Der Hashimoto-Aktionsplan 2006 - nach dem verstorbenen ehemaligen japanischen Ministerpräsident und damaligen UNSGAB-Vorsitzenden Ruyato Hashimoto benannt - ist in der
Blauen Reihe Nr. 98 der DGVN erschienen.
Der Bericht über die menschliche Entwicklung 2006 zeigt die Krise der Globalen Wasserversorgung. Er kann beim
UNO-Verlag bestellt werden.
Engagieren auch Sie sich!
Die DGVN und der Beraterkreis für Wasser und Sanitäre Grundversorgung des UN-Generalsekretärs (UNSGAB) werben dafür, die gesundheits- und umweltpolitische Bedeutung des Abwassermanagements bekannt zu machen.
Wir würden uns freuen, wenn viele Bürger, Vereine, Unternehmen und Kommunen aktiv an dem Projekt mitwirkten. „Tage der offenen Tür“ bei Klärwerken und anderen relevanten Betrieben und Facheinrichtungen gäben Gelegenheit, das Thema Familien, Schülergruppen und der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch gesundheits-, umwelt-, und entwicklungspolitische Organisationen könnten Aktionen planen, seien es Ärzteverbände, „Lokale Agenda 21-Gruppen“, Umweltverbände, Eine-Welt-Läden oder UNICEF- und Städtepartnerschaftsgruppen.
Der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan hat 2004 den Beirat für Wasser- und Sanitärversorgung (UN Secretary General’s Advisory Board on Water and Sanitation - UNSGAB) einberufen, der ihn bei der Umsetzung der wasser- und sanitärbezogenen Millenniums-Entwicklungsziele unterstützen soll.
Hashimoto Action Plan II - Strategy and Objectives through 2012 (englisch)
Sanitärversorgung...
-ist unerlässlich für die menschliche
Gesundheit.
-erbringt wirtschaftliche Vorteile.
-trägt zu Würde und sozialer
Entwicklung bei.
-hilft der Umwelt.
-ist erreichbar und verbesserbar
UN-Water Work Programme 2010–2011 (englisch)
A Guide to UN-Water
Joint Monitoring Programme on Water Supply and Sanitation (englsih)
Für über 40 Prozent der Weltbevölkerung ist der Zugang zu sanitären Einrichtungen keine Selbstverständlichkeit. Als eine Folge leiden Millionen Menschen an weitestgehend vermeidbaren Krankheiten, die insbesondere für Kinder häufig tödlich enden.
Um die Weltöffentlichkeit auf diese Missstände hinzuweisen, hat die UN zahlreiche Aktionen zu diesen Thema durchgeführt. Das "Internationale Jahr der Sanitären Grundversorgung" im Jahr 2008 und das "Internationale Jahr des Süßwassers" im Jahr 2002 sind nur einige Beispiele. Von 2005-2015 findet in diesem Rahmen die Internationale Aktionsdekade "Wasser- Quelle des Lebens" statt. Ein wichtiger Aspekt der verschiedenen Projekte ist es, einen grundlegenden Zugang zu Sanitäranlagen zu ermöglichen. Auch in den Milleniums-Entwicklungszielen ist diese lebenswichtige Vorgabe verankert. Seit dem Weltgipfel in Johannesburg in Jahre 2002 ist das Ziel aufgestellt, dass bis 2015 der Anteil der Menschen ohne ausreichende Sanitärversorgung haltbiert werden soll. Gleichzeitig soll die Gesundheitssituation dadurch nachhaltig verbessert werden (MDG 4-6)
Eine ausführliche Antwort von Uschi Eid, stellvertretende Vorsitzende von UNSGAB, dem Beraterkreis für Wasser und Sanitäre Grundversorgung des UN-Generalsekretärs.
Wasser ist Leben (Der Artikel ist im WUS-Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd, Nr.57, Dezember 2007 erschienen)
Wasser ist nicht nur ein Teil unserer Umwelt, sondern die wichtigste Ressource. Ohne Wasser wäre Leben auf der Erde nicht denkbar. Trotzdem haben schätzungsweise 1,1 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Wasser. Die Zahl derer, die unter Wasserknappheit leiden, wird sich nach UN-Prognosen, von heute 700 Millionen Menschen, bis zum Jahr 2025 auf 3 Milliarden Menschen vervielfachen. Mehr als doppelt so hoch ist mit 2,6 Milliarden Menschen die Zahl derjenigen, die keinen Zugang zur sanitären Grundversorgung besitzen, also keine Toiletten und keinen Anschluss an Abwasserentsorgung– das sind ca. 40 Prozent der Weltbevölkerung. In den Millenniums-Entwicklungszielen hat sich die internationale Staatengemeinschaft verpflichtet, den Anteil der Menschen ohne Trinkwasser und Sanitärversorgung bis 2015 zu halbieren.
