„Der gegenwärtige Ansatz bei den Verhandlungen läuft aus dem Ruder.“ Diese pessimistische Einschätzung vertritt Sha Zukang, der Generalsekretär der bevorstehenden UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung „Rio+20“. 120 Staatsoberhäupter und etwa 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu dieser wichtigsten internationalen Konferenz des Jahres 2012 vom 20. bis 22. Juni 2012 in Rio de Janeiro erwartet. Es sollen wegweisende Beschlüsse gefasst werden, die den Weg zu einer umfassenden nachhaltigen Entwicklung der Welt ebnen.
Welchen Stellenwert hat die Mitgliedschaft in den UN für kleine Staaten? Können sie die eigenen Interessen dort wirkungsvoller durchzusetzen als in anderen Foren? Oder sehen sich diese Staaten von den großen Mitgliedstaaten an den Rand gedrängt? Diesen Fragen gehen im aktuellen Heft 2/2012 drei Beiträge nach.
Welche Chancen auf Frieden und Entwicklung hat ein Land, in dem 14 Jahre lang ein blutiger Bürgerkrieg wütete? Wie können die Vereinten Nationen den Liberianern beim Aufbau eines stabilen Staates helfen? Diskutiert wurden diese und andere Fragen am 21. März 2012 auf einer DGVN-Podiumsdiskussion in Osnabrück mit Dr. Ekkehard Griep und Polizeioberrat Markus Feilke unter Moderation von Prof. Dr. Ulrich Schneckener.
Angela Merkel wird nicht nach Rio reisen. Es gibt Stimmen, die Verständnis signalisieren, so Ernst Ulrich von Weizsäcker, Co-Vorsitzender des Internationalen Ausschusses für nachhaltiges Ressourcenmanagement des UN-Umweltprogramms. Von Seiten der Zivilgesellschaft kommt dagegen scharfe Kritik. Die Kommentare können Sie hier lesen.
Am 7. Mai 2012 hat zum vierten Mal das Internet Governance Forum Deutschland (IGF-D) stattgefunden. Im Mittelpunkt standen dabei Themen wie Zugang zum Internet, Internetsicherheit und den kritischen Umgang mit Onlineinhalten. Damit sollte der deutsche Beitrag für das Internet Governance Forum der Vereinten Nationen (UN-IGF) vorbereitet werden, das in diesem Jahr vom 6.-9. November in Baku, Aserbaidschan, stattfinden wird.
Die Vereinten Nationen spielen wieder eine zentrale Rolle in der globalen Politik. Das war eine Kernbotschaft der Podiumsdiskussion mit Vertretern aller Bundestagsfraktionen.
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