gewährleistet. In Peru, einem Land mit 40 Prozent indigener Bevölkerung, sind ihre Rechte durch wirtschaftliche Interessen bedroht. In Verhandlungen zu Öl-Verträgen wurden die betroffenen Indigenen nicht einbezogen, obwohl sie von den verheerenden Umweltauswirkungen in besonderem Maße betroffen sind. Eine UN-Delegation hat die Umstände vor Ort untersucht und fordert nun konkrete Änderungen.

Die Vereinten Nationen und „Cybernormen“ im digitalen Raum

Im Zeitalter der Digitalisierung werden Sicherheitsbedrohungen im Cyberraum zu einer der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Angesichts folgenreicher Angriffe in den letzten Jahren und fehlender Regelwerke für das Verhalten von Staaten im Cyberraum, entstehen Chaos und Misstrauen, welche den Frieden im Netz gefährden. Schon länger wird von den Vereinten Nationen gefordert, internationale Normen und Verhaltensregeln für den Cyberraum zu entwickeln, um schädliche Handlungen der Akteure im Netz einzudämmen. Was als vielversprechendes Projekt begann, scheint nun an den harten Interessenkonflikten der UN-Mitgliedstaaten zu scheitern.

Venezuela – noch Demokratie oder bereits Diktatur?

Seit über 100 Tagen tobt in Venezuela ein Machtkampf zwischen der Regierung unter Nicolás Maduro auf der einen, und weiten Teilen der venezolanischen Bevölkerung auf der anderen Seite. Durch die Entmachtung der Opposition, Verstöße gegen die Menschenrechte und Verhaftung seiner Widersacher gibt sich Maduro die größte Mühe, seinen Machtapparat zu erhalten. Durch die sich zunehmend verschlechternde Lage hat zunächst der UN-Sicherheitsrat Venezuela auf seine Agenda gesetzt, im August nun auch der Hohe Kommissar für Menschrechte. Dabei steht die zentrale Frage im Raum: Was für Handlungsmöglichkeiten haben die UN und ihre Mitgliedstaaten und wie könnten Lösungen für Regierung und Bevölkerung in dem südamerikanischen Land aussehen?

Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg

Die Hansestadt Hamburg stellte im Juli einen ersten Fahrplan zur Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung vor. Die im Hamburger Fahrplan gesetzten Schwerpunkte Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und globale Solidarität sollen es mit den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen Hamburgs aufnehmen und zu Wohlstand und Wohlergehen beitragen. Hamburg kommt hiermit der expliziten Forderung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung nach, eigene Strategien mit regionalen Schwerpunkten zu entwickeln.

Making Intersex Visible - The Role of the United Nations

The UN is leading a global campaign to stamp out human rights violations against intersex people and achieve equality. The first step for the UN is to promote the visibility of intersex people. The question remains how equality for intersex people can be achieved in a world where intersex currently exists between the binary of female and male. Is it not binaries such as these that must first be tackled before equality can be taken seriously?

Nachrichten

DGVN-Forderungen zur Bundestagswahl

Die Welt ist aus den Fugen geratet. In diesen Zeiten müssen die Vereinten Nationen eine zentrale Rolle in der internationalen Politik spielen. Nur die Vereinten Nationen bieten den nötigen universellen Rahmen, um wachsenden weltpolitischen Problemen gemeinsam zu begegnen. Konflikte mit grenzüberschreitenden Auswirkungen, Menschenrechtsverletzungen, Klimawandel oder steigende soziale Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten können nicht im nationalen Alleingang oder von kleinen Staatenkoalitionen gelöst werden. Daher hat die DGVN anlässlich der anstehenden Bundestagswahlen 10 Prioritäten für eine zukünftige deutsche UN-Politik benannt.

DGVN unterstützt Kampagne #nichtvergesser

Ob in Burundi, Kolumbien oder Südsudan: Millionen Menschen weltweit leben in humanitären Krisen, die weitgehend aus dem Blickfeld der medialen Berichterstattung geraten sind. Die DGVN unterstützt die Kampagne #nichtvergesser – eine gemeinsame Initiative des Auswärtigen Amtes und deutscher humanitärer Hilfsorganisationen, um auf vergessene Krisen aufmerksam zu machen. Werden auch Sie ein #nichtvergesser, setzen Sie zum Aktionstag am 6. Oktober ein Zeichen und unterstützen Sie die Kampagne unter www.nichtvergesser.de.