(Nachfolgender Text ist eine Arbeitsübersetzung, basierend auf dem UN-Aktionsplan zum Internationen Jahr der Sanitären Grundversorgung. Die verhandelten Ziele haben weiterhin Geltung. Hier finden Sie den
englischen Originaltext)
Global geraten wir in Verzug dabei, das Sanitärversorgungsziel der Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen. Daher ist es das zentrale Ziel des Internationalen Jahrs der Sanitären Grundversorgung, die internationale Gemeinschaft auf den Weg zu bringen, der zur Erreichung des Sanitärversorgungs-Millenniumsentwicklungsziels führt. Sanitäre Grundversorgung ist die Grundlage für Gesundheit, Würde und Entwicklung. Erweiterter Zugang zu sanitärer Grundversorgung besonders für arme Menschen ist von fundamentaler Bedeutung dafür, alle Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen. Das Internationale Jahr der Sanitären Grundversorgung kommt zu einem wegweisenden Zeitpunkt und bietet eine einzigartige Gelegenheit, um das „Sanitärversorgungs-Stigma“ zu beseitigen, und die vielfachen Vorteile zu betonen, die von verbesserter Hygiene, Haushaltssanitäreinrichtungen und Abwasserbehandlung ausgehen.
1. Vergrößerung des Bewusstseins und der Verpflichtung der Akteure auf allen Ebenen, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Sektors, in Bezug auf die Bedeutung, das Sanitärversorgungs-Millenniumsentwicklungsziel zu erreichen, einschließlich für Gesundheit, Geschlechtergerechtigkeit, Bildung, nachhaltige Entwicklung, wirtschaftliche und Umweltthemen, durch eine eindringliche und offene Kommunikation, belastbare Monitoring-Daten und stichhaltige Beweise.
2. Mobilisierung von Regierungen (von nationaler bis lokaler Ebene), bestehenden Allianzen, Finanzinstitutionen, Sanitärversorgern und Dienstleistern, wichtiger gesellschaftlicher Gruppen, des Privatsektors und UN-Institutionen, durch schnelle gemeinschaftliche Übereinkünfte darüber, durch wen und wie benötigte Schritte jetzt unternommen werden sollen.
3. Sicherstellung realer Verpflichtungen, effektive Aktionen zu überprüfen, zu entwickeln und umzusetzen, um Sanitärversorgungsprogramme in einer anderen Größenordnung durchzuführen und Sanitärversorgungspolitiken zu stärken, indem klare Verantwortlichkeiten dafür übertragen werden, dies auf der nationalen und internationalen Ebene umzusetzen.
4. Ermutigung von nachfrageorientierten, nachhaltigen und traditionellen Lösungen sowie einer informierten Wahl, indem die Bedeutung des Ansatzes, diese Arbeit „von unten“ her mit Praktikern und den lokalen Gemeinschaften anzugehen, anerkannt wird.
5. Sicherung von größeren Finanzmitteln, um Fortschritte anzuschieben und aufrechtzuerhalten, durch Verpflichtungen aus nationalen Budgets und Allokationen der Entwicklungspartner.
6. Entwicklung und Stärkung institutioneller und menschlicher Kapazitäten durch Anerkennung auf allen Ebenen, dass Fortschritte bei der Sanitärversorgung, auf die Millenniumsentwicklungsziele ausgerichtet, ineinander verzahnte Programme in Hygiene, Haushalts- und Schuleinrichtungen (wie zum Beispiel Toiletten und Waschvorrichtungen), und die Sammlung, die Behandlung und die sichere Wiederverwertung oder die Entsorgung von Abwässern und menschlicher Ausscheidungen beinhalten. Gemeindemobilisierungen, die Anerkennung der Schlüsselrolle von und der Schlüsselbedeutung für Frauen, gemeinsam mit einer angemessenen Mischung von „Software“- und „Hardware“-Interventionen, sind essentiell.
7. Verbesserung der Nachhaltigkeit und daher der Effektivität vorhandener Sanitärversorgungs-Lösungen, um Gesundheitseffekte, die soziale und kulturelle Akzeptanz, die technologische und institutionelle Angemessenheit, sowie den Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen zu verbessern.