Bewerbungen für den Jugendfriedenspreis

Am Vorabend der DGVN-Mitgliederversammlung wird am 13. Oktober 2017 in Stuttgart der Jugendfriedenspreis verliehen. Mit dem Preis werden junge Menschen ausgezeichnet, die sich mit eigenen Projekten dafür einsetzen, die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen umzusetzen oder das Verständnis über Arbeit und Ziele der Vereinten Nationen zu fördern. Bewerbungen sind noch bis zum 17. September 2017 möglich. Der Preis ist mit 3.000€ dotiert.

Die Welt in (UN)Ordnung? DGVN-Mitgliederreise zu den UN nach New York hat begonnen

Zehn DGVN-Mitglieder starteten am 27. August 2017 zu einer Reise an den UN-Amtssitz nach New York. Bis zum 2. September werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Gespräche mit Expertinnen und Experten bei verschiedenen Abteilungen der UN, in politischen Stiftungen oder in der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen tiefe Einblicke in die spannende Arbeit der Vereinten Nationen bekommen. Insbesondere vor dem Hintergrund des zu Beginn des Jahres neu ernannten UN-Generalsekretärs Guterres oder auch der UN-kritischen Haltung der neuen US-Regierung zielt das Thema der Reise „The United Nations – New Challenges, New World Order?“ auf die aktuellsten Geschehnisse ab.

DGVN-Studienreise nach Kolumbien

Nach über 50 Jahren bewaffneter Auseinandersetzungen in Kolumbien geben die aktuellen Entwicklungen in dem lateinamerikanischen Land trotz mancher Schwierigkeiten auch Anlass zur Hoffnung auf einen erfolgreichen Friedensprozess. Unter der Leitung des stellvertretenden DGVN-Vorsitzenden Dr. Ekkehard Griep sind derzeit DGVN-Mitglieder auf einer Studienreise in Kolumbien, um sich in Gesprächen ein Bild der Lage vor Ort und von der Arbeit der auf Wunsch der Konfliktparteien entsandten UN-Beobachter- und Verifikationsmission zu machen. Im Rahmen des Essaywettbewerbs "Der Friedensprozess in Kolumbien: Erfolgsaussichten und Risiken" gewann Deborah Düring, Studentin der Sozialwissenschaften an der Universität Augsburg, einen Reisekostenzuschuss für die Studienreise nach Kolumbien. 

Journalistenreise zu UNRWA-Projekten in Gaza und dem Westjordanland

Um einen Beitrag zu einem differenzierten Bild über die weltweiten Aufgaben und Herausforderungen der Vereinten Nationen zu leisten, bietet die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) in regelmäßigen Abständen Informations- und Recherchereisen für Journalistinnen und Journalisten an. Die nächste Journalistenreise der DGVN führt Ende November 2017 in die palästinensischen Gebiete im Westjordanland und voraussichtlich nach Gaza. Vor Ort wird ein praktischer Einblick in die verschiedenen Aspekte der Entwicklungsarbeit und der humanitären Arbeit des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) vermittelt. Die Bewerbungsfrist endet am 7. September 2017.

 
 

Publikationen

Zeitschrift VEREINTE NATIONEN: Terrorismusbekämpfung und die Vereinten Nationen

UN-Generalsekretär António Guterres meint es ernst: Die Schaffung eines neuen Büros für die Bekämpfung des Terrorismus unter der Leitung eines Untergeneralsekretärs ist ein wichtiger Schritt, um dem globalen Phänomen des Terrorismus möglichst kohärent zu begegnen. Präventive Maßnahmen sollen dabei eine noch größere Rolle spielen als bisher. Wie es um die bisherigen Bemühungen der UN bei der Terrorismusbekämpfung steht, analysieren die Autorinnen und Autoren in Heft 4/2017 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN. Mitglieder erhalten die Zeitschrift wie gewohnt per Post und können die Artikel nach Erscheinen im Mitgliederbereich der DGVN-Webseite abrufen.