8. Förderung und Erfassung von Lernprozessen, um die Beweisgrundlage und die Wissensbasis betreffend der Sanitärversorgung zu verbessern, die wesentlich zu erhöhter Fürsprache und vergrößerten Investitionen für den Sektor beitragen wird.
Das nachfolgende Video zeigt die katastrophale Sanitärversorgung in Kibera, einem Slum außerhalb von Nairobi. Darin erklärt Kevin Watkins, Hauptautor des „UNDP-Berichts über die menschliche Entwicklung 2006“, den fatalen Zusammenhang zwischen mangelnder Abwasserversorgung, Trinkwasser und Gesundheit. „Kein Zugang zu Sanitärversorgung“ ist für Watkins eine höfliche Art zu sagen, dass die Menschen ihr Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen aus Flüssen, Seen, Be- und Entwässerungsgräben beziehen, die mit Fäkalien von Menschen und Tieren verunreinigt sind. Es bedeutet, dass in Elendsvierteln wie Kibera außerhalb von Nairobi die Menschen ihre Notdurft in Plastiktüten verrichten und sie dann auf die Straße werfen, weil sie keine andere Wahl haben.“
Bildung, Kinder, Schule
Ökologische Sanitärversorgung
Unterhaltung
Internationale Aspekte
Links

Allgemein
- Kampagne der German Toilet Organisation
- NoMix – Ein
Lernspiel um Recycling, Wasser, und ein neues WC“ von EAWAG, bezogen auf Europa und mit Fokus auf ökologische Sanitärversorgung. Themen: u.a. Mensch & Ausscheidung, Kläranlagen und Gewässer
- UNICEF-Seiten „
Voices of the Youth“ zu Wasser, Umwelt und Sanitärversorgung (englisch) - Enthält Basisinformationen, Kinderrechte, Fragespiele, Geschichten von Kindern aus Entwicklungsländern, Glossar
- UNICEF-Spiel:
„Water Alert“ (englisch)
Für Lehrer, Multiplikatoren, Fachleute
- Unterrichtsmaterialien zum Thema
Wasser
- Sammlung von Unterrichtsmaterialien -
Gesichter Akrikas
- Unterrichtsideen zur Hygiene
Institut Pasteur
- Informationen der
Weltgesundheitsorganisation (engl)
- Infoplattform der Initiative
Water, Sanitation, Hygiene in School (engl)
Generell
- Onlinespiel von.....
Wateraid
- Quiz zum Weltoilettentag ..
WDR
- Interaktiver Informationsfilm ....
Nomix
- Cyber-School-Bus
Water Quiz (englisch)
- "Pooing in Public” ....
Water Aid-Filme
-
Paul Pümpel Aktionsseite
-
Comedygruppe: Bertha&Heinrich Blochl
Toiletten in Deutschland und anderswo
- Öffentliche Toiletten in Bremen
Radiobeitrag
-
Toilettenblogger- Nichts als die Wahrheit über Toiletten
- Autobahn-Klos - das Grauen?
WDR-Fernsehbeitrag
- Komposttoilette in Freiburg
Filmbetrag
Geschichte
- Hatten die Römer
Klopapier?
-
Geschichte des stillen Örtchen für Kinder
-
Kulturgeschichte des stillen Örtchens
Postkarte
ECO-Revolution
- Fäkalien und Abwasser sind Wertstoffe
gtz ecosan-Programm
- Das umweltfreundliche
Kompost-Klo
- Bild "
Keep Water for Swimming"
- Allgemeine Informationen zum Thema aus dem englischsprachigen Magazin des
Stockholm International Water Institute
- Allg. Infos (ebenfalls auf Englisch) des
Stockholm Environment Institute
- Allgemeine und interessante Einführung ins Thema, bezogen auf Europa und mit Fokus auf ökologische Sanitärversorgung: „
Klovolution – Vom Wassersparen zur Abwasservermeidung“ (BBU AK Wasser)
- Gründungserklälrung der "Sustainable Sanitation Alliance"
SuSanA
- Discussion Paper von
WaterAid
- Bericht der norwegischen Regierung für die Commission on Sustainable Development (CSD):
Securing Sanitation:The Compelling Case to Address the Crisis
UN-Water-Webseite
UNDESA-Webseite
Water Supply & Sanitation Collaborative Council-Webseite
Aktionsdekade 2005-2015: "Wasser zum Leben"
World Toilet Organization-Webseite
World University Service
Sustainable Sanitation Alliance-Webseite
GTZ-Wasser
Sanitationupdates-Webseite
Wasser-und-mehr-Webseite
BMZ-Umwelt-Wasser