Eine-Welt-Presse: Die Welt in Bewegung - Wanderungsbewegungen im Fokus der internationalen Gemeinschaft

Millionen Menschen leben weltweit außerhalb ihrer Heimat. Ihre Motive sind dabei vielfältig. Klar ist jedoch, dass viele von ihnen sich nicht freiwillig auf den Weg machen: Sie flüchten vor Gewalt, Hunger und Armut. Diese Ausgabe der Eine-Welt-Presse befasst sich mit Flucht und Migration und der Frage, welche Rolle die internationale Gemeinschaft und die Vereinten Nationen dabei spielen.

UN-Basis-Informationen 55 - Das Konzept der Schutzverantwortung (Responsibility to Protect)

Welche Rolle sollen Regierungen und internationale Akteure bei der Verhinderung schwerster Menschenrechtsverletzungen spielen? Das Konzept der Schutzverantwortung (Responsibility to Protect, R2P) soll Antworten auf diese Frage geben. 2005 von den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet, ist es ein politisches Versprechen, geeignete Maßnahmen zu treffen, um Völkermord, Kriegsverbrechen, ethnische Säuberungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verhindern. Die Umsetzung der Schutzverantwortung gestaltete sich jedoch als schwierig – auch aufgrund von Vorbehalten einiger Staaten gegenüber dem Konzept.

Veranstaltungsberichte

„Ich bleibe optimistisch“ – Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats zu Gast in Berlin

Trotz vielfältiger Herausforderungen im Kampf gegen den Klimaschutz, zeigt sich die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats, Patricia Espinosa, optimistisch. Die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2°C zu begrenzen, bleibt das Ziel der Vereinten Nationen, sagte sie im Rahmen einer Gesprächsrunde Ende Juli 2017 in Berlin. Mit dem Klimaabkommen von Paris, das vor zwei Jahren verabschiedet wurde, konnte sich die Staatengemeinschaft auf wichtige Zielvereinbarungen verständigen.

Deutsche UN-Politik: Multilateralismus stärken

Konsens herrschte bei der Podiumsveranstaltung in Berlin darüber, dass Deutschland sich noch aktiver in die UN einbringen sollte. „Wir brauchen eine Stärkung der Legitimation der Vereinten Nationen und eine Reform des institutionellen Aufbaus ihrer Entscheidungsgremien“, sagte Dr. Andreas Nick (CDU). Denn der derzeitige Aufbau der UN spiegle noch die Welt nach 1945 und beziehe vor allem die Schwellen- und Entwicklungsländer des Südens zu wenig ein. Doch gelte es gleichzeitig die Handlungsfähigkeit der UN zu stärken und die Rolle des Sicherheitsrats zu reformieren. Für eine Mitgliedschaft Deutschlands im UN-Sicherheitsrat plädierte dezidiert Niels Annen (SPD).

Ecuador und die Vereinten Nationen

Auf Einladung der DGVN diskutierten mit dem Botschafter Ecuadors in Deutschland Dr. Diego Morejón und Prof. Andrés Gonzaléz von der Universidad San Francico de Quito (USFQ) zwei ausgewiesene Experten mit zahlreichen interessierten Gästen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik über das System der Vereinten Nationen und die Anliegen Ecuadors auf Ebene der Vereinten Nationen. Dabei betonte Botschafter Morejón die ecuadorianischen Initiativen im Hinblick auf Menschenrechte in transnationalen Unternehmen und die rechtliche Bekämpfung von Steuerhinterziehung.

„Was tun bei Völkermord?“

In einer gut besuchten DGVN-Veranstaltung am 10. Juli 2017 in Langenhagen bei Hannover diskutierten unter Moderation des stv. DGVN-Vorsitzenden Dr. Ekkehard Griep die Journalistin und Filmemacherin Düzen Tekkal und der Marburger Völkerrechtler Prof. Dr. Sven Simon auf dem Podium die Frage „Was tun bei Völkermord?“. Anknüpfungspunkt war das Schicksal der Jesiden – einer religiösen Minderheit, die im Sommer 2014 in Nordirak durch brutale Angriffe und Vertreibungen des Islamischen Staates (IS) der drohenden Auslöschung ausgesetzt war.

 
 

Impressum

Redaktion: Oliver Hasenkamp, Jean-Christoph Seipel

V.i.S.d.P.:  Lisa Heemann


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